Aurora Campo

Auch wenn immer mehr Frauen Ämter und Stellen in der Bewegung einnehmen, ist der Großteil der indigenen Frauen Kleinbäuerinnen. Eine davon ist Aurora Campo aus dem Resguardo Tacueyó. Mit der Machete in der Hand zeigt die 40-jährige die Kaffeefelder, die sie zusammen mit ihrem Mann bewirtschaftet, und erzählt: „Wir waren sieben Geschwister. Meine Mutter konnte sich keine Schule für uns leisten. Mit 15 Jahren, sehr jung noch, habe ich geheiratet und bekam meine erste Tochter. Wir waren sehr arm. Ich habe sehr viel durchgemacht, habe viel gearbeitet, alles Mögliche, um meine fünf Kinder zu ernähren. Dennoch fühlte ich mich oft schlecht, weil ich meinen Kindern keine gute Bildung ermöglichen konnte.“

Mit der Parzelle, die die Familie von der Selbstverwaltung erhalten hat, sowie der Mitgliedschaft in der CENCOIC gibt es nun eine gewisse wirtschaftliche Sicherheit. „Die Kooperative hat mir geholfen, den Boden, die Qualität, die Erträge zu verbessern. Und deshalb habe ich vor, voranzukommen, mehr zu erreichen, viel mehr Kaffee zu verkaufen.“ Und sie sagt: „Wir indigenen Frauen sind stark und sehr tüchtig. Wir machen und können alles: aussäen, die Männer versorgen, den Kaffee trocknen, alles, was ansteht. Wir tun, was es zu tun gibt, und warten nicht auf unsere Ehemänner.“

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