Diese Woche konnte endlich der neue Container mit Rohkaffee der Kooperative CENCOIC aus dem Cauca vom Pazifik-Hafen in Buenaventura Richtung Hamburg los fahren.
Durch die drastischen, menschengemachten Veränderungen des Klimas sind die Reife- und damit Erntezeiten der Kaffeekirsche immer weniger vorhersehbar. Dadruch mussten wir mehr als 2 Monate länger warten als geplant, bis die CENCOIC genug Kaffee für uns zusammen hatte.
In den letzten Wochen wurde dann der Transport vom Lager der Kooperative in Piendamo zum Hafen in Buenaventura durch die sehr angespannte Sicherheitslage erschwert. Teilweise war nicht klar, ob der Container zum Hafen durchkommt und das Risiko noch vertretbar ist.
In dieser Zeit gab es im Cauca und den angrenzenden Departements Dutzende Anschläge und Angriffe von bewaffneten Gruppen. Der schwerste davon war ein Anschlag mit Sprengstoffzylindern auf der Panamericana-Schnellstraße, mitten im dichten Verkehr und wenige Kilometer vom Kaffeelager und den Büros der CENCOIC entfernt, bei dem 21 Zivilisten getötet wurden und Dutzende verletzt wurden. Zu diesem schlimmste Attentat gegen Zivilisten in Kolumbien seit 30 Jahren hat sich mittlerweile die Gruppe "Columna Jaime Martínez" bekannt, die Teil des "Estado Mayor Central" (EMC), der größten FARC-Dissidenz sind.
Mitarbeiter*innen der CENCOIC sind glücklicherweise nicht unter den Opfern, sie machen sich jetzt aber alle große Sorgen. Leider stammen jedoch mindestens 11 Tote aus der afrokolumbianischen selbstverwalteten Gemeinde La Pedregosa, eine der Gemeinden, aus denen unsere Panela Los Tres kommt. Zusammen mit unseren Freund*innen von La Libertaria aus Lecco/Italien haben wir daher einen Soli-Brief an die Gemeinde gesendet.
In den darauffolgenden Tagen und Wochen gab es in Popayán, der Hauptstadt des Cauca, große und breit aufgestellte Demonstrationen "für das Leben, die Würde und den Frieden", zu der auch der CRIC mobilisiert hat.
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