- Veranstaltungsreihe -

Zapatistas

25 Jahre Aufstand und Autonomie

en español // in English

„¡Ya Basta!“ / „Es reicht!“ riefen die Zapatistas am 1. Januar 1994 und erklärten der mexikanischen Regierung den Krieg. Sie erhoben sich für Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie und kämpfen bis heute dafür – zunächst mit Waffen, später mit politischen Verhandlungen und dem Aufbau ihrer eigenen Autonomie.

In den letzten 25 Jahren schufen sie so ihre eigene basisdemokratische Selbstverwaltung sowie ein solidarisches Bildungs- und Gesundheitssystem. Hierdurch konnten die Zapatistas einerseits ihre Lebensbedingungen entscheidend verbessern. Andererseits schufen sie einen starken gesellschaftlichen Gegenentwurf gegen mehr als 500 Jahre der rassistischen Unterdrückung und kapitalistischen Ausbeutung. Gerade der Kampf der zapatistischen Frauen ist dabei von zentraler Bedeutung – nicht zuletzt zur Überwindung der eigenen patriarchalen Strukturen.

In ihrem Kampf für eine andere Welt suchen die Zapatistas weltweit nach Verbündeten. Auch wir haben ihre würdevolle Wut gehört. Wir haben uns von ihnen inspirieren lassen und unsere Kämpfe mit ihrem verbunden.

Gemeinsam mit euch möchten wir diese 25 Jahre des zapatistischen Widerstands feiern und auf diese bewegten Jahre zurückblicken: auf den Aufstand, ihre beeindruckende Autonomie, die vielen politischen Initiativen und Offensiven, die nationalen, internationalen oder gar intergalaktischen Vernetzungen. Lasst uns zusammenkommen, um uns zu informieren und auszutauschen, zu lernen und zu lachen, zu vernetzen und zu feiern! Denn der zapatistische Kampf ist auch ein Kampf der Freude. Auf dass auch 2019 ein rebellisches Jahr wird! „¡La lucha sigue!“ / „Der Kampf geht weiter!“

 

Veranstaltungen:

16.12.2018: Rebellion & Kekse - Auftaktveranstaltung mit Film, Backen und Basteln - ab 14 Uhr - M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

8.1.2019: ¡Otro Mundo es posible!/Eine andere Welt ist möglich - Eine Einführung in die zapatistische Selbstverwaltung - 18:30 Uhr - Centro Sociale, Sternstraße 2, Hamburg-St. Pauli

Fällt leider aus:  17.3.2019: Palabras, silencios y la digna rabia/Worte, Stille und die würdevolle Wut - Szenische Lesung von Geschichten aus der zapatistischen Bewegung - 18 Uhr - Honigfabrik, Industriestraße 125-131, Hamburg-Wilhelmsburg

17.3. bis 23.3.2019: Zapatistas. Bilder des Kampfes für Würde und Freiheit (Fotoausstellung) - M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

17.3.2019: Vernissage der Ausstellung "Zapatistas. Bilder des Kampfes für Würde und Freiheit" - M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

21.3.2019: Offener Abend der Ausstellung "Zapatistas. Bilder des Kampfes für Würde und Freiheit" - M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

23.3.2019: Otro café es posible / Ein anderer Kaffee ist möglich. Zapatistische Kaffeekooperativen, solidarischer Handel und kollektives Arbeiten in Deutschland - M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

1.4.2019: Menschenrechtsbeobachtung in indigenen Gemeinden in Chiapas, MexikoLiZ, Karolinenstraße 21a (Hinterhof), Hamburg

15.4.2019: Die Organisierung der zapatistischen Frauen - Infoladen Wilhelmsburg, Fährstraße 43, Hamburg-Wilhelmsburg

7.5.2019: Der Aufstand der Würde - Doku über den zapatistischen Aufstand - Café Knallhart, Uni Hamburg, Von-Melle-Park 9, Hamburg

 

Weitere Veranstaltungen in Planung!

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Die Veranstaltungsreihe wird organisiert vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und Freund_innen, der kollektiven Kaffeerösterei la gota negra und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg mit Unterstützung von Umverteilen! Stiftung für eine, solidarische Welt.

16.12.2018 – Rebellion & Kekse

Auftaktveranstaltung mit Film, Backen und Basteln

Mit einem netten Nachmittag und einem ersten inhaltlichen Einstieg starten wir unsere Veranstaltungsreihe „Zapatistas – 25 Jahre Aufstand und Autonomie“. Kurz vor dem kapitalistischen Konsumfest, wollen wir an diesem Nachmittag mit euch zusammen rebellische Kekse backen und DIY-Geschenke basteln. Dabei sind Groß und Klein willkommen.

Anschließend stärken wir uns mit leckerem mexikanischen Essen und schauen dann gemeinsam die mexikanische Doku „Zapatistas – Cronica de una rebelión / Chronik einer Rebellion“ (Spanisch mit deutschen Untertiteln) aus dem Jahre 2003. In beeindruckenden Originalbildern zeigt der Film den Aufstand der indigenen Guerilla EZLN im Morgengrauen des 1. Januar 1994, die Angriffe des mexikanischen Militärs und die vielfältigen politischen Aktionen, mit denen die Zapatistas nach den zwölftägigen bewaffneten Kämpfen versuchten, gesellschaftliche Veränderungen in ganz Mexiko anzustoßen.

Es wird auch eine Version der Doku mit englischen Untertiteln zum Anschauen bereitstehen. Während des Films gibt es eine Kinderbetreuung.

Ort: M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

Zeit: ab 14 Uhr: Backen und Basteln – ca. 17 Uhr: mexikanisches Essen – ca. 18 Uhr: Doku

8.1.2019 – ¡Otro Mundo es posible!/Eine andere Welt ist möglich

Eine Einführung in die zapatistische Selbstverwaltung

Seit 25 Jahren organisieren die Zapatistas ihr Zusammenleben unabhängig vom mexikanischen Staat und auf Basis von Gleichberechtigung, Basisdemokratie und Solidarität. Die indigen-kleinbäuerliche Massenbewegung hat seit ihrem Aufstand am 1.1.1994 in ihren Gemeinden im mexikanischen Bundesstaat Chiapas eine umfassende Gesellschaftsalternative aufgebaut – inklusive eigenem Schul-, Gesundheits- und Verwaltungssystem. Durch diesen Organisierungsprozess ist es zehntausenden Menschen gelungen, ihre eigenen Lebensbedingungen entscheidend zu verbessern, Widerstand gegen kapitalistische, koloniale und rassistische Machtstrukturen zu leisten sowie interne patriarchale Strukturen aufzubrechen. Der Vortrag führt in die zapatistische Selbstverwaltung ein. Anschließend werden offene Fragen geklärt und diskutiert, inwieweit die zapatistische Selbstverwaltung Anregungen für Organisierungsprozesse in Hamburg bereithält.

Die Veranstaltung ist auf Deutsch, es gibt Übersetzungen ins Englische und Spanische vom [bla]-Kollektiv.

Ort: Centro Sociale, Sternstraße 2, Hamburg-St. Pauli

Zeit: 18.30 Uhr

 

17.3. bis 23.3.2019 – Zapatistas (Fotoausstellung)

Bilder des Kampfes für Würde und Freiheit

Mit ihrem bewaffneten Aufstand am 1. Januar 1994 überraschten die Zapatistas die Öffentlichkeit. Die eindrucksvollen Bilder, die die Welt aus Chiapas/Mexiko erreichten, zogen viele Menschen in ihren Bann. Die Ausstellung zeigt einige dieser Bilder: Einerseits Bilder aus der Anfangszeit der Bewegung in den 1990ern, geschossen von den vier mexikanischen Presse-Fotografen Jerónimo Arteaga-Silva, Raul Ortega, Pedro Valtierra und Jesús Quintanar. Andererseits Bilder aktueller Ereignisse, wie dem Treffen der Frauen, die kämpfen oder dem Kunstfestival CompArte im Jahr 2018.

Aus ihnen spricht einerseits die Lage der indigenen Kleinbäuer_innen zwischen Ausbeutung, Vergessenwerden und Rassismus. Andererseits vermitteln sie den Mut und die Entschlossenheit der Menschen, zeigen ihren Kampf für Würde und Freiheit, machen deutlich, dass hier etwas faszinierendes in Bewegung ist.

Begleitet werden die Bilder von Auszügen aus den Erklärungen und Erzählungen der Zapatistas.

In Zusammenarbeit mit ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

Ort: M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

Zeit:

17.3.2019
, 16-22 Uhr – Vernissage
21.3.2019
, 17-21 Uhr – offener Abend
23.3.2019
, 14-19 Uhr – Otro café es posible / Ein anderer Kaffee ist möglich. Zapatistische Kaffeekooperativen, solidarischer Handel und kollektives Arbeiten in Deutschland (Finissage)

Außerdem kann die Ausstellung während der weiteren Veranstaltungen in der M1 besichtigt werden - hier das aktuelle Programm.

 

21.3.2019 - Offener Abend der Ausstellung

An diesem Abend werden neben den Bildern der Ausstellung "Zapatistas. Bilder des Kampfes für Würde und Freiheit" auch die Texte der Zapatistas im Fokus stehen. Wir lesen und hören gemeinsam Erklärungen und Kurzgeschichten der Zapatistas auf Spanisch und Deutsch, blättern in Büchern und tauschen uns aus.

 

Ort: M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

Zeit:
17-21 Uhr

 

23.3.2019 - Otro café es posible / Ein anderer Kaffee ist möglich

Zapatistische Kaffeekooperativen, solidarischer Handel und kollektives Arbeiten in Deutschland

Das Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und die kollektive Kaffeerösterei la gota negra berichten über die zapatistischen Kaffeekooperativen, deren Kaffee sie rösten und verkaufen, das Konzept des solidarischen Handels und ihre eigenen Erfahrungen als kollektive Arbeitsstrukturen. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Die Veranstaltung findet zwischen circa 14:30 und 17 Uhr statt. Vorher und nachher kann ein letztes Mal die Fotoausstellung „Zapatistas. Bilder des Kampfes für Würde und Freiheit“ angesehen werden.

Die Veranstaltung ist auf Deutsch, es gibt Übersetzungen ins Englische und Spanische vom [bla]-Kollektiv.

Ort: M1, Mokrystr. 1, Hamburg-Wilhelmsburg

Zeit:
14-19 Uhr

 

 

1.4.2019 - Menschenrechtsbeobachtung in indigenen Gemeinden in Chiapas, Mexiko

Die Menschenrechtslage in Mexiko ist katastrophal. Organisierte Gemeinden sind im Zuge der Wiederaneignung ihrer Ländereien, der Forderungen nach Würde und Gerechtigkeit, wie dem Aufbau selbstverwalteter Strukturen enormer Repression ausgesetzt. Diese zeigen sich durch eine weitreichende Militarisierung des Landes und durch paramilitärische Strategien der Aufstandsbekämpfung. Menschenrechtsverletzungen, Vertreibungen und gewaltsames Verschwindenlassen sind in Mexiko an der Tagesordnung, auch Spannungen innerhalb indigener Gemeinden nehmen dabei zu.

Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (FrayBa) in Chiapas arbeitet mit Aktivist*innen vor Ort zusammen, um gewaltsame Übergriffe zu dokumentieren, diesen entgegenzuwirken und bedrohte Personen/Gemeinden zu begleiten. Auf Anfragen der Gemeinden organisiert Frayba den Einsatz von Freiwilligen in sogenannten ‚Zivilen Friedenscamps‘ im Konfliktgebiet. Deutsche Partner*innen-Organisation ist Carea e.V. Diese bietet Vorbereitungsseminare für Menschen an, die als Menschenrechtsbeobachter*innen aktiv werden wollen. Die nächsten Seminare finden im Mai/Juni statt.

In Zusammenarbeit mit Carea e.V.

Ort: LiZ - Karolinenstraße 21a (Hinterhof) - Hamburg

Zeit:
19 Uhr

 

 

15.4.2019 - Die Organisierung der zapatistischen Frauen

Die Organisierung der Frauen bildet einen zentralen Bestandteil des zapatistischen Widerstands. Dieser war von Anfang gegen Kapitalismus UND Patriarchat gerichtet.

In der Veranstaltung berichten wir darüber, wie Widerstand und Organisation der zapatistischen Frauen aussieht und wie sich ihr Leben seit dem Aufstand von 1994 bis heute verändert hat. Angesichts der Politik der neuen Regierung unter Präsident Andrés Manuel Lopez Obrador (AMLO) sehen sich die Frauen heftigen Angriffen augesetzt: Wie gehen sie damit um? Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie sich ihr Widerstand mit den Kämpfen der Frauen von hier verbinden lässt.

Info-Teil offen für alle - Diskussion nur für Frauen, Lesben, Trans, Inter*

Ort: Infoladen Wilhelmsburg, Fährstraße 43, Hamburg-Wilhelmsburg

Zeit:
19 Uhr

 

 

7.5.2019 - Der Aufstand der Würde (Film)

Die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko

Die zapatistische Bewegung tausender indigener Männer und Frauen kämpft seit dem Aufstand vom 1.Januar 1994 für Land, Gesundheit, Bildung, Freiheit, Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit.

Die Film-Dokumentation führt in das Thema ein, gibt Einblicke in die selbstverwalteten Strukturen und erläutert die zapatistische Politik. Das Filmteam von Zwischenzeit e.V. reiste fünf Monate durch Südmexiko und Mittelamerika, um geplante und existierende Entwicklungsprojekte zu dokumentieren.

Die Filmemacherin von Zwischenzeit e.V. ist im März von einem weiteren Chiapas-Aufenthalt zurück gekommen und wird am Filmabend anwesend sein.

Anschließend Soli-Tresen.

Ort: Café Knallhart, Uni Hamburg, Von-Melle-Park 9, Hamburg

Zeit:
18 Uhr