Aktuelles

News vom 20. März 2017

Die Zapatistas spenden Kaffee für den Widerstand hier


In einem neuen Kommuniqué "Die erste von mehreren" vom 16.3.2017 kündigen die Zapatistas an, dass sie 1 Tonne zapatistischen Kaffee aus den fünf Caracoles geröstet und verpackt haben und in die Welt schicken möchten, um Widerstände zu unterstützen!  Wir halten euch auf dem Laufenden, ob und wann ein Teil des Kaffees auch nach Deutschland geschickt wird und wo er erhältlich ist.

Das komplette Kommuniqué findet ihr auf Enlace Zapatista (auch in anderen Sprachen); hier könnt ihr einen großen Ausschnitt lesen:

"Nun, wir wir Euch gesagt haben, wir werden sehen, auf welche Weise wir Euch unterstützen können, damit Ihr den Widerstand und die Rebellion derjenigen, die verfolgt und durch Mauern abgetrennt werden, unterstützt.

Nun, wir sind bereits ein wenig voran gekommen. Die erste Tonne zapatistischen Kaffees für die Kampagne »Gegen die Mauern des Kapitals: Widerstand,
Rebellion, Solidarität und Unterstützung von unten und links« steht bereit.

Der Kaffee ist 100% Zapatista: Angebaut durch zapatistische Händen auf zapatistischem Land; von Zapatistas geerntet; unter der zapatistischen Sonne getrocknet; gemahlen durch zapatistische Maschinerie; die zapatistische Kaffee-Mühle ging durch Zapatista kaputt und wurde von Zapatistas repariert (es war ein nicht-zapatistisches
Geschicklichkeitsspiel); dann durch Zapatistas verpackt, von Zapatistas etikettiert und von Zapatistas transportiert. (...)

Dieser zapatistische Kaffee ist wohlschmeckender, wenn er kämpfend genossen wird.

Hier ein kleines Video der Tercios Compas, in dem der Ablauf – von der Kaffee-Plantage bis zur Lagerung – zu sehen ist. (...)

Wir hoffen, mit dieser ersten Unterstützung könnt Ihr Eure Unterstützungsarbeit für die Verfolgten und Diskriminierten der Welt, beginnen oder fortsetzen.

Vielleicht fragt Ihr Euch, wie das alles bis hin zu euren Winkeln gelangen wird. Nun, in der gleichen Form, wie es produziert wurde – das meint: sich organisierend.
Heißt auch: Es wird gebeten, sich nicht nur für das zu organisieren, sondern auch und vor allem für Unterstützungsaktionen all dieser Leute, die heutzutage wegen einer Hautfarbe, einer Kultur, eines Glaubens, einer Herkunft, einer Geschichte, eines Lebens verfolgt werden.

Und das ist für jetzt nicht alles. Erinnert euch immer daran: Es muss Widerstand geleistet, rebelliert, gekämpft und sich organisiert werden. (...)

Aus den Bergen des Südosten Mexikos.

Subcomandante Insurgente Moisés. Subcomandante Insurgente Galeano.

Mexiko, März 2017."


News vom 20. März 2017

Ein Grund zu feiern: Wir werden im Mai 5 Jahre alt!

Und wieder ist ein Jahr um und wieder nähert sich unser Geburtstag.

Im Mai 2012 haben wir mit unserem Kollektiv Aroma Zapatista gestartet. 5 Jahre danach möchten wir dieses feiern - und zwar am liebsten mit euch zusammen!

Und da sich eure Kalender bestimmt genauso schnell füllen wie unsere, laden wir euch hiermit schon mal ein: am 14. Mai möchten wir ab nachmittags mit euch feiern.

Kaffee/Kuchen/Klönschnack wird es auf jeden Fall geben - alles weitere geben wir euch noch bekannt!

In diesem Sinne: Save the dates und kommt nach Hamburg!

14. Mai: 5 Jahre Aroma Zapatista-Feier   +   rund um den G20-Gipfel am 7./8. Juli



News vom 20. März 2017

Frieden in Kolumbien?

Im Dezember 2016 führte der freie Journalist Knut Henkel ein Interview mit Andrés Antonio Almendra vom CRIC (Cauca/Kolumbien) über das Friedensabkommen. Das Interview, welches in Auszügen in der Tierra y Libertad Nr. 77 erschienen ist, könnt ihr hier im pdf-Format lesen: Frieden in Kolumbien?




News vom 13. März 2017

Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas/Mexiko

Im Mai und Juni habt ihr wieder die Gelegenheit, an einem der sehr guten Vorbereitungsseminare  von Carea e.V. teilzunehmen. Eure Unterstützung ist gefragt und sehr willkommen!

Termin:   18. bis 21. Mai und 22. bis 25. Juni 2017 bei Kassel

Falls ihr Fragen zur Menschenrechtsbeobachtung habt, sprecht uns auch gerne an. Zwei aus unserem Kollektiv können von ihren Erfahrungen berichten.


Und hier die Ankündigung von CAREA e.V.:

CAREA e.V. führt zweimal jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter*in in Chiapas/Mexiko durch.  Im November/Dezember wird es ein weiteres Seminar geben - auch zur Vorbereitung auf die internationale Begleitarbeit in Guatemala.

Die von CAREA e.V. vorbereiteten Freiwilligen erhalten ein Unterstützungsschreiben, das sie gegenüber unserer mexikanischen Partnerorganisation legitimiert. In Chiapas entsendet das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas internationale Freiwillige auf Anfrage lokaler Gemeinden für zweiwöchige Aufenthalte in zivile Friedenscamps in indigene Gemeinden.

Die von CAREA e.V. entsandten Freiwilligen sind Zeug*innen in den Konfliktregionen. Sie dokumentieren die Situation (allgemeine Entwicklung, Menschenrechtsverletzungen, Übergriffe, Truppenbewegungen) in den Gemeinden und begleiten bedrohte Personen. Sie gewährleisten den Informationsfluss mit unseren Partnerorganisationen, den Gemeinden vor Ort und CAREA e.V. in Deutschland.

Voraussetzungen für den Einsatz in Chiapas sind neben der Teilnahme am zweiteiligen Vorbereitungsseminar u.a. gute Spanischkenntnisse, Teamfähigkeit, physische und psychische Belastbarkeit, ein Mindestalter von 21 Jahren sowie die Eigenfinanzierung des Aufenthaltes.

In Vorträgen, Arbeitsgruppen und Rollenspielen werden grundlegende Kenntnisse vermittelt wie Geschichte und Politik Mexikos, Menschenrechte, aktuelle Situation in Chiapas, Aufgaben von Beobachter*innen, Verhalten in Konfliktsituationen etc.
Gemeinsame Pausen und Abendaktivitäten geben die Möglichkeit, sich gemeinsam auszutauschen.

Auch Menschen die sich noch nicht sicher sind, ob sie als Beobachter*in nach Chiapas gehen wollen, sind auf dem Seminar willkommen!

Seminarkosten: 140€ (inklusive Unterkunft und Verpflegung) zzgl. Fahrtkosten zum Seminarort und 10€ für den Chiapas-Reader (bestellbar im CAREA-Büro).
Anmeldeschluss ist der 8. Mai 2017 (Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.)

Weitere Informationen gibt es auf der carea-Webseite: www.carea-menschenrechte.de, über das carea-Büro: Tel: 030/ 42805666
oder über Mail: info@carea-menschenrechte.de

News vom 13. März 2017

Neues Kommuniqué der Zapatistas:
"Die Mauern oben, die Risse unten (und links)"

Im Februar 2017 ist ein sehr lesenswertes und interessantes neues Kommuniqué der Zapatistas erschienen, welches es mittlerweile auch auf deutsch gibt und wir euch nicht vorenthalten möchten.

Darin rufen sie einerseits zu einer weltweiten Kampagne auf und andererseits laden sie wieder zu verschiedenen internationalen Treffen im rebellischen Chiapas im April, Juli und Dezember ein.

Auf der Chiapas98-Webseite könnt ihr das Kommuniqué auf deutsch lesen.

In anderen Sprachen (und auch auf deutsch) findet ihr es auf der Webseite von Enlace Zapatista.


News vom 9. März 2017

Becollective Produkte wieder alle erhältlich!

Die leckeren Öle aus der Ernte 2016 und Salze des Kollektiv aus Kreta sind bei uns eingetroffen. Seit Januar letzten Jahres bis zur Ernte war auf Kreta kein Regen gefallen - O-Ton von Becollective "Die Bäume sind damit beschäftigt, nicht zu vertrocknen". Die Erntemenge ging um 60% zurück. Wir haben uns aus diesem Grund entschieden 1,00 € / 750 ml Kannister mehr an das Kollektiv als Soli-Unterstützungsaufschlag zu zahlen. Geschmacklich ist das Öl trotz alledem sehr gut ausgefallen. Lasst euch überraschen und euch verwöhnen

Griechenland erlebt neben Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel auch immer wieder einschneidende Steuererhöhungen auf Konsumgüter, unter anderem waren davon Bier und Kaffee betroffen. Angesichts dieses Drucks auf das alltägliche Leben bilden sich seit Beginn der Krise autonome, selbstverwaltete Strukturen heraus. Becollective ist zum Beispiel in Heraklion an einem autonomen Markt beteiligt, der zum größten Teil mit der lokalen und der Cryptowährung Faircoin funktioniert.

mehr Infos: Fair Coin und Fair Coop Markt

Eure Aroma Zapatistas

News vom 21. Februar 2017

Die neue Tierra y Libertad (Nr. 77) ist erschienen!

Eine neue interessante Ausgabe ist ab sofort erhältlich! Die Zeitschrift für Solidarität und Rebellion wird vom bundesweiten Ya-Basta-Netz herausgegeben.

Wie gewohnt legen wir
den Kaffeepaketen wieder ein Exemplar der aktuellen Ausgabe bei.
Falls du mehrere Exemplare haben möchtest und mithelfen kannst, diese unter die Leute zu bringen: wir können sie mit deiner Kaffeebestellung mitschicken. Sag einfach bescheid, wieviel du haben möchtest. Die Spende dafür überweist du dann bitte auf das Konto, welches wir dir mitschicken werden.
Da sich der Druck der Tierra y Libertad durch Spenden finanziert, freuen sich die Herausgeber_innen über deine Unterstützung!

Inhalt:

04   "Und sie hat gebebt": Kommuniqué von CNI und EZLN
07   Linke indigene Präsidentschaftskandidatin für Mexiko
08   "Wissenschaft für das Leben": Kongressbericht
10   Festival "CompArte für die Menschheit" in Chiapas
12   Von anderer Welt - Ser Internacionalista (Projekt Balumil)
13   ¡Wasser für Alle! - Die Kampagne ¡Agua para Tod@s!
14   Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas
16   Untersuchungsgruppe zum Mord an Berta Cáceres
17   Widerstände und Organisierung in Honduras
19   Interview: Frieden in Kolumbien?
21   Die Rojava-Revolution: Demokratie ohne Staat errichten
25   Alternativen stellen sich vor: Internationale Agrar-Polit-Vernetzung beim Reclaim-the-Fields in der KTS Freiburg
26   Alternativen stellen sich vor: We are born free! Empowerment Radio Berlin
28   Avahî- Solidarity Construction Rojava
30   Ya-Basta Berlin stellt sich vor
30   "Unsere Klassiker*innen": EZLN: Die Mauer und der Riss

 
Spendenvorschlag bei Verschickung mit den Kaffeepaketen:
Einzelexemplar   1 Euro
     5 Exemplare   4 Euro
   10 Exemplare   6 Euro
   20 Exemplare 10 Euro

Ihr könnt die Tierra y Libertad auch über folgende Mailadresse bestellen: abolandundfreiheit [at ]riseup.net

Weitere Infos und alte Ausgaben: www.tierra-y-libertad.de


News für den 8. Februar 2017

¡ZAPATISMO ACTUAL! - Infoveranstaltung in Hamburg

Info- und Diskussionsveranstaltung mit vielen Bildern und O-Tönen zu den neusten Entwicklungen in Chiapas und Mexiko. Das TATORT Kurdistan Café und Aroma-Zapatista haben Vertreter*innen der Gruppe B.A.S.T.A./Münster eingeladen:

am Mittwoch, 08.02.2017

um 19:00 Uhr - ab 18:30h Essen

im Centro Sociale, Sternstraße 2, Hamburg (gegenüber U3 Feldstraße)

Die zapatistische Bewegung, mit ihrer konkreten Selbstverwaltung in weiten Teilen des mexikanischen Bundesstaates Chiapas, ist wie die kurdische Bewegung ein wichtiger Bezugspunkt für linke Kämpfe weltweit geworden. Für eine aktuelle Einschätzung soll es um folgende Fragen gehen:

► Wie steht es um die emanzipatorischen Autonomieprozesse in den zapatistischen Regionen?

► Welche Schwierigkeiten, welche Fortschritte gibt es?

► Wieso interessieren sich die Zapatistas so stark für Künste und Wissenschaften?

► Wie ist ihr aktuelles Buch "Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra" zu verstehen?

► Welche Vorschläge bringen sie ein, um Menschen und Umwelt eine solidarisch-ökologische Perspektive zu bieten?

► Worum ging es bei dem Kongress "Die Zapatistas und die ConCiencas [in etwa: Wissenschaften mit Bewusstsein] für die Menschheit" zum Jahreswechsel 2016/17?

► Welche Dynamiken impliziert die Präsident*innenschaftskandidatur einer Frau des Indigenen Kongresses CNI, die auch von den Zapatistas unterstützt wird ?

► Wie können die Debatten und Praktiken der Zapatistas die außerparlamentarischen linken Organisationsprozesse in Europa und weltweit inspirieren?

Wir erhoffen uns eine fruchtbare Diskussion im Anschluss.

 

  

News vom 1. Februar 2017

Restpostenverkauf: Filterkaffee Minga 250g gemahlen verlässt das Sortiment

aufgrund schlechter Verkaufszahlen und wenig Lagerplatz wird die 250g-Packung Minga gemahlen unser Sortiment verlassen. Es gibt aber noch kleine Restbestände zu einem ab heute reduzierten Preis, die am besten bis Ende Juli getrunken werden sollten :)

 

 

News vom 23. Januar 2017

Die Lieferung vom Zitronengrastee verzögert sich

Leider müsst ihr noch ein wenig auf den Zitronengrastee warten: es gab Schwierigkeiten mit der Ernte, so dass noch nicht klar ist, wann wir die nächste Lieferung bekommen. Wir halten euch auf dem Laufenden...

 

 

News vom 21. November 2016

Neueste Kommuniqués der EZLN

Das letzte Kommuniqué vom 17. November von Subcomandante Insurgente Moisés und Subcomandante Insurgente Galeano. Bislang nur auf Spanisch. Schon bald werdet ihr es auch auf Deutsch auf der Seite http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ unter "comunicados" finden. Hier ganz kurz ein paar Kerninhalte - aber lest es am besten selbst: Das Kommuniqué erläutert, wie es zum Vorschlag kam, die Kandidatur einer indigene Frau bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in Mexiko zu unterstützen. Stellt gleichzeitig klar, dass diese Person aus den Reihen der CNI und nicht des EZLN sein wird und für Alle von unten und links sprechen und vernetzen würde. Gleichzeitig geht die EZLN davon aus, dass die Wahl nicht zu gewinnen ist, aber die Kanditatur einer indigenen Frau viel Aufmerksamkeit für die Belange der sogenannten  "pueblos originarios" und Organisations- und Vernetzungsprozesse hervorrufen könnte. Die Zapatistas werden selber nich wählen gehen, würden aber die Wahl der Kandidatin empfehlen, sofern nicht der CNI für eine Kandidatur entscheidet.

Kommuniqué "Una historia para tratar de entender" (17. November 2016)

Das nachfolgende Kommuniqué des EZLN ist eine Reaktion auf rassistische Reaktionen auf die Ankündigung, dass eine indigene Frau als Kanditatin bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in Mexiko aufgestellt werden wird. Hier auf Deutsch und auf Spanisch:

Kommuniqué "Es ist nicht die Entscheidung einer einzelnen Person" (13. November 2016)

Kommuniqué "No es decisión de una persona" (13 de octubre 2016)

 

 

News vom 9. November 2016

Unsere Kaffeesorten neu komponiert – doppelt rebellisch!

Neue Röstkaffeemischungen

Viele von euch haben es schon mitbekommen: Seit 2013 / 2014 hat sich der Kaffeerost (Pilzerkrankung der Kaffeepflanzen - spanisch la roya) in Chiapas / Mexiko ausgebreitet. Der Kaffeerost hat in den letzten Jahren von Region zu Region unterschiedlich zwischen 50% - 100% der Kaffee-Ernte zerstört.Für die zapatistischen Kaffeebäuer*innen stellt dies eine sehr schwierige Situation dar, da der Kaffeeanbau häufig die einzige Einnahmequelle ist. Seit Beginn der Kaffeerostkrise versuchen die Kaffeebäuer*innen, wahlweise durch Einsatz von Mikroorganismen den Kaffeerost zu bekämpfen oder durch Rodung und Wiederaufforstung der Kaffeefelder die Kaffeepflanzen zu erneuern. Langsam, langsam scheint sich eine Verbesserung der Lage abzuzeichnen. Während die Auswirkungen der Kaffeerostkrise in Chiapas seit langem stark zu spüren sind, bringt es für euch als Konsument*innen erst jetzt Veränderungen mit sich:

Wir hatten über lange Zeit Rohkaffeereserven der jeweils vorangegangenen Ernte, über die wir die geringeren Importmengen der letzten Jahre auffangen konnten. Diese sind jedoch mittlerweile aufgebraucht. Die zur Zeit verfügbare Menge an Rohkaffee ist zu gering, um euch bis zum Erhalt der nächsten Ernte im Frühsommer nächsten Jahres mit reinem zapatistischen Röstkaffee versorgen zu können. Wir standen angesichts dieser Situation vor einer schwierigen Entscheidung:1.) Euch für wenige Monate weiterhin 100% zapatistischen Röstkaffee anzubieten oder 2.) Unseren Filterkaffee Fuego y Palabra und den milden Espresso Intergaláctico zu gleichen Teilen mit zapatistischem Rohkaffee und Rohkaffee der indigenen Bewegung CRIC (Cauca / Kolumbien) zu mischen. Die erste Option hätte bedeutet, dass wir zu Beginn des Jahres 2017 hin kein Päckchen zapatistischen Röstkaffee mehr gehabt hätten. In diesem Fall hätten wir erst wieder ab Frühsommer 2017 mit der neuen Ernte reinen zapatistischen Röstkaffee gehabt. Das würde bedeuten, rund 6 Monate komplett ohne zapatistischen Röstkaffee zu sein. In Abwägung dieser Sachlage, haben wir uns entschlossen, ab November diesen Jahres den zapatistischen Rohkaffee mit dem des CRIC (Cauca / Kolumbien) zu mischen.Unsere neuen Sorten sind doppelt rebellisch, vereint im gleichen Kampf: Der Kampf der indigenen Gemeinschaften für Autonomie, Anerkennung ihrer Kultur und Rechte sowie gegen post-koloniale und transnationale Wirtschaftsstrukturen, welche Ausbeutung, Vertreibung und Umweltzerstörung bedeuten. Die Ähnlichkeiten der Kämpfe in Chiapas und dem Cauca inspirierte uns zu dem Namen „Fusión – Verschmelzung“. Ihr kennt diesen Namen schon vom kräftigen Espresso „Estrella Fusión“. Analog dazu heißen die neuen Mischungen „Fuego y Palabra Fusión“ und „Intergaláctico Fusión“. Um den Wiedererkennungswert für euch so hoch wie möglich zu halten, bleibt neben dem Namen auch das Design der Kaffee-Etiketten weitgehend unverändert.

Die Unterstützungsgelder in Höhe von 0,45 € / kg Röstkaffee gehen entsprechend des neuen Mischungsverhältnisses zu gleichen Teilen (50% - 50%) an die zapatistische Bewegung und den CRIC. Für ein Päckchen Filterkaffee „Fuego y Palabra Fusión“ 500g gehen also jeweils 0,12 € nach Chiapas und 0,12 € in den Cauca. Die Unterstützungsgelder werden ein Mal jährlich an die 5 zapatistischen Räte der Guten Regierungen (Juntas de Buen Gobierno) übergeben. Das Geld, welches wir über den Verkauf des kolumbianischen Kaffees sammeln, wird an den CRIC übergeben.

Was ändert sich noch:

Bio-Siegel fällt weg: Unser Rohkaffee der CENCOIC (Kooperative des CRIC) ist natürlich angebaut – gem. chemikalisch-physikalischer Analyse sind keine Pestizide nachweisbar – er ist jedoch nicht Bio-zertifiziert. Für die neuen Mischungen „Fuego y Palabra Fusión“ und „Intergaláctico Fusión“ hat dies zur Folge, dass sie nicht mehr wie gewohnt das europäische Bio-Siegel tragen dürfen, sondern als „umweltschonend angebaut“ bezeichnet sein werden.Neuer Geschmack:Auch im Hinblick auf die geschmackliche Veränderung, welche die neuen Mischungen mit sich bringen, haben wir uns diesen Schritt wohl überlegt. Der zapatistische und der kolumbianische Rohkaffee stammen aus unterschiedlichen Anbauregionen und haben jeweils andere Geschmacksnuancen. Wir sind sehr gespannt, wie die Komposition des zapatistische Rohkaffees mit seiner fruchtigen Note und dem kolumbianischen mit seinem Kakao-Vanille-Aroma bei euch ankommt. Wohl bekanntlich sind Geschmäcker sehr verschieden und so hoffen wir sehr, dass für alle weiterhin etwas dabei sein wird.

2.) Neue Preise

Der Verkaufsstart der neuen Röstkaffeesorten Fuego y Palabra Fusión und Intergaláctico Fusión hat eine neue Preiskalkulation erforderlich gemacht. Desweiteren haben wir nach dem Erhalt der diesjährigen Importe die Preise überprüft und anpassen müssen. Die Preise haben sich bei einigen Sorten ein wenig verringert, andere sind ein wenig teurer geworden. Im folgenden findet ihr die neuen Preise, welche ab dem 10. November gelten werden. In Kürze werden wir die aktuelle Preiskalkulation auf unsere Webseite stellen.


Mischungen aus zapatistischem und kolumbianischem Röstkaffee:

Fuego y Palabra Fusión 500g gemahlen: 7,80 €
Fuego y Palabra Fusión 500g ganze Bohne: 7,80 €


Milder Intergaláctico Fusión 250g gemahlen: 4,00 €
Milder Intergaláctico Fusión 500g ganze Bohne: 7,80 €


Kräftiger Estrella Fusión 250g gemahlen: 4,00 €
Kräftiger Estrella Fusión 500g ganze Bohne: 7,80 €


Rein kolumbianischer Röstkaffee:

Café Minga 250g gemahlen: 3,90 €
Café Minga 500g gemahlen: 7,60 €
Café Minga 500g ganze Bohne: 7,60 €

Milder Espresso Kintín 250g gemahlen: 3,90 €
Milder Espresso Kintín 500g ganze Bohne: 7,60 €

Rein zapatistischer Röstkaffee (handwerkliche Trommelröstung):

Kräftiger Espresso Preguntando Caminamos 250g ganze Bohne: 6,00 €
Kräftiger Espresso Preguntando Caminamos 500 g ganze Bohne: 11,50 €


Bei Fragen sprecht uns gerne an - eure Aroma Zapatistas

 

 

News vom 24. Oktober 2016

Aktuelle Kommuniqués der EZLN und dem CNI!

Vom 9. - 14. Oktober versammelten sich indigene Gruppen zum fünften Congreso Nacional Indígena (CNI - nationaler Indigener Kongress) im CIDECI-UNITIERRA in San Cristobal / Chiapas. Der Kongress wurde in Gedenken an den 20. Jahrestag der Gründung des Congreso Nacional Indígena einberufen. Zentrales Thema waren der indigene Widerstand vor dem Hintergrund der massiven Bedrohung ihrer Lebensformen- und welten durch neoliberale und postkoloniale Poltik. Als Ergebnis dieser Tage ist ein bemerkenswerte Übereinstimmung bekannt gemacht worden: Die indigenen Gruppen werden im Namen des CNI und der EZLN bei den Präsidentschaftswahlen in Mexiko im Jahr 2018 dabei sein.

Hier geht‘s zu Kommuniqués auf Deutsch:

Kommuniqué "Worte der Generalkommandantur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung zur Eröffnung des Fünften Nationalen Indigenen Kongresses" (11. Oktober 2016)

Kommuniqué "Damit die Erde in ihren Zentren erbebe" (14. Oktober 2016)

Kommuniqué "Fragen ohne Antworten, Antworten ohne Fragen, Räte und Ratschläge." (20. Oktober 2016)

 

Hier die Originalversionen in Spanisch:

Comunicado "Palabras de la Comandancia General del EZLN en la apertura del quinto Congreso Nacional Indígena" (11 de octubre del 2016)

Comunicado "Que retiemble en sus centros la tierra" (14 de Octubre del 2016)

Comunicado "Preguntas sin respuestas, respuestas sin preguntas, concejos y consejos." (20 de Octubre del 2016)

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

News vom 19. Oktober 2016

Das neue Buch der EZLN ist da!

"Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra" ist ins deutsche übersetzt und frisch bei uns eingetroffen.

In dem vorliegenden Band findet ihr Beiträge von EZLN-Aktivist*innen zu Theorie und Praxis ihrer zapatistischen Bewegung in Chiapas/Mexiko.
Aus einer persönlichen Perspektive analysieren die Beiträge kapitalistische Ausbeutung, rassistische Diskriminierung, patriarchale Unterdrückung und Naturzerstörung. Zugleich beschreiben die Aktivist*innen, wie sie ihre undogmatisch-linken Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Rechtsprechung, Produktion, Kooperativen, Agrarökologie, Medien und mexiko-weiter sowie globaler Vernetzung und Organisierung voranbringen. Der Band liefert hoch aktuelle authentische Analysen und Zeugnisse aus erster Hand – es schreiben die Akteur*innen einer der bedeutendsten aktuellen linken Widerstandsbewegungen weltweit.

>> mehr Informationen

 

 

News vom 19. Juli 2016

Abhilfe bei Problemen bei der Paketzustellung

Eine Bitte an Euch! Vielen von Euch ist bekannt, dass sich DPD Zustellungen manches Mal ein wenig schwierig gestalten. Wenn Zustellungen nicht klappen, erhaltet Ihr häufig keine Benachrichtigung durch DPD. Aus diesem Grunde bitten wir Euch, einige Hilfestellungen in Betracht zu ziehen:

a) Ihr könnt den Versand Eurer Bestellung online verfolgen. Zu diesem Zweck schicken wir Euch die Benachrichtigung, dass Euer Paket versendet wurde unter Angabe der Tracking-Nr. Vielmals können wir über Eure Rückmeldung, dass das Paket noch nicht da ist zeitnah mit DPD die auftretenden Hindernisse aus dem Weg räumen. Bzw. Ihr könnt selbst aktiv werden auf der Seite:  https://www.dpd.com/de_privatkunden. Hier könnt ihr bequem eine/n Nachbar*in bestimmen, an die/der das Paket übergeben werden kann, oder ähnliches, je nachdem welches Unwegbarkeit auftritt.

b) Wenn Ihr bei Aufgabe der Bestellung wisst, dass Ihr eventuell nicht immer zu Hause seid und niemand anderes das Paket für Euch annehmen kann, könnt Ihr Euch das Paket an einen Paketshop liefern lassen: https://www.dpd.com/de/home/versand/versand_moeglichkeiten/pickup_paketshop. Zusätzlich habt Ihr die Möglichkeit, den von DPD angebotenen Dienst „predict“ zu nutzen. Mit „predict“ werdet ihr zeitnah über den geplanten Zustellungstermin informiert.

c) Bitte achtet außerdem auf folgendes: Dass Euer Name am Klingelschild steht. Wenn es nicht drauf steht, nennt uns bitte die Namen derer, die auf dem Klingelschild stehen. Das vermerken wir entsprechend auf dem Paketschein.

Wenn Ihr Fragen dazu habt, meldet Euch sehr gerne bei uns!


Eure Aroma Zapatistas

 

 

News vom 19. Juli 2016

Auslandsversandkosten erhöhen sich

Anfang des Jahres hat DPD mal wieder seine Preise erhöht. Die Innlands-Versandkosten wurden von uns deshalb schon im Januar erhöht, nun folgen die Auslandsversandkosten. Wir haben sie an die Preiserhöhung von DPD angepasst und um 1,52 % erhöht. Im Webshop wird diese Erhöhung in den nächsten Tagen stattfinden, auf unserer Versandkostenliste findet ihr schon jetzt die neuen Preise (diesmal inkl. Mehrwertsteuer, die natürlich wegfallen, wenn ihr eine Umsatzsteueridentifikationsnummer habt).

 

 

News vom 12. Juli 2016

Verzögerungen beim Paketversand

Ihr seid es bislang gewohnt, dass eure Bestellungen meist von einem Tag auf den anderen versendet werden. Das können wir leider zur Zeit nicht immer aufrechterhalten, da wir ein wenig unterbesetzt sind und die Urlaubszeit naht. Wundert euch also bitte nicht, wenn euer Kaffeepaket mal etwas länger als gewohnt zu euch unterwegs ist.

Eure Aroma Zapatistas

 

 

News vom 16. Juni 2016

Fehlerhafte 250g gemahlen Röstkaffeepackungen

Bisweilen kommt es vor, dass 250g Röstkaffeepackungen fehlerhaft bei euch eintreffen. Dies betrifft alle Packungen 250g gemahlen. Es ist ein Fehler an der Schweißnaht, wegen dem Kaffeepulver austritt und sich in eurem Päckchen verteilen kann. Nach Rücksprache mit unserem Röster hat dies folgenden Grund: "Durch mögliche elektrostatische Aufladung der Folie während des Verpackungsprozesses ist Kaffee im Bereich der Kopfsiegelung haften geblieben. Bei der Siegelung der Folie und den Druck durch die Siegelbacken wurde der Kaffee durch die Folie gedrückt und führte so zu der Beschädigung." Solltet ein solches Päckchen bei euch eintreffen, meldet euch bei uns und wir erstatten es euch.

Entschudligt die Unannehmlichkeiten und Mehraufwand, die euch daraus entstehen!

Eure Aroma Zapatistas


 

News vom 31. Mai 2016

Zitronengrastee ist wieder da!

Diesmal hat es mit der Lieferung aus Chiapas ein wenig länger gedauert - Grund für die Verzögerung ist, dass die Weiterverarbeitung der Pflanze mit dem Kaffeeexport zusammen fiel. Jetzt ist der da und auch schon durch die bio-analytische Untersuchung durch. Diese ist wie gewohnt sehr positiv ausgefallen, der Zitronengrastee aus natürlichem + umweltschonenden Anbau ist wie immer rückstandsfrei.

 

 

22. / 24. und 25. April 2016

Veranstaltungsrundreise in Österreich: Wien, Linz, Graz

!Ya Basta!

Aktuelles zum Aufstand der EZLN in Chiapas/Mexiko - Soludarischer Handel mit zapatistischem Kaffee

 

Warum begannen am 1. Januar 1994 Zehntausende indigene Kleinbäuer*innen, die sich nach dem Revolutionsgeneral Emiliano Zapata ’Zapatistas’ nennen, im südmexikanischen Chiapas ihre Rebellion? Wie konnte es gelingen, autonome Parallelstrukturen zum repressiven mexikanischen Staat aufzubauen? Wie ist heute der Alltag in den zapatistischen Gemeinden? Wie steht es um die Situation und die Kämpfe der Frauen in der Bewegung?

Wie funktionieren die Arbeitskollektive und die Kooperativen, in denen sich Menschen autonom organisieren, die bis vor wenigen Jahren noch in sklaverei-ähnlichen Strukturen für Großgrundbesitzer schuften mussten? Wie arbeiten die Kaffee-Kooperativen der Zapatistas bzw. die Importkollektive in Europa und welche Bedeutung hat der solidarische Handel für die Bewegung? Was sind die Unterschiede zu den klassischen "fairen" Kaffeeanbieter*innen?

Welche politischen Initiativen hat die Zapatistische Befreiungsarmee EZLN gestartet, um ihre Rebellion unter dem Motto ’Alles für Alle!’ auszuweiten? Und wieso erfahren sie so viel solidarische Unterstützung in Mexiko und auf globalem Niveau?

Referent*innen: Aroma Zapatista, Hamburg & Gruppe B.A.S.T.A., Münster

 


Fr, 22.4. Wien // 19:30h //  Libreria Utopía // Preysinggasse 26-28

So, 24.4. Linz //17:00h

Mo, 25.4. Graz

 

News vom 21. März 2016

Veranstaltung zur Situation im Cauca / Kolumbien in Hamburg und Münster!

Veranstalter*innen: Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG und die Gruppe B.A.S.T.A. (MÜnster)

Hamburg:

Wann: Mittwoch, 13.4.2016 um 19:30h - Wo: Werkstatt3, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

Münster:

Wann:  Donnerstag, 14.42016 um 19:00 h - Wo: Baracke, Scharnhorststr. 100

Thema der Veranstaltung: "Tierra y Libertad in Kolumbien - Der Widerstand der indigenen Bewegung CRIC im Cauca"

 Landbesetzungen, Autonomie und solidarischer Kaffee-Handel

Seit 1971 kämpft der Regionale Rat der Indigenen im Cauca (CRIC) im Südwesten Kolumbiens gegen Unterdrückung, Landraub, politische Morde und die Vertreibung der indigenen Gemeinschaften durch Megaprojekte und die neoliberale Politik der kolumbianischen Regierung. Der CRIC ist die Organisation der indigenen Gemeinschaften für die eigene Regierung und die Verwirklichung der Autonomie in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Justiz, Umweltschutz und Produktion. Ihr Ziel ist das Weiterbestehen der indigenen Gemeinschaften, die Verteidigung der indigenen Territorien gegen die Ausbeutung durch Rohstoffkonzerne und der Kampf gegen die ungerechten Freihandelsabkommen mit den USA und Europa.

Um ihren Forderungen nach Ausweitung der kollektiven Territorien Nachdruck zu verleihen, besetzen die indigenen Gemeinschaften in der Region Cauca immer wieder Ländereien, auf denen von Agrarkonzernen beispielsweise Monokulturen von Zuckerrohr für die Herstellung von Agrosprit oder Pinien für die Papierproduktion angepflanzt werden.

Bis heute werden sie dabei von Sicherheitskräften des Staates und von den bewaffneten Banden der Großgrundbesitzer angegriffen. Doch der Widerstand geht weiter: Im Laufe der Jahre ist es der multi-ethnischen Bewegung nicht nur gelungen, acht indigene Bevölkerungsgruppen solidarisch zu organisieren, sondern auch dauerhafte Allianzen mit afrokolumbianischen Gemeinschaften, kleinbäuerlichen Organisationen und urbanen Gruppen aufzubauen, darunter Gewerkschaften, Frauenorganisationen oder Studierendenverbände. Gemeinsam konnten in den letzten Jahren immer wieder große Massenproteste in vielen kolumbianischen Städten und wochenlange Blockaden wichtiger Überlandstraßen durchgeführt werden.

Auf der Infoveranstaltung werden die Referenten Miguel Boller (Berlin) und Jochen Schüller (Hamburg) die Geschichte, die Widerstandspraktiken sowie den Aufbau autonomer Strukturen der indigenen Gemeinschaften und der großen sozialen Bewegung um den CRIC thematisieren. Ein weiteres Thema ist der solidarische Kaffee-Handel des Kollektivs Aroma Zapatista mit den kleinbäuerlich produzierenden Familien, die im CRIC organisiert sind, sowie Parallelen zur zapatistischen Bewegung in Chiapas/Mexiko.

 

News vom 11. März 2016

Protestbriefaktion zum Mord an Berta Cáceres

Wir würden uns freuen, wenn so viele wie möglich mitmachen:

http://hondurasdelegation.blogspot.de/2016/03/protestbriefaktion-zum-mord-berta.html

 

 

News vom 10. März 2016

Olivenöl + Salze wieder auf Lager!

Endlich ist es soweit: Das Olivenöl "Das Öl für das Getriebe der Bewegung" ist heute bei uns eingetroffen! Wir haben auch wieder die Gewürz-Salze + das Chili-Öl auf Lager. Schnuppert rein, bestellt und geniesst die damit verfeinerten Speisen!

 

 

News vom 3. März 2016

Kommuniqué zum Mord an Berta Cáceres

Eine traurige Nachricht: Berta Cáceres aus Honduras wurde ermordet. Berta war eine sehr beeindruckende indigene Lenca Kämpferin: Sie war Mitglied der Organisation COPINH, eine Kämpferin gegen Umweltzerstörung, neoliberale Projekte und für die Rechte der Indígenas.

Im folgenden das von COPINH veröffentlichte Kommuniqué. Bitte verbreitet es weiter, macht Aktionen, um Druck zu machen und dieses grausame Verbrechen anzuzeigen:

/La Esperanza, Intibuca, Honduras, 3. März 2016/

In tiefem und aufrichtigem Schmerz informieren wir über die niederträchtige Ermordung unserer Gefährtin, Mutter, Lehrerin, Schwester, Anführerin und Freundin Berta Cáceres, Gründerin des COPINH.

Unsere Berta wurde durch die Kugeln der Ungerechtigkeit, durch den Hass und den Rassismus ermordet, der unser Land regiert.

Heute beweinen wir ihren Tod, so wie den Tod der anderen Gefährt*innen, die in der Verteidigung des Flusses Gualcarque und der natürlichen Gemeingüter der Gemeinschaft der Lenca gestorben sind. Ihr Leben war das einer Kämpferin, das einer Kriegerin, die ohne Angst den unmoralischen Mächten dieses kapitalistischen, ausbeuterischen und unmenschlichen Systems entgegengetreten ist.

Dieses System, das nichts versteht von den Beweggründen, den Kämpfen, vom Leben und dem Respekt vor der Existenz der Personen, die in Frieden leben wollen, in Würde und mit voller Menschlichkeit.

Die Gefährtin Berta Cáceres wurde erst kürzlich in den Vereinigten Staaten mit dem Goldman Preis für die Verteidigung der Umwelt in Honduras ausgezeichnet, dieselbe Verteidigung, die heute mit ihrem Tod zum Schweigen gebracht werden soll.

Die Morde, die Todesdrohungen, die Kriminalisierung, die Verfolgung, die Stigmatisierung und die Diskriminierung sind Tatsachen, mit denen der COPINH seit seiner Gründung gekämpft hat und konfrontiert ist. Die Drohungen gegen Berta und die anderen Mitglieder der Organisation wurden immer national und international angezeigt. Dennoch haben die honduranischen Institutionen alles unternommen, um Gerechtigkeit zu verweigern und die Existenz des COPINH zu verleugnen.

Die Gefährtin Berta stand unter vorbeugenden Schutzmaßnahmen des interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte (CorteIDH) und dennoch wurde ihre Ermordung nicht verhindert. Wir weisen jegliche Form der Schuldabweisungen der honduranischen Regierung, seiner Institutionen und seiner Repressionsorgane zurück und machen diese direkt für die grausame Ermordung unserer führenden Repräsentantin verantwortlich.

Wir wissen sehr genau, wer sie ermordet hat. Wir wissen, dass es DESA und das Staudammprojekt Agua Zarca waren, finanziert durch den Entwicklungsfond der niederländischen Bank FMO, den finnischen Fond für industrielle Zusammenarbeit Ltd. FINNFUND, die zentralamerikanische Bank für wirtschaftliche Integration, die Unternehmen Siemens und VoithHydro aus Deutschland, das Unternehmen CASTOR (CASTILLO TORRES) CONSTRUCTORA CERROS DE COMAYAGUA, die Bank FICOHSA, die Unternehmergruppe der Familie Atala, die Regierung der Vereinigten Staaten durch das USAID-Proyecto MERCADO und SERNA mit der Komplizenschaft der honduranischen Regierung. All sie stehen dahinter und ihre Hände sind voll mit indigenem Blut,
Lenca-Blut, dem Blut von Kämpfer*innen.

*COPINH ruft die nationale und internationale Solidarität dazu auf, Aktionendurch zu fphren, die dazu beitragen, diese Vorfälle, die Politik der Aggression, die systematische Verletzung der Rechte der Lencas und die Strategien der Unternehmen zu stoppen und anzuzeigen. Strategien, die natürlichen Gemeingüter aufbrauchen und privatisieren. Wir rufen das honduranische Volk auf, sich im Zuge dieser Tragödie zusammenzuschließen, für unsere Rechte zu kämpfen und zum Ausdruck zu bringen, dass solche Vorfälle nicht wieder passieren.*

Wir bekräftigen unseren Kampf für den Río Gualcarque!

Wir bekräftigen unsere Verpflichtung mit dem Leben!

¡Wir fordern Gerechtigkeit!

¡Wir fordern das Ende der Straflosigkeit!

¡Wir fordern das Ende der Verfolgungen derjenigen, die die Rechte der indigenen Völker und der gesamten Gesellschaft verteidigen!

¡Wir fordern die notwendigen Veränderungen in unserem Land!

¡Wir fordern das Leben!

Sie wollten ihr Leben beenden, aber sie ist lebendiger denn je in uns.


¡Mit der Kraft unserer Vorfahren der Iselaca, Lempira, Mota, Etempica erheben sich unsere Stimmen voll von Leben, Gerechtigkeit, Würde, Freiheit und Frieden!

 

News vom 3. März 2016

Neueste Kommuniqués der EZLN!

Die EZLN hat Ende Februar innerhalb weniger Tage ein paar Kommuniqués veröffentlicht:

 

1.) Zapatistischer Aufruf zu Aktivitäten 2016:

 

1. Zum Festival und Ort des Austauschs "CompArte1 (Teile) für die Menschlichkeit" vom 17. - 30. Juni 2016

 

2. Zur "Feier zu Ehren des CNI (Congreso nacional indígena - nationaler indigener Kongresses)", der am 12. Oktober 2016 sein 20 jähriges Bestehen begeht.

 

3. 3. Zum Treffen „Der Zapatistas und der conCIENCIAS*2 für die Menschlichkeit", welches vom 25. Dezember 2016 - 4. Januar 2017 im CIDECI, San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, Mexiko, begangen wird.

Lest das ganze Kommuniqué: Zapatistische Aktivitäten 2016

 

2.) Erfahrungsberichte von Parteianhänger*innen in indigenen Gemeinden

Dieses Kommuniqué beschreibt, wie systematisch Einflussnahme staatlicher Stellen in nicht-zapatistischen Gemeinden betrieben wird, um u.a. die Interessen von multinationalen Unternehmen durchzusetzen: Erfahrungsberichte

 

3.) Jüngste positive Entwicklungen in den zapatistischen Gemeinden: Und in den zapatistischen Gemeinden?

 

 

News vom 29. Februar 2016

45 Jahre CRIC (Consejo Regional Indígena del Cauca)

Am vergangenen 24. Februar beging der CRIC die 45 Jahre ihres Kampfes für Land, Autonomie, Kultur und Identität! Zeitgleich zu den Feierlichkeiten, die vom 22. - 24. Februar begangen wurden, wurde ein Versammlung der zentralen Leitung des CRIC abgehalten. Dort ging es zentral um die Umsetzung der Abkommen mit der kolumbianischen Regierung, um zukünftige Mobilisierungen (unter anderem zum Thema Landnahme bzw. Rückgabe durch den kolumbianischen Staat) und um Analysen zum laufenden Friedensprozess.

 

Zur Zeit läuft der Friedensprozess zur Beilegung des bewaffneten Konflikts zwischen der Staatsregierung und den FARC (Fuerzas Armadas de Colombia - kolumbianische Guerillaorganisation) in Havanna / Kuba. Es gibt Einschätzungen darüber, was dieser Friedensprozess für die indigenen Gemeinschaften im Cauca bedeuten wird, die ein Besorgnis erregendes Panorama aufmachen: Dazu Miguel Boller (Cauca Experte): ".. die indigene Bewegung ist sich bewusst: Was von der Regierung als „Postkonflikt“ propagiert wird, bedeutet, dass die indigenen Gemeinschaften noch stärker als vorher für ihr Weiterbestehen auf dem Territorium werden kämpfen müssen. Die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos hat den Bau von über hundert Wasserkraftwerken in den bergigen Regionen Cauca und Huila angekündigt, für weite Teile des Cauca sind Erkundungsanträge internationaler Bergbaumultis anhängig. Das Interesse an den Reichtümern der Region betrifft nicht nur die Vorkommen an Mineralien wie Kohle, Gold und Nickel. Es sollen auch Wasserquellen privatisiert und an Großunternehmen verpachtet werden können. Und die großen Megaprojekte für die Region bieten den indigenen Gemeinschaften erschütternde Perspektiven: So soll nach dem IIRSA-Projekt eine Trasse für den Schwerverkehr quer durch Amazonien und die indigenen Territorien des Cauca gezogen werden, um die Baumstämme und Bodenschätze Amazoniens künftig über den Hafen von Buenaventura zu verschiffen. Gewissermaßen bedeutet der „Frieden“, der sich ankündigt, für die indigenen Territorien in Kolumbien eine Eskalation des Krieges gegen die Zivilbevölkerung. Es gibt Beispiele, wie Anfang 2016 in Tafxnu, Tierradentro, Cauca, die zeigen, wie das kolumbianische Militär heilige Stätten der indigenen Gemeinschaften, die bisher respektiert wurden, aufgrund deren strategischer Lage besetzt und zu Stützpunkten herrichtet."

 

Leider gibt es wenige weiter führende Informationen auf Deutsch - auf den folgenden Webseiten findet ihr nähere Informationen zu der Zusammenkunft des CRIC auf Spanisch:

 

Übersicht Zusammenkunft CRIC

 

Kommuniquè des CRIC

 

News vom 26. Februar 2016

Strafverfolgung gegen Subcomandante Marcos und zwölf weitere Aktivist*innen verjährt!

Ein Gericht in Mexiko Stadt teilte am Dienstag, 23. Februar mit, dass die dem Subcomandante Marcos vorgeworfenen Straftaten verjährt sind. Mehr dazu in folgendem Artikel: Strafverfolgung verjährt

 

News vom 21. Januar 2016

Die Versandkosten erhöhen sich leider

Trotz niedriger Kraftstoffpreise hat DPD zum 1. Januar 2016 erneut die Preise erhöht um durchschnittlich 1,5%. Da wir im Hinblick auf die Versandkosten sowieso eng kalkulieren, sehen wir uns leider gezwungen, die Erhöhung auf unsere Paketpreise umzulegen.Das Paket bis zu 2kg Röstkaffee kostet ab sofort 4,95 €, das Paket ab 2 kg bis zu einem Warenwert von 150,00 € kostet ab sofort 6,80 €.Vielen Dank für euer Verständnis!

 

News vom 06. Januar 2016

Die Zapatistas feiern den 22. Jahrestag ihres Aufstandes

Der 1. Januar 1994 ist vielen noch lebhaft in Erinnerung: Die Zapatistas machten mit einer der Besetzung von 5 Rathäusern zum ersten Mal weltweit auf sich aufmerksam. Jedes Jahr wird dem Beginn ihres Aufstandes mit Feierlichkeiten gedacht - so auch dieses Jahr. Hier findet ihr die Links zu einem dazu erschienenen Artikel von Luz Kerkeling im "Neues Deutschland" und einen Link zur deutschen Übersetzung der Botschaft der EZLN zum 22. Jahrestag.

 

Botschaft der EZLN zum 22. Jahrestag

Artikel von Luz Kerkeling

Botschaft der EZLN (veröffentlicht auf Chiapas98)

 

News vom 30. Dezember 2015

Informationen über die indigene Bewegung und CRIC (Cauca/Kolumbien)

Einige von euch sind sicherlich an mehr Hintergrund-Informationen über die Herkunft des Kolumbien-Kaffees, also über die indigene Bewegung und den CRIC (Regionaler Rat der Indígenas im Cauca) im Cauca/Kolumbien interessiert. Unser Ziel ist es, unsere Webseite Schritt für Schritt und so schnell es geht mit mehr Infos der interessanten Bewegung zu bestücken - die ersten Informationen findet ihr schon unter hier: Indigene Bewegung CRIC!

Diejenigen, die spanisch verstehen und schon mal mehr erfahren möchten: auf der offiziellen Webseite des CRIC sowie von ACIN (CRIC-Indigene aus dem Norden des Cauca) findet ihr zahlreiche Informationen.

 


News vom 18. Dezember 2015

Neu: „Lucha Amada II - Love music - Hate facism“

 

Der neue Benefiz-Sampler des Musikkollektivs Lucha Amada ist brandneu auf dem Markt. Die Texte der Lieder beschäftigen sich mit Rassismus - ein Problem, welches es gilt, mehr denn je, in die Öffentlichkeit zu bringen und bekämpft zu werden. Alle Erlöse aus dem Verkauf werden an antifaschistische Gruppen und Initiativen gespendet. Unter anderem geht ein Teil an NSU Watch NRW und an die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh.

 

News vom 15. Dezember 2015

Neu: Handwerkliche Kollektive Trommelröstung!

 

Seit heute haben wir zum ersten Mal auch einen handwerkliche Trommelröstung für euch im Angebot: Den kräftigen Espresso mit dem Namen Preguntando Caminamos (dt. „Fragend schreiten wir voran“ - ein zentraler Ausspruch der Zapatistas) . Es wird ihn in 250g Beuteln als ganze Bohne zum Preis von 6,00 € geben. Der Bio-Rohkaffee stammt von der zapatistischen Kooperative Yachil Xojobal Chulchán. Was uns besonders freut:  Diese handwerkliche Trommelröstung wird vom befreundeten Röstereikollektiv La Gota Negra (Hamburg Bergedorf) geröstet. Mehr Infos: www.la-gota-negra.de

 

 

News vom 15. Dezember 2015

Röstkaffee aus Kolumbien ist da!

Es ist soweit, nach Monate langer Planung + Umsetzung ist der Röstkaffee von der indigenen Bewegung CRIC aus Kolumbien frisch vom Röster bei uns am Lager angekommen.
Unsere 3 neuen Kaffeesorten: der Filterkaffee Café Minga und der milde Espresso Crema Kintín sind rein kolumbianische Röstungen. Der kräftige Estrella Fusión, ist eine Mischung aus zapatistischem und CRIC-Kaffee. Neu ist, dass wir mit dem Café Minga Filterkaffee jetzt auch Filterkaffee in 250g  gemahlen haben. Der Estrella Fusión löst den Estrella Negra ab - aber noch ist dieser verfügbar!

Preise

Filterkaffee Café Minga:
ganze Bohne 500g      Preis: 7,60 €
gemahlen 500g           Preis: 7,60 €
gemahlen 250g           Preis: 3,90 €  

Milder Espresso Crema Kintín:
ganze Bohne 500g      Preis: 7,60 €
gemahlen 250g           Preis: 3,90 €

kräftiger Espresso Estrella Fusión:
ganze Bohne 500g     Preis: 7,70 €
gemahlen 250g          Preis: 3,95 €

 

Filterkaffee Café Minga und milder Espresso Crema Kintín

Der Rohkaffee, den wir für diese beiden Röstkaffeesorten verwenden, stammt zu 100% von den Kaffeebäuer_innen der indigenen Bewegung CRIC (Consejo Regional Indígena del Cauca - dt. Regionaler Rat der Indígenas im Cauca). Beim umweltschonenden Anbau des Kaffees wird auf den Einsatz von Pestiziden und Insektiziden verzichtet. Es handelt sich um einen Hochland Arabica aus dem Cauca / Kolumbien.

 

Namen:

Aus dem beliebten, dem rein zapatistischen Estrella Negra ist der Estrella Fusión geworden. Wie der Name erraten lässt, haben wir dafür zapatistischen Rohkaffee mit dem des CRIC zusammen geröstet, als eine „Verschmelzung“ beider rebellischer Rohkaffees zu einem starken, kräftigen Espresso.

Den Namen für den Filterkaffee Café Minga haben wir ausgewählt, da er auf zweierlei Ebene eine wichtige Rolle spielt. Der Begriff Minga steht zum Einen für Kollektivarbeit, die im Dienst der Gemeinde geleistet wird. Es ist ein traditionelles Konzept, welches einen wichtigen Grundpfeiler des Zusammenlebens darstellt. Zum Anderen bezeichnet Minga Mobilisierungen zu großen Protesten und Demonstrationen, welche maßgeblich vom CRIC mit initiiert werden. Mit diesen politischen Mitteln werden die Forderung nach Land und der Widerstand gegen multinationale Projekte auf die Straße gebracht.

Der milde Espresso Crema Kintín geht zurück auf einen der wichtigsten indigenen Kämpfer für indigene Rechte Kolumbiens des 20. Jahrhunderts: Manuel Quintín Lame Chantre (1880-1967). Der jahrelang andauernde Kampf um indigene Rechte trug 1938 Früchte, als angeordnet wurde, den Indigenen im Cauca zwei „resguardos“ (dt. "Reservate") zurückzugeben. Der Kampf der Indigenen des Cauca wurde weiter geführt. Unter anderem gründete sich 1971 der CRIC (vgl. Infos unten).

Nach zahlreichen Morden von regionalen indigenen Führungspersönlichkeiten im Cauca, sahen viele Indígenen keine andere Möglichkeit, als im Jahr 1984 die bewaffnete Bewegung „El Quintín Lame“ zu gründen, in der auch Indígenas des CRIC aktiv waren. Von Waffen wurde, im Gegensatz zu anderen bewaffneten Gruppierungen, nur Gebrauch gemacht, wenn Ländereien und die Autonomie der indigenen Bevölkerung bedroht war. 1991 wurde ein Friedensabkommen zwischen „el Quintín Lame“ und der kolumbianischen Regierung unterzeichnet, woraufhin „el Quintín Lame“ die Waffen nieder legte. Folgende Zusicherungen umfasste es: Zuweisung von Land, Anerkennung der eigenen Kultur, und der indigenen Selbstverwaltung, sowie die Aussendung eines indigenen Vertreters in die Nationalversammlung. Ebenso wurde fest gelegt, dass der kolumbianische Staat Gelder für die Bedürfnisse der indigenen Gruppen zur Verfügung stellt.


 

Der Regionale Rat der Indigenen im Cauca (CRIC)

Seit seiner Gründung im Jahr 1971 wird der Regionale Rat der Indigenen im Cauca (CRIC) verfolgt und kriminalisiert. Damals wollten Großgrundbesitzer und regionale Politiker und ihre bewaffneten Schergen eine Indigene Bewegung und Organisierung im Keim ersticken. Doch die Selbstorganisierung der Indigenen im Cauca konnten sie nicht verhindern. Der Widerstand gegen Kolonialisierung und Unterdrückung hat eine lange Geschichte und führte 1971 zur Gründung des Regionalen Rates der indigenen Gemeinden im Cauca, dem Consejo Regional Indigena del Cauca. Damals standen besonders der Kampf gegen die „terraje“ – eine Art Frondienst, sowie die Frage nach eigenem Land im Vordergrund des Kampfes der indigenen Bevölkerung, die hauptsächlich als Kleinbäuer_innen ihr Überleben bestritten.

Diese Selbstorganisierung der Indigenen im CRIC begann im kleinen Ort Jambaló im Norden des Cauca. Diese Region ist seither als widerständig bekannt und ist auch heute der Ausgangspunkt vieler Proteste und Mobilisierungen.

Der CRIC vertritt heute einen Großteil der indigenen Bevölkerung im Cauca. Dazu zählen verschiedene indigene Gruppen („pueblos indigenas“): die Nasa (Páez), Misak, Totoroez, Yanakona, … die alle ihre eigene Kultur und Identität und – mit Ausnahme der Yanakona – auch ihre eigene Sprache behalten haben.


 

 

News vom 28.10.2015

Kaffeekrise durch Klimawandel!


Am Beispiel Mexiko und Kolumbien


"Klimawandel" ist zu einem zentralen Thema auf der globalen Agenda geworden - besonders im Zuge der Klimakonferenz COP 21 in Paris im Dezember 2015. Der Sozialforscher Antoine Libert (Mexiko) hat kleinbäuerlich-indigene Kaffeeproduzent*innen in Chiapas/Südmexiko begleitet und Zusammenhänge zwischen Klimawandel und der Kaffeekrankheit Roya (dt.: Kaffeerost) untersucht. Der Kaffeerost, der in den letzten Jahren in Süd- und Mittelamerika weite Teile der Kaffee-Ernten zerstört hat, hat seit 2012 auch Mexiko erreicht.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Kaffeeanbau? Was bedeuten die Ernteausfälle für die Kaffee-Produzent*innen? Welche alternativen Handlungsmöglichkeiten gibt es? Und wie können hierzulande solidarische Importkollektive und  und Konsument*innen auf die Krise reagieren? Eine Aufzeichnung von der Veranstaltung zu diesem Thema, welche Mitte November in Hamburg statt fand, könnt ihr hier bald anklicken...!

 

News vom 28.10.2015

NEU: Zitronengrastee nun auch in größeren Packungen erhältlich

Die Viel-Zitronengrastee-Trinker_innen unter euch können ab sofort den Tee in größeren Einheiten bestellen:

250g für 13,25 €
500g für 26,50 €

Falls ihr Interesse habt, schreibt es bei eurer Webshop-Bestellung ins Feld "Kommentar", mailt uns oder ruft uns an.
Hier gehts direkt zum Zitronengrastee.

 

News vom 30. September 2015

Menschenrechtsbeobachter*innen für Chiapas gesucht!


Liebe Leute,
es ist wieder soweit: ein neues Carea-Vorbereitungs-Seminar steht an.
Für alle Interessierten, die als Menschenrechtsbeobachter*in nach Chiapas gehen möchten, haben im November/Dezemberi wieder die Gelegenheit, an einem der sehr guten Vorbereitungsseminare  von Carea e.V. teilzunehmen.
Die Situation in Chiapas ist angespannt - Eure Unterstützung ist gefragt und erwünscht!

Falls ihr Fragen zur Menschenrechtsbeobachtung habt, sprecht uns gerne an. Zwei aus unserem Kollektiv können von ihren Erfahrungen als Menschenrechtsbeobachterinnen berichten.

und hier die Ankündigung von CAREA e.V.:

CAREA e.V. führt zweimal jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter/in in Chiapas/Mexiko durch. Das nächste Seminar findet vom 12.11. bis 15.11. und vom 10.12. bis 13.12. 2015 in der Nähe von Kassel statt.

In Vorträgen, Arbeitsgruppen und Rollenspielen werden grundlegende Kenntnisse und spezifische Themen vermittelt wie Geschichte und Politik Mexikos, Menschenrechte, aktuelle Situation in Chiapas, Aufgaben von Beobachter/innen, Verhalten in Konfliktsituationen.

Am Seminar können auch Leute teilnehmen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie als Beobachter/in nach Chiapas gehen wollen.

Weitere Informationen (auch über das Vorbereitungsseminar für Guatemala) gibt es auf der Internetseite www.carea-menschenrechte.de, per Telefon: 030/42 80 5666 oder per Mail: info@carea-menschenrechte.de

 

News vom 29. September 2015

CAREA Spendenaufruf

20 Jahre Solidarität mit Guatemala und Mexiko!

Liebe Freund*innen, liebe Unterstützer*innen,

CAREA hat Geburtstag und wird 20 Jahre alt.

Wir wollen diesen runden Geburtstag auch dazu nutzen, uns kritisch
mit unserer Arbeit auseinanderzusetzen und aktuellen Anforderungen
gerecht zu werden. Die Frage nach dem besten Umgang mit alten und neuen
Herausforderungen im Rahmen unserer ehrenamtlichen Arbeitsweise
beschäftigt uns dabei genauso wie die Frage, wie wir die finanzielle
Grundlage für unsere Arbeit schaffen bzw. erhalten können.

Zwar sind schon 1992 erstmals Freiwillige mit CAREA ausgereist, um sich
durch ihre physische Präsenz für den Schutz von rückkehrenden
Bürgerkriegsflüchtlingen und intern Vertriebenen einzusetzen, doch erst
1995 konstituierte sich CAREA als e.V. Seitdem hat sich vieles in
unserer Arbeit verändert: Heute begleiten wir in Guatemala nicht mehr
die Rückkehr von Geflüchteten, sondern Zeug*innen, die bedroht werden
aufgrund ihrer Aussagen im Prozess um die Aufarbeitung des von den
guatemaltekischen Militärdiktaturen an der Mayabevölkerung begangenen
Völkermordes. Außerdem begleiten „CAREAs“ heute guatemaltekische
Menschenrechtsverteidiger*innen, die sich für die Verteidigung von
kulturellen, politischen und Landnutzungsrechten sowie für
Ernährungssouveränität einsetzen.

Seit nunmehr 16 Jahren gibt es auch ein Projekt in Chiapas, Mexiko. Die
„CAREAs“ beziehen dort campamentos civiles de la paz (zivilen
Friedenscamps), um Menschenrechtsverletzungen gegenüber den indigenen
Dorfgemeinschaften durch paramilitärische Einheiten und reguläre
mexikanische Truppen zu dokumentieren. Ihre Präsenz hat vor allem einen
präventiven Charakter, erfolgt nur auf Anfrage durch die Gemeinden und
orientiert sich an den Grundsätzen der Gewaltfreiheit und
Nicht-Einmischung. In Deutschland bereiten wir nach wie vor jährlich
dutzende Freiwillige auf die Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas bzw.
die Internationale Begleitung in Guatemala vor. In mehrtägigen
interaktiven Workshops erhalten die Freiwilligen einen Einblick in die
Geschichte, soziale Situation und das politische System der jeweiligen
Länder, werden für die Einsätze in indigenen Gemeinden sensibilisiert
und diskutieren Widersprüche und Herausforderungen internationaler
Solidaritätsarbeit. Die Vorbereitung der Freiwilligen wird bei den
Partnerorganisationen vor Ort sehr geschätzt. Nach ihrer Rückkehr können
Freiwillige Ihre Erfahrungen in Nachbereitungsseminaren reflektieren und
aufarbeiten. Darüber hinaus sind wir mit anderen Gruppen und
Organisationen vernetzt, um auch vor Ort Verantwortlichkeiten deutlicher
benennen zu können und stärkeren Druck auf die deutsche und europäische
Politik auszuüben. Regelmäßig begleiten wir in diesem Rahmen auch
Menschenrechtsverteidiger*innen aus Guatemala und Mexiko auf Rundreisen
in Deutschland und organisieren Informationsveranstaltungen.

Trotz der genannten Veränderungen bleibt der Kern der Arbeit derselbe.
Nach wie vor kommt es zu schweren Menschenrechtsverletzungen in
Guatemala und Mexiko. Das gewaltsame Verschwindenlassen der 43
Student*innen aus Ayotzinapa im vergangenen Jahr stellt in diesem
Zusammenhang nur den Gipfel des Eisberges dar. Die
Menschenrechtsbeobachtung soll heute wie damals Schutz für diejenigen
bieten, die in ihrem Einsatz für Autonomie und Menschenrechte selber zur
Zielscheibe von Gewalt werden.

Unsere Arbeit ist nur in Kooperation mit den Partner*innen vor Ort
möglich. Seit vielen Jahren arbeiten wir mit dem renommierten
Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas (Frayba) im
südlichsten mexikanischen Bundesstaat Chiapas zusammen. Frayba arbeitet
schwerpunktmäßig zu Menschenrechtsverletzungen an der indigenen
Bevölkerung und koordiniert den Einsatz der internationalen
Freiwilligenteams zur Menschenrechtsbeobachtung. In Guatemala sind wir
Teil des internationalen Netzwerkes ACOGUATE, das aus 11 Organisationen
aus Europa und Nordamerika besteht und sich der unmittelbaren Begleitung
von gefährdeten Menschenrechtsverteidiger*innen und Zeug*innen widmet.

Unsere Arbeit wird zwar ehrenamtlich getragen, dennoch fallen stetig
Kosten an, die wir nur unzulänglich aus Fördermitteln decken können. Um
auch die nächsten Jahre erfolgreich arbeiten zu können und neue Ideen
umzusetzen, möchten wir Dich um Unterstützung bitten. Da die Arbeit von
CAREA ohne die Partner*innen in Guatemala und Mexiko unmöglich wäre und
diese im Zuge der Kriminalisierung von regierungskritischen
Menschenrechtsorganisationen auf internationale Gelder angewiesen sind,
bitten wir Dich um Unterstützung. Dein Geburtstagsgeschenk ermöglicht es
uns und unseren Partner*innen, die Arbeit der Menschenrechtsbeobachtung
und der Schutzbegleitung bedrohter Menschenrechtsverteidiger*innen auch
in den nächsten Jahren fortzusetzen.

Die Spenden gehen zu jeweils einem Drittel an CAREA, Frayba und
ACOGUATE. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Bitte überweise Deine
Spende unter Angabe des Verwendungszweckes „Zwanzig Jahre CAREA“ auf
folgendes Konto. Wir kümmern uns dann um die Weiterleitung an unsere
Partnerorganisationen. Auf Wunsch stellen wir auch gerne
Spendenquittungen aus.

Kontoinhaber: CAREA e.V.
IBAN: DE08 5001 0060 0753 6716 07
BIC: PBNKDEFF
Postbank Frankfurt

Vielen Dank und solidarische Grüße
Die CAREAs

Mehr Infos zu CAREA unter: http://carea-menschenrechte.de/

 

News vom 15. Juli 2015

Zitronengrastee wieder zu haben!

Schon vor einigen Wochen haben wir die erste der zwei erwarteten Lieferungen des Zitronengrastees aus Chiapas bekommen; nun ist auch die zweite Lieferung angekommen und wir haben bereits das Laborergebnis von unserer eingeschickten Probe erhalten: Wie erwartet wurden keinerlei Spuren von Salmonellen oder Schimmelpilzen gefunden, so dass wir den Verkauf aufnehmen können! Wir freuen uns, dass wir dieses Mal nur im Schatten getrockneten Tee bekommen haben: Dieser Tee ist damit um einiges aromatischer als der vorherige! :-)

 

Testphase: In Chiapas abgefüllter Tee

Erstmalig haben die zapatistischen Compas direkt einen Teil des Tees in 50g-Tüten abgefüllt. Durch das Abpacken des Tees bleibt ein Teil des Mehrwertes direkt bei den zapatistischen Compas in Chiapas. Zunächst haben wir nur einen Teil abpacken lassen, da wir testen möchten, wie gut das Aroma in den Tüten erhalten bleibt. Es gab aluminiumbeschichtete Tüten und reine Papiertüten zur Auswahl - wir haben uns für die umweltfreundlichere Papiervariante entschieden und hoffen, dass es zu keinem nennenswerten Aromaverlust kommt. Falls ihr eine in Chiapas abgepackte Teetüte bekommt: Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen bezüglich des Aromas!

 

Preis: Preiserhöhung von 2,55€ auf 2,65€ für 50g Tee

Da wir die Kosten bisher sehr knapp kalkuliert haben, mussten wir den Tee dieses Mal um 10 Cent pro 50g erhöhen. Zum einen haben wir das arbeitsintensive Abpacken in der Kalkulation stärker berücksichtigt und zum anderen auch die erhöhten Versandkosten: der in 50g Tüten abgefüllte Tee ist wesentlich voluminöser und somit im Versand teurer als lose verpackter Tee. Wir hoffen auf euer Verständnis und dass Ihr auch weiterhin zu den Genießer_innen des zapatistischen Tees gehört!

 

Und zu guter Letzt freuen wir uns, wenn Ihr mithelft den Tee zu bewerben: die zapatistischen Compas könnten uns wesentlich mehr Tee schicken und würden sich darüber sehr freuen, aber wir können ihnen natürlich nur mehr abnehmen, wenn es hier mehr Teetrinkende gibt... Besten Dank!

 

News vom 22. Juni 2015

Kaffeepreiserhöhung zum 1. Juli 2015

 

Wir müssen (leider) unsere Kaffeepreise anheben:

 

Zur Zeit verrösten wir den Rohkaffee der Ernte 2013 / 2014. Wenn der Rohkaffee einer „neuen“ Ernte angebrochen wird, ist für uns der Zeitpunkt gekommen, unsere Preise neu zu kalkulieren. Das haben wir getan, mit dem Ergebnis, dass sich unsere Röstkaffeepreise ein wenig verteuern werden. Was bei unserer Kalkulation an Faktoren einfließt, stellen wir euch weiter unten vor. Zunächst einmal möchten wir euch die Preise auf Basis der Kalkulation vorstellen:

 

Unsere neuen Kaffeepreise ab dem 1. Juli 2015:

 

Bio-Fuego y Palabra gemahlen oder Bohne 500 g: 7,85 € - (Erhöhung um 20 Cent)

 

Bio-Intergalactico gemahlen 250 g: 4,10 € - (Erhöhung um 10 Cent)

Bio-Intergalactico Bohne 500g: 7,85 € - (Erhöhung um 20 Cent)

 

Estrella Negra gemahlen 250 g: 4,05 € - (Erhöhung um 20 Cent)

Estrella Negra Bohne 500 g: 7,80 € - (Erhöhung um 30 Cent)

 

 

Was bedeutet die Preiserhöhung für eure Tasse Kaffee?

 

Umgerechnet auf eine einzelne Tasse Kaffee macht sich die Preiserhöhung kaum bemerkbar:

Der Preis für eure Tasse Filterkaffee am Morgen steigt von ca. 10,70 Cent auf 10,99 Cent - das klingt doch gar nicht so viel, oder :-)

 

 

Die Gründe für die Preiserhöhung:

 

1) Erhöhte Transportkosten

 

Die Kaffeepflanzen waren bei der Ernte 2013 / 2014 in kleinen Teilen bereits vom Kaffeepilz „roya“ befallen, Dies hatte zur Folge, dass die Rohkaffeemengen sich im Vergleich zum Vorjahr verringert hatten.

 

Rohkaffeeimporte werden per Seefracht in Containern durch geführt. Der kleinste ist ein 20' Container – eine Größe, mit der wir unseren Rohkaffee zu importieren pflegen. Jede Kaffeekooperative wickelt ihre Exporte für sich ab. Aus diesem Grund kann es passieren, dass ein 20' Container nicht ausgelastet ist und auch nicht mit Rohkaffee einer anderen Kaffeekooperative aufgefüllt wird. Normalerweise werden 250 Sack Rohkaffee à 69 kg in einem 20' Container verladen.

 

Die Transportkosten werden auf das kg Rohkaffee runter gerechnet *. Als Beispiel: Für den Container der Kaffeekooperative Ssit Lequil Lum haben wir 2052,75 € bezahlt. Bei 250 Sack Rohkaffee à 69 kg (17250 kg) wären auf 1 kg Rohkaffee 0,12 € Transportkosten entfallen. Da wir nur 175 Sack Rohkaffee importiert haben, erhöhte sich der Anteil für 1 kg Rohkaffee proportional auf 0,18 € - ein Mehr von 0,06 € / kg Rohkaffee. Den Rohkaffee dieser Kaffeekooperative verwenden wir ausschließlich für den Estrella Negra, so dass hier die höheren Transportkosten stärker zu Buche schlagen, als bei den anderen Sorten.

 

 

* Das beinhaltet die Seefrachtkosten ex Versandhafen Veracruz (Mexiko) bis einschließlich Übernahme am Lager in Hamburg

2) Währungsschwankungen

 

Anhand des Rohkaffeeimports von der Kaffeekooperative Yachil Xojobal Chulchán möchten wir euch das Thema der Währungsschwankungen ein wenig deutlicher machen: Für die Ernte 2014 / 2015 zahlten wir im Januar diesen Jahres als Vorfinanzierung für 172 Sack 1.044.384 MXN (88 MXN / kg) an die Kaffeekooperative. Die Restzahlung von 326.759,5 MXN haben wir im Mai überwiesen – in Euro 19.694,92 €. Die Wechselkurse (hier Euro / MXN) verändern sich laufend. Hätten wir z.B. im Januar für bereits die Restzahlung geleistet, hätten wir nur 18.566,94 € für die gleiche Menge an mexikanischen Pesos aufbringen müssen und der Rohkaffee hätte uns nur 5,00 € / kg gekostet. So jedoch erhöhte allein die Währungsschwankung den Preis um 0,12 € / kg.

 

 

3) Erhöhung des Rohkaffeepreises

 

Entgegen der Entwicklung des Rohkaffeepreises auf dem Weltmarkt haben wir den Preis für das kg Rohkaffee von Ernte zu Ernte erhöht. Hier eine kurze Übersicht:

 

Ernte 2012 / 2013:

Yachil Xojobal Chulchán: 80 MXN /Yochin Tayel K'inal: 80 MXN / Ssit Lequil Lum: 77 MXN

 

Ernte 2013 / 2014:

Yachil Xojobal Chulchán: 85 MXN /Yochin Tayel K'inal: 85 MXN / Ssit Lequil Lum: 83,5 MXN

 

Ernte 2014 / 2015

Yachil Xojobal Chulchán: 88 MXN

 

2013 / 2014 begannen wir, den Preis für den offiziell Bio-zertifizierten und den Preis für den von der Kaffeekooperative Ssit Lequil Lum selbst-zertifizierten Rohkaffee anzugleichen. Ursprünglich gab es einen Unterschied von 5 MXN / kg. Er sollte in zwei Schritten für die Ernte 2014 / 2015 komplett angeglichen sein. Dazu kam es leider nicht, da Ssit Lequil Lum dieses Jahr nicht exportiert hat. Grund dafür ist der Kaffeerost. Ssit Lequil Lum sowie auch Yochin Tayel K'inal hatten geringe Erntemengen, weswegen sie entschieden, den Rohkaffee auf dem lokalen Markt zu verkaufen.

 

 

4.) Unsere Kostensituation

 

Bislang haben wir es ein wenig vernachlässigt, unsere grundlegende Kostensituation der aktuellen Einnahmen-Kosten-Bilanz anzupassen. Zu Anfang Januar diesen Jahres erhöhten wir u.a. deshalb unsere Versandkostenpreise. Dies war zum einen einer Erhöhung seitens DPD geschuldet, zum anderen der Tatsache, dass die Kosten für den Versand höher als von uns geplant sind. Selbst mit der Anhebung der Versandkosten sind die Kosten im Paketversand noch nicht gedeckt.

 

Eine ausführliche Bestandsaufnahme hat ergeben, dass wir leider noch nicht Kosten deckend arbeiten. Einerseits bedeutet es für uns, verstärkt zu gucken, die Kosten niedrig zu halten bzw. zu verringern, ohne jedoch unsere Ansprüche an Umweltaspekte z. B. beim Flyer drucken zu vernachlässigen. Andererseits haben wir entschieden, weitere Kosten dem Röstkaffee-Einstandspreis zu zuordnen, was so auch üblich ist, wir bislang jedoch anders gehandhabt haben. Die Finanzierungskosten (Währungsschwankungen, Zinszahlungen für unsere Darlehnsgeber_innen) beim Rohkaffeeeinkauf sowie die Umfuhrkosten (Röstkaffee) haben wir in den Röstkaffee-Einstandspreis jetzt mit eingerechnet. Siehe unsere Beispielrechnung: Link

 

 

Falls ihr Fragen habt, sprecht uns gerne an! Wir hoffen, dass Euch die neuen Preise nicht davon abhaltet, unseren Kaffee zu kaufen und damit die Zapatist_innen zu unterstützen.

 

Wir wünschen Euch weiterhin leckeren Genuss beim Kaffeetrinken!

 

Euer Kaffeekollektiv Aroma Zapatista

 

News vom 16. Juni 2015

Kaffeestand auf der Fusion 2015

Für alle, die auf der Fusion sind und auch dort nicht auf unseren leckeres Kaffee verzichten wollen: ihr findet uns auf dem „Platz der Kosmonauten“ - See you there!

 

News vom 8. Juni 2015

Neue "viva la autonomía"- T-Shirts

Wir haben neue T-Shirts für euch drucken lassen: Ein sommerliches Mittelblau mit rotem Aufdruck und das klassische Schwarz mit rotem Aufdruck. Also greift zu, solange der Vorrat reicht!

Eure Aroma Zapatistas

 

News vom 2. Juni 2015

Bald neu im Sortiment: Kaffee von der CRIC aus Kolumbien!

 

Es freut uns, euch mitteilen zu können, dass wir aller Voraussicht nach zum Herbst / Winter diesen Jahres einen neuen Kaffee ins Sortiment aufnehmen: Kaffee von der CRIC (Consejo Regional Indígena del Cauca -Regionaler indigener Rat aus dem Cauca) aus dem südwestlichen Bundesstaat Kolumbiens, dem Cauca. Die Indigenas, die bereits 1971 die CRIC gegründet haben, kämpfen für Land, Anerkennung ihrer Kultur und Autonomie, sowie gegen Ausbeutung, Unterdrückung und gezielten Tötungen: jahrzehntelang wurden viele Indigene gezielt umgebracht und auch weiterhin kommt es zu tödlichen Übergriffen. Durch große Mobilisierungen konnten und können die indígenas große Fortschritte in den Bereichen Landrechte und Selbstverwaltung erzielen. Anfang des Jahres ist eine compañera von Aroma Zapatista erstmals nach Kolumbien gereist, um diese Bewegung und deren Kaffeekooperative CENCOIC kennenzulernen. Die Treffen waren sehr interessant und vielversprechend. Die ersten Schritte im Hinblick auf einen ersten Kaffeeimport wurden gemacht.

 

Wieso nehmen wir einen neuen Kaffee auf?

 

Wir hatten schon mit der Gründung von Aroma Zapatista den Gedanken, irgendwann auch Kaffee von einer Kooperative aus einer anderen Region aufzunehmen, die den zapatistischen und unseren Ideen und Konzepten nahe steht. Auf den Kaffee von der CRIC wurden wir durch jemanden aufmerksam, der längere Zeit im Cauca gelebt und mit der CRIC zusammen gearbeitet hat. Alle Infos, die wir gehört und gelesen haben, hörten sich interessant und für uns passend an, so dass wir Kontakt zu ihnen aufgenommen haben.

 

Kolumbien ist ein Land mit starken politischen und sozialen Gegensätzen. Ähnlich wie in Mexiko sind die Indígenas darauf angewiesen, für ihre Rechte zu kämpfen, um selbstbestimmt leben zu können. Die CRIC ist ein wichtiger Zusammenschluss, um diesen Kampf zu führen. Über den Kaffeeverkauf möchten wir unseren kleinen Teil dazu beitragen, die CRIC in ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

Der Zeitpunkt, zu dem wir mit dem Import des Kaffees der CRIC starten, ist früher als gedacht und nicht zufällig gewählt: Es ist zu erwarten, dass die Menge zapatistischen Kaffees aufgrund der Kaffeekrankheit „roya“ (Kaffeerost) leider für zwei bis drei weitere Jahre gering bleiben wird. Unser Ziel ist es, uns ein zweites Standbein mit dem Kaffee der CRIC aufzubauen, um solche Engpässe abfedern zu können. Aber seid versichert, dass wir die zapatistischen Kooperativen in dieser schwierigen Phase nicht alleine lassen und wir sie nach unseren Möglichkeiten unterstützen, um die Kaffeekrise zu bewältigen. Uns liegt die zapatistische Bewegung nach wie vor sehr am Herzen und die Unterstützung der zapatistischen Autonomie durch den Kauf von zapatistischen Produkten wird weiterhin unser Hauptanliegen sein!

 

Wir sehen den kolumbianischen Kaffee als Bereicherung und hoffen, die in vielen Kreisen hier bisher recht unbekannte Bewegung bekannter zu machen und zur Vernetzung beizutragen. Wichtig ist uns auch, dass der Import aus Kolumbien langfristig gedacht ist: Wir möchten nicht nur eine Lücke füllen, sondern langfristig eine wichtige Bewegung unterstützen!

 

Wir werden euch in absehbarer Zeit mit mehr Hintergrundinformationen versorgen. Auch werden wir euch auf dem Laufenden halten, was den Stand des Imports angeht. Denn die Einfuhr eines neues Produktes ist mit viel und interessanter Arbeit verbunden, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt - an dem Prozess möchten wir euch so gut es geht teilhaben lassen.

 

Also seid gespannt – wir hoffen, euer Interesse ist geweckt!

 

News vom 29. Mai 2015

Endlich ist er da: Bericht über den Besuch der Kaffeekooperativen in Chiapas 2015

 

Für unsere Solidaritätsarbeit mit den zapatistischen Kaffeekooperativen ist der Kontakt zu den Produzent_innen des Kaffees, den wir importieren und verkaufen, von großer Bedeutung. Schon im August 2014 hatten wir angefangen, die diesjährige Reise zu den compañeras und compañeros zapatistas (kurz: compas) zu planen. Für mich war es nach 8 Jahren Soliverkauf von zapatistischem Kaffee die erste Reise nach Chiapas. Uns (Hans-Martin und Dorit von Aroma Zapatista, sowie Luz von der Gruppe B.A.S.T.A. aus Münster) schlossen sich noch je eine Genossin aus Katalonien und Finnland an. Die Reise erhielt durch das massive Auftreten der Kaffeekrankheit Roya (Kaffeerost) eine besondere Brisanz. Im Herbst 2014 hatten wir deshalb eine Spenden- kampagne für die Unterstützung der Betroffenen gestartet. Bis zu meinem Abflug waren umgerechnet ca. 7.000 €. gespendet worden. Wir stockten diesen Betrag mit den Überschüssen aus Kaffeeständen z. B. von der Fusion 2014 auf umgerechnet 140.000 mexikanische Pesos (MXN)– ca. 8.350 € auf.

Die Reise begann Mitte Januar 2015: am 16.01. fuhren wir von San Cristobal de las Casas zum Caracol Morelia. Wir wurden zunächst vom „Rat der Guten Regierung“ empfangen und erhielten die Erlaubnis, uns mit der Kaffeekooperative Yochin Tayel K'inal auszutauschen, ein Interview über die „roya“-Situation zu führen und Kaffeefelder zu besuchen.

Dem „Rat der Guten Regierung“ übergaben wir von den gesammelten Spendengeldern 40.000 MXN – ca. 2.400 € für den Kampf der compas gegen die Kaffeekrankheit „roya“ und auch gegen andere Kaffeekrankheiten, die zur Zeit im Umlauf sind. Desweiteren übergaben wir ihnen 10.000 MXN – ca. 600 €, um die Folgen einer Dürre abzumildern, die teilweise die Maisernte stark verringerte. Mit der „mesa directiva“ der Kooperative (dem Vorstand), führten wir interessante Gespräche, u.a. über die Folgen der „roya“ auf die Kaffeeernte und die Maßnahmen gegen die Krankheit. Die Informationen, die wir bekamen, sind niederschmetternd: statt wie in den letzten Jahren zwei Container Rohkaffee (ca. 500 Sack) zu ernten, gehen die zapatistas jetzt davon aus, dass sie wahrscheinlich nur 80 Sack exportieren können. Für diese Menge lohnt sich ein eigenständiger Export leider nicht, so dass sie 2015 keinen Rohkaffee exportieren werden. Nach Ansicht vieler Anbauenden ist es das Beste, die kranken Kaffeepflanzen durch neue, gegen „roya“ resistente, Kaffeepflanzen zu ersetzen, was aber zur Folge hätte, dass es ca. 3-5 Jahre sehr wenig Kaffee gäbe. Diese Situation stellt die wirtschaftliche Existenz der compas, wie auch der Kooperative, in Frage. Für die zapatistischen Familien ist es eine schwierige Situation, denn für viele ist der Rohkaffeeverkauf oft die einzige Einnahmequelle.

Nach diesen unerfreulichen Informationen fuhren wir am nächsten Tag zusammen mit Vertreter_innen der „mesa directiva“ und dem „Rat der Guten Regierung“ zu zwei Kaffeefeldern und zu einer Versammlung von ca. 20 Mitgliedern der Kooperative. Die früher sehr grünen Kaffeepflanzen sind zu einem großen Teil kahl oder haben nur noch wenige, fleckige Blätter. Ein Kaffeebauer erzählte uns, dass er in diesem Jahr auf ca. 1,5 ha statt 600 kg nur 80 kg Rohkaffee geerntet hätte. Sein Versuch, mit einem biologischen Gegenmittel die Pflanzen zu retten, wäre gescheitert. Desweiteren zeigten sie uns an einer anderen Stelle junge, grüne Kaffeepflanzen einer anderen Sorte, die gegen die „roya“ resistenter sind.

Trotz der wenig optimistischen Nachrichten war die anschließende Versammlung mit den compas sehr ermutigend. Sie machten uns deutlich, dass sie sich nicht von der „roya“ klein kriegen lassen wollen, sondern ihren Kampf, auch um die eigene Autonomie, weiterführen werden. Sie bedankten sich für unsere Unterstützung, wobei sie aber auch deutlich machten, dass der Kampf um Autonomie und eine bessere Welt nicht nur von ihnen, sondern auch von uns, in unseren Ländern geführt werden müsse.Nach einer weiteren Besichtigung einer Kaffeeanpflanzung und der „bodega“ (Lagerhalle) beendeten wir den Besuch bei dieser Kooperative.

Einige Tage später fuhren wir, nachdem wir uns zunächst wieder beim „Rat der Guten Regierung“ von Oventic angemeldet hatten, zu den compas der Kooperative Yachil Xojobal Chulchán. Dort besichtigten wir zuerst ihre Lagerhalle, in der sie angefangen hatten,die Ernte diesen Jahres einzusammeln. Die Halle ist von ihnen so konstruiert worden, dass sie in der Zukunft auch eine Maschine zur Weiterverarbeitung und Sortierung von Rohkaffee aufstellen könnten. Danach fuhren wir in eine Gemeinde, in der überwiegend zapatistas wohnen und wir herzlich empfangen wurden. Wir begleiteten die compas zum kollektiven Zitronengrasfeld, wo uns der Anbau, die Ernte, die Verarbeitung und das Trocknen des Zitronengras gezeigt und erläutert wurden.

In den nächsten Wochen wird die Lieferung dieses Tees bei uns eintreffen. Dieses Mal wurde der Tee vollständig im Schatten getrocknet und wird zu einem großen Teil von den Teeanbauenden in 50 g Päckchen abgepackt. Für diese Arbeit haben wir der Kooperative eine Waage und Eichgewichte zur Verfügung gestellt, damit die Päckchen den deutschen Eichverordnungen entsprechen.

Nach diesem Besuch führen wir noch zu einer anderen Gemeinde, die ca. 1 Stunde Fahrzeit entfernt in den Bergen im Wald lag. Der compa, dem diese Anpflanzungen gehörten, führte uns durch ein Kaffeefeld, das sehr viel besser, als die von der Kooperative Yochin Tayel K'inal aussah. Auch wenn hier die Folgen der „roya“ zu sehen waren, gab es viele grüne, gut aussehende Kaffeepflanzen. Je nach Anbauhöhe und Lage sind die Kaffeefelder unterschiedlich betroffen. Hier wurde aber auch deutlich, dass die Bildungsarbeit, die die Kooperative mit Unterstützung der Organisation DESMI im Kampf gegen die „roya“ und andere Kaffeekrankheiten leistet, Erfolge zeigen kann. Auf die Frage, inwiefern wir Importierende und Konsumierende sie unterstützen können, kam die Antwort, dass mit den Spenden Spritzpumpen angeschafft werden können, mit denen die biologischen Gegen- und Stärkungsmittel versprüht werden. Diese fehlen dort oft.  Auf diesem Kaffeefeld hatte der compa die Flüssigkeiten mit einer 1,5l Wasserflaschen mühsam auf die Pflanzen gespritzt.
Nach dieser Besichtigung übergaben wir dem „Rat der Guten Regierung“ in Oventic 40.000 MXN - ca. 2.400 € für den Kauf von Spritzpumpen für den Kampf gegen die die „roya“.

Als letztes besuchten wir compas von der Kooperative Ssit Lequil Lum in der Nordregion von Chiapas. Für die ersten Gespräche und Anmeldung fuhren wir zum Caracol Roberto Barrios. Auch dort übergaben wir Spenden in Höhe von 20.000 MXN – 1.200 € für den Kampf gegen die „roya“. Die Kooperative hatte von anderen europäischen Soli-Gruppen, die zapatistischen Kaffee importieren bereits, im Gegensatz zu den anderen beiden Kooperativen, einiges an Spenden erhalten, so dass wir ihnen einen geringeren Betrag zukommen ließen. Wir baten den „Rat der Guten Regierung“ um Erlaubnis, die Kaffeeanbauenden zu treffen und Kaffeefelder zu besichtigen. Uns wurde die Erlaubnis erteilt und so machten wir uns zusammen mit 3 compas um 3.00 Uhr morgens auf den Weg. Nach 7 Stunden Fahrt erreichten wir ein Dorf mit zahlreichen zapatistischen Familien. Nachdem wir zum Frühstück eingeladen worden waren und die zapatistische Schule besichtigt hatten, versammelten wir uns im zapatistischen Zentrum für ökologischen Anbau mit ca.20 Produzent_innen der Kooperative. Wieder wurde von den Problemen mit der „roya“ berichtet, wobei ein compa zum Teil gute Erfolge mit biologischen Spritzmitteln erzielt hatte. Andererseits ist auch die Kaffeeernte bei dieser Kooperative fast komplett ausgefallen.
Nach dem Treffen besuchten wir noch zwei Kaffeefelder: eins am selben Nachmittag in der Nähe des Dorfes, wo wir die positiven Auswirkungen der biologischen Spritzmittel und auch resistentere Kaffeepflanzen sehen konnten. Aus den Kaffeekirschen der „roya“-resistenteren Pflanzen werden jetzt neue Pflanzen gezogen, um in Zukunft wieder Kaffee ernten zu können.

Am nächsten Morgen fuhren wir in eine benachbarte Gemeinde, wo wir uns mit weiteren Kaffeeanbauenden getroffen haben. Neben der üblichen Vorstellungsrunde und Informationen zur „roya“-Situation diskutierten wir dieses Mal auch über alternative Produkte, die den compas neue Einnahmequellen erschließen und möglichst den Ausfall der Einnahmen aus dem Kaffee kompensieren könnten. Leider fanden wir keine Produkte, die kurzfristig anzubauen und nach Europa zu exportieren sind. Die compas erzählten uns, dass sie nun vermehrt Bohnen und Mais anbauen, um die Überschüsse zu verkaufen und darüber Geld einzunehmen. Das letzte Kaffeefeld, was wir an diesem Tag besuchten, lag mitten im Dschungel - für mich eine ganz neue Erfahrung. Auch bei diesen Kaffeepflanzen haben „roya“ und andere Krankheiten das Abfallen von Blättern und Kaffeekirschen bewirkt. Den Abschluss dieser Fahrt bildete die Besichtigung einer „milpa“ (Feld, auf dem in einer Mischpflanzung die Lebensmittel angebaut werden), neben Bananen und Mais wurden Bohnen, die sich am Mais hoch rankten angepflanzt und als Bodendecker Kürbisse. Glücklicherweise können viele compas mit dieser Anbaumethode ihre Lebensmittel für den täglichen Bedarf decken.

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in San Cristobal übergaben wir noch je 15.000 MXN – ca. 900 €  an die beiden „caracoles“(la Garrucha und la Realidad), in denen es keine organisierten Kaffeeproduzent_innen gibt, die aber natürlich auch von der „roya“ betroffen sind.

Zusammenfassend kann ich sagen: Auch wenn die Situation vor Ort oft sehr schwierig war, so haben wir auch viel gelacht. Z.B. als sie fragten, warum wir so oft schwarze Kleidung tragen. Und es war schön mit zu bekommen, dass die compas weitermachen. Sowohl was den Kaffeeanbau angeht, aber auch was den Ausbau der autonomen Strukturen angeht. Für mich war diese Reise auf jeden Fall ein Ansporn, sowohl bei Aroma Zapatista auch in Zukunft mit viel Energie weiterzuarbeiten (was ich aber vorher auch nicht infrage gestellt hatte), als auch mit meiner politischen Arbeit in Hamburg nicht nachzulassen.

Hans-Martin Kühnel

 

News vom 20. Mai 2015

Leckeren kollektiven Tofu aus dem Wendland

Ab sofort könnt Ihr bei uns Tofuprodukte kaufen: Leckersten Räuchertofu, sehr schmackhaft gewürzte Bratwurst (***) und feinen Naturtofu – alles aus regionaler und kollektiver Produktion von der „Tofurei Wendland“!

Die Tofurei ist ein Kollektivbetrieb aus Luckau / Wendland. welcher letztes Jahr nach einer längeren Testphase in die Produktion gestartet ist. Herzlichen Glückwunsch!! Da der Anfang immer schwer ist und die Löhne sehr niedrig sind: esst viel Tofu, damit der Verhältnis Arbeitseinsatz / Lohn in bessere Bahnen kommt. Wer bei Tofu direkt an gerodete Regenwälder, gentechnisch veränderte Soja-Bohnen und Pestizide denkt, kann beruhigt sein. Die „Tofurei Wendland“ legt großen Wert auf Qualität und Herkunft der Rohstoffe. Sie beziehen aus diesem Grund die Sojabohnen von einem Landwirt aus Niederösterreich. Langfristiges Ziel ist die Sojabohnen aus lokalem Anbau im Wendland zu beziehen. Es gibt bereits Interessent_innen, die bislang Sojabohnen für Tierfutter angebaut hatten, erste Anbauversuche sind schon unternommen worden.

Auch wenn wir den Tofu gern in unseren Webshop aufnehmen würden, findet der Verkauf ausschließlich in unseren Räumlichkeiten in Hamburg-Wilhelmsburg (Am Veringhof 11) statt. Da die Tofuprodukte gekühlt werden müssen, sehen wir von deren Versand ab.

Preisliste:

Räuchertofu: kg 14,30 €

Naturtofu: kg 7,15 €

Bratwurst: Stück 1,10 € (***)

Der Tofu wird von Hand geschnitten. Aus dem Grund variiert das Gewicht der Stücke zwischen 200 – 300g.

(***) Zur Zeit werden keine Würste verkauft, da die Tofurei ausschließlich für die Kulturelle Landpartie produziert, wo sie mit einem Pommes + Currywurststand in Güstritz dabei sind. Wir hoffen, Euch ab Anfang Juni wieder die Bratwurst anbieten zu können.

Mehr Infos zur Tofureit: Tofurei Wendland

 

News vom 5. Mai 2015

Einladung zur Veranstaltung über die Kooperativenbesuche zu Mexiko und Kolumbien

20. Mai, 19 Uhr im Infoladen Wilhelmsburg, Hamburg

"Wir sind nicht nur Kaffeeanbauende - wir sind Zapatistas!

Anfang 2015 haben wir vom Kaffekollektiv Aroma Zapatista die Kaffeekooperativen in Chiapas besucht. In der Veranstaltung möchten wir euch mit zahlreichen Bildern über Aktuelles in Chiapas, von den Treffen mit den Kooperativen und der momentan schwierigen Situation wegen der Kaffeekrankheit la roya (Kaffeerost), die weite Teile der Ernte zerstört, berichten.

Zudem erzählen wir von unserem Aufenthalt im Cauca/Kolumbien und den ersten Treffen mit der indigenen Bewegung CRIC, von denen wir 2015 erstmalig Kaffee beziehen möchten.

Ort: Infoladen Wilhelmsburg, Fährstr. 48, Hamburg-Wilhemsburg
Veranstaltet von: Infoladen Wilhelmsburg und  Kaffeekollektiv Aroma Zapatista

 News vom 5. Mai 2015

14.-17. Mai 2015
BUKO-Kongress37 in Münster
„Stop. future_unwritten. Transnational solidarisch“

Der jährlich statfindende Kongress wird dieses Jahr  von einem lokalen Zusammenhang in Münster und einer bundesweiten Struktur organisiert. Dieses Jahr soll es schwerpuntkmäßig um Internationalismus und transnationale Solidarität in Zeiten von Krisen, Kriegen und Rassismus gehen. Was kann transnationale Solidarität heute bedeuten? Wie sehen unsere Praxen aus? Wer kämpft mit wem, wofür? Und welche gemeinsame Perspektive ergibt sich daraus? Diese Fragestellungen sollen in den Feldern Antirassimus, Bildung, Queerfeminismus, Sozialökologie & Internationalismus (Antimilitarismus/Soziale Kämpfe/Ökonomie) in rund 90 Veranstaltungen, Podien und Vernetzungstreffen diskutiert werden.

Eine Vorschau auf das Programm findet ihr auf der Kongresshomepage: http://www.buko.info/buko-kongresse/buko-37/programm/vorschau/

Auf dem Kongresse werden diverse internationale Gäste aus Mexiko (u.a. eine Delegation aus Ayotzinapa/Mexiko), Honduras, Kolumbien, Chile, Brasilien, den USA, Polen, Spanien, Griechenland, GB/Südafrika, Frankreich, Niederlande, den kurdischen Gebieten, Myanmar sowie verschiedene selbstorganisierte Refugee-Netzwerke wie Afrique-Europe-Interact und die Internationale Koalition der Sans Papiers, Migrant_innen und Flüchtlinge (CISPM) dabei sein.

Alle Infos zu Infrastruktur, Anmeldung, Schlafplätzen, Kinderbetreuung, Mitmach-Vokü findet ihr auf der Kongress-Homepage unter:
http://www.buko.info/buko-kongresse/buko-37/infrastruktur/organisatorisches/

Wir werden von Aroma Zapatista mit einem Kaffeestand vor Ort sein und euch mit leckerem Kaffee munter halten :-)

News vom 14. April 2015

Kein Paketversand mittwochs :-(

Eine Nachricht in eigener Sache: Bis auf weiteres werden wir, entgegen unserer Gewohnheit, mittwochs keine Pakete rausschicken. Eilige Bestellungen gehen weiterhin immer raus. Wir nehmen uns mittwochs Zeit für unsere Plenumssitzungen, damit wir uns mit Ruhe über wichtige und weniger wichtige Dinge austauschen können - wie ihr Euch vorstellen könnt, ist das eher umfangreich und soll nicht in der vielen Arbeit, die uns begleitet untergehen.

Unsere Ladentüren bleiben Euch für Eure Kaffeeeinkäufe weiterhin geöffnet.

Eure Aroma Zapatistas

 

News vom 30. März 2015

Die neue Tierra y Libertad (Nr. 75) ist erschienen!

Eine neue sehr spannende Ausgabe ist ab sofort erhältlich!

Wie gewohnt legen wir wieder ein Exemplar der aktuellen Ausgabe den Kaffeepaketen bei.
Falls du mehrere Exemplare haben möchtest und mithelfen kannst, diese unter die Leute zu bringen: wir können sie mit deiner Kaffeebestellung mitschicken. Sag einfach bescheid, wieviel du haben möchtest. Die Spende dafür überweist du dann bitte auf das Konto, welches wir dir mitschicken werden.
Da sich der Druck der Tierra y Libertad durch Spenden finanziert, freuen sich die Herausgeber_innen über deine Unterstützung!

Inhalt:
03... 43 Studenten, die nicht verschwinden wollen
04... Und die deutsche Regierung?
06... Eine neue Art der Regierung finden
07... Hintergründe zu den Selbstverteidigungsgruppen
08... Zum Polizeiabkommen Mexiko-Deutschland
10... Arm in Arm mit den Gewaltherrschern. Deutsche Unternehmen machen          munter Geschäfte
12... Verheerendes Zeugnis. Das ständige Tribunal über Mexiko
13... Mexiko-Soligruppen vernetzen sich
13... Was macht eigentlich das Ya-Basta-Netz?
14... Weltweites Festival gegen Kapitalismus in Mexiko
16... Schwere Kaffee-Krise. "Wir sind nicht nur Kaffee-Produzent*innen,                 wir sind Zapatistas!"
17... Auseinandersetzung um Tourismusprojekt in Chiapas
18... Karawane für ein Gutes Leben
19... Termine
20... Panama stoppt Staudammbau
21... Krise, Freihandel und globale Eingriffe ins Streikrecht
22... Repressionswelle im spanischen Staat
23... Das Ya-Basta-Netz empfiehlt. Bücher und anderes.
25... Die einzige Chance, die wir haben. Fünfzig Jahre einer autonomen                        Internationalistin.

Spendenvorschlag bei Verschickung mit den Kaffeepaketen:
Einzelexemplar   1 Euro
     5 Exemplare   4 Euro
   10 Exemplare   6 Euro
   20 Exemplare 10 Euro

Ihr könnt die Tierra y Libertad auch über folgende Mailadresse bestellen: abolandundfreiheit [at ]riseup.net

Weitere Infos und alte Ausgaben: www.tierra-y-libertad.de

 

News vom 25. März 2015

Frischgepresstes Oliven-Öl + leckere Salze

Liebe Kund_innen!

Das lange Warten auf die neue Ernte ist vorbei! Wir haben frisch gepresstes Oliven-Öl für „das Getriebe der Bewegung“ des KollektivsBecollective aus Kreta für Euch. In gewohnt guter Qualität! Es ist, wie ihr feststellen werdet, teurer geworden. Der 750ml-Kanister kostet 12,00€. Vorher habt ihr 1L für das gleiche Geld bekommen.

Wie kommt es dazu?

Originalton Becollective: „Aus Gründen der Nachhaltigkeit und schlechter Kostenberechnung sind wir gezwungen den Preis zu Erhöhen und die Soli Prozente zu reduzieren.“ Es ist der Klassiker der selbst verwalteten Lohnarbeit: Der Lohn ist meistens sehr niedrig bemessen, um in der Anfangszeit über die Runden zu kommen. Die Leute von Becollective zahlten sich bislang einen Stundenlohn von 3,80€ aus.

Wie gewohnt unterstützt Becollective über den Verkauf des Öls Alternative Medien, gefangene Kämpfer_innen, Küfa's (Küchen für Alle) und anderes. Wie oben bereits erwähnt, sahen sie sich gezwungen, den Soli-Beitrag herabzusenken: von ehemals 25% auf 20%.

Hier findet Ihr eine ausführliche Stellungnahme von Becollective: Preisanhebung-Becollective-2015

Wir freuen uns, dass wir euch auch leckeres Salz von Becollective anbieten können – bald werdet ihr es über den Webshop bestellen können: Meersalz („Fleur de Sel“) für 5,50€ / 330g und Gewürzsalze (Zitrone, Chili + Kräuter) für 4,00€ / 80g. Vorerst sehr limitiert, da wir als „Testballon“ nur eine kleine Menge gekauft haben.

Mehr Informationen über Becollective und ein Video über die Olivenernte findet ihr unter: Becollective online

 

 

News vom 12. März 2015

Buch "Somos viento - wir sind der Wind" neu im Shop

Wir freuen euch mitzuteilen, dass wir das Buch "Somos viento - wir sind der Wind" neu im Shop aufgenommen haben. Das Buch ist schon 2008 erschienen, hat allerdings nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre!

 

 

News vom 03. Februar 2015

Spendenaufruf für Ayotzinapa / Mexiko!

Spendenaufruf: Solidarität mit den Angehörigen der 43 verschleppten Studierenden aus Ayotzinapa/Mexiko!

Am 26. September 2014 wurden 43 Studierende der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero nach einer Protestaktion in der Stadt Iguala gemeinsam von Drogenkartellen und Polizei verschleppt. Der Generalstaatsanwalt Mexikos hat die am 26. September 2014 verschleppten Lehramtsstudenten offiziell für tot erklärt. Bisher konnte allerdings nur der Tod eines einzigen Studierenden sicher festgestellt werden.

Die Ereignisse in Ayotzinapa und die offensichtliche Zusammenarbeit von staatlichen Akteuren und organisiertem Verbrechen haben in Mexiko die größte Protestwelle seit Jahrzehnten ausgelöst: Seitdem protestieren überall in Mexiko Millionen von Menschen gegen die vielfältigen Verbindungen von Staat und Drogenkartellen sowie deren systematische Gewalt gegen die mexikanische Bevölkerung, die allein seit 2006 über 130.000 Tote, über 26.000 Verschleppte, zehntausende Verwundete und hunderttausende Vertriebene zu verantworten hat. Die Menschen fordern den Rücktritt der mexikanischen Regierung, ein grundlegend anderes politisches System und Gerechtigkeit für die Opfer. Viele belassen es mittlerweile nicht mehr bei Protest und beginnen mit der Besetzung von lokalen Regierungsgebäuden und dem Aufbau selbstverwalteter basis-demokratischer lokaler Verwaltungsstrukturen.

Das die Ereignisse von Ayotzinapa – anders als viele vorherige, ähnliche Ereignisse – eine solche Welle des Protestes und Widerstandes ausgelöst haben und es möglich erscheint, dass sich in Mexiko ein grundlegender Wandel von Unten vollziehen könnte, ist vor allem den Eltern, Angehörigen und Mitstudierenden der 43 verschleppten Studierenden zu verdanken: Ihr mutiger und beharrlicher Protest hat dafür gesorgt, dass der Fall breit thematisiert wurde und sich immer mehr soziale Bewegungen und Menschen aus ganz Mexiko anschlossen. Dafür riskieren die meist indigene, mittellose Kleinbäuer_innen aus ländlichen Gemeinden ihr Leben und ihre Gesundheit. Außerdem haben sie seit Monaten ihren Alltag und damit auch ihre Felder, ihre Arbeit sprich die Existenzgrundlage ihrer Familien aufgegeben müssen. Sie sind daher für ihre Reisen zu Mobilisierungen und Vernetzungen in ganz Mexiko, für die sonstigen Ausgaben der Mobilisierung sowie für die Versorgung ihrer Familien auf solidarische Unterstützung angewiesen.

Wir rufen euch daher dazu auf, die Familien der Angehörigen der 43 verschwundenen Studierenden von Ayotzinapa finanziell zu unterstützen.

Bitte spendet daher bis zum 28.2.2015 auf folgendes Konto:

 

Stichwort/Verwendungszweck: „Ayotzinapa“

Informationsbüro Nicaragua

IBAN: DE83 3305 0000 0000 9171 79

BIC: WUPSDE33

Stadtsparkasse Wuppertal

 

Für Spender_innen in Österreich:

Solidaritätskomitee Mexiko-Salzburg

IBAN: AT154946024386670000

BIC: SPDAAT21XXX

Sparda-Bank Linz

 

Anschließend wird das Geld den Angehörigen übergeben.

Vielen Dank und solidarische Grüße,

 

¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

Informationsbüro Nicaragua e.V., Wuppertal

Gruppe B.A.S.T.A., Münster

Nicaragua-Verein Düsseldorf e.V.

Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V., München

Ya-Basta-Netz, Deutschland

Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG

 

 

News vom 5. Januar 2015

Wir müssen unsere Versandkostenpreise erhöhen

Liebe Kund_innen!

Zunächst einmal wünschen wir euch allen einen wunderschönen Start ins neue Jahr!

Jahresanfänge bringen zum Teil Veränderungen mit sich. Wir haben eine 5%-ige Preiserhöhung seitens DPD, unseres Paketzustelldienstes, erhalten. Leider sehen wir uns gezwungen, die Versandkostenpreise zum 1. Januar 2015 entsprechend zu erhöhen.

Paketzustelldienste funktionieren so: Je mehr Pakete versendet werden, umso besser sind die Konditionen pro Paket. Da wir uns in dieser Hinsicht nicht mit den großen Versandunternehmen messen können, liegen unsere Versandkosten ein wenig höher als bei anderen. Uns ist es wichtig, euch möglichst niedrige Versandkosten anbieten zu können, weswegen wir die Paketpreise bei Gründung unseres Kollektivs vor 2 ½ Jahren derart kalkuliert haben, dass wir weit unter dem Selbstkostenpreis lagen. In der Kalkulation hatten wir auch die Maut + Dieselkosten, die pro Paket mit insgesamt 0,60€ anfallen, nicht an euch berechnet. Die Erhöhung seitens DPD, nehmen wir zum Anlass, unsere Versandkostenkalkulation grundsätzlich anzupassen, da wir monatlich recht hohe Mehrkosten haben. Das heißt zusätzlich zu den 5% Mehrkosten berechnen wir ab sofort den Maut + Dieselzuschlag. Damit die Kosten für Kleinpakete nicht unverhältnismäßig teurer werden, haben wir die Zuschläge mit 0,20€ für die Kleinpakete und 0,40€ für die Pakete ab 2kg aufgeschlagen. Das bedeutet für euch, dass die Versandkosten ab dem 7. Januar 2015 wie folgt aussehen:

Versandkosten:

ermäßigte Versandkosten (Bestellung bis 2kg Röstkaffee): 4,85€

Versandkosten für Pakete ab 2kg Röstkaffee: 6,70€

Wir hoffen auf eurer Verständnis und freuen uns, wie immer, auf eure Bestellungen!!

Eurer Kaffeekollektiv Aroma Zapatista

 

News vom 8. Dezember 2014

Demo für die 43 Verschwundenen von Iguala

Anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte ruft das Kollektiv Por Ayotzinapa zu einer Demo in Hamburg auf:

Wann:                               Samstag, 13. Dezember 2014 - 13:00h

Wo:                                    Großneumarkt

Ziel:                                    Mexikanisches Honorarkonsulat am Großen Burstah 42

Kommt zahlreich und seid laut! Verurteilung für die Mörder der Studierenden!!

 

Spendenkampagne:

Kaffeekrise in Chiapas - Unterstützt die zapatistischen Kaffeekooperativen!


Anfang Oktober ist eine 4-köpfige Delegation von solidarischen Gruppen (Syn Allois aus Griechenland, Tatawelo aus Italien, Echange Solidaire aus Frankreich und wir von Aroma Zapatista), die zapatistischen Kaffee importieren, aus Mexiko zurück gekehrt. Es fanden viele Gespräche mit den Kaffeekooperativen und den zapatistischen Räten der Guten Regierung statt. Leider haben wir keine guten Nachrichten mitgebracht: In Chiapas hat sich die Kaffeekrankheit La Roya (auch als Kaffeerost bekannt) sehr stark ausgebreitet. Auch die zapatistischen Kaffeekooperativen rechnen mit Ernteeinbußen bis zu 75% !!

Der Pilz La Roya, der vor einigen Jahren bereits in Mittelamerika große Teile der Kaffeeernten zerstört hat,  führt dazu, dass die Kaffeepflanzen ihre Blätter verlieren und die Kaffeekirschen vor der Reife abfallen. Sind die Pflanzen stark befallen, können sie eingehen - ein Teil der Pflanzen ist bereits gestorben. Der Pilzbefall ist schwer  zu bekämpfen; viel Zeit und Geld ist nötig, um die Pflanzen zu pflegen und von der Krankheit zu befreien.

Wichtig ist nun eine verstärkte Pflege der Kaffeefelder in Form von guter Düngung der Pflanzen, vermehrter Anbau von Schattenbäumen, Einsammeln der kranken Blätter sowie das Behandeln der Pflanzen mit Mikroorganismen und Pilzen, die wiederum den Roya-Pilz bekämpfen und  Pflanzen und  Boden stärken. Zudem ist der Aufbau von Baumschulen wichtig, um die abgestorbenen Pflanzen zu ersetzen.

Für die Zapatistas ist es eine fatale Situation: Auch wenn die rebellischen Gemeinden vor allem Nahrungsmittel zur Selbstversorgung anbauen, sind die Kaffee-Kooperativen doch ein relevanter Faktor im Widerstand. Für viele sind die Einnahmen aus dem Kaffeeverkauf die einzigen Einkommen. Compañer@s werden nun gezwungen sein, außerhalb ihrer Gemeinde arbeiten zu gehen, um Geld für notwendige Anschaffungen zu verdienen.
Neben dieser schwierigen Lage hat zudem eine Dürreperiode in diesem Jahr eine sehr geringe Maisernte  verursacht. Eigentlich könnten sie die Einnahmen aus dem Kaffeeverkauf gerade jetzt gut gebrauchen, um Mais dazu zu kaufen. Viele sind somit gleich doppelt betroffen.

Wir rufen daher zu einer Spendenkampagne für die zapatistischen Compañer@s auf, um sie bei ihrem fortlaufenden Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen – darunter fallen auch die Kaffee-Kooperativen - in dieser schwierigen Phase zu unterstützen. Die Spenden sollen für die oben genannten notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung der Kaffeepflanzen, sowie für die Unterstützung der durch die Dürre betroffenen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.

Falls ihr Interesse an mehr Informationen habt, meldet euch gerne bei uns: kaffeekollektiv@aroma-zapatista.de


Bitte spendet an:

Spendenkonto 1:

Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG
GLS-Bank
IBAN: DE54 4306 0967 2039 2873 00
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: Spende Kaffeekrise

Spendenkonto 2:

Falls ihr eine Spendenbescheinigung möchtet,
überweist eure Spende bitte auf folgendes Konto:

Partner Südmexikos e.V.
Volksbank Böblingen
IBAN: DE30 6039 0000 0459 3900 07
BIC: GENODES1BBV
Stichwort: Spende Kaffeekrise


Wir freuen uns, wenn ihr die Spendenkampagne verbreitet und schicken euch gerne Flyer zum Verteilen zu!

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Euer Kaffeekollektiv Aroma Zapatista

 

News vom 20.11.2014

Karawane Mesoamerika
Für ein gutes Leben der Menschen im Widerstand

Spendenaufruf!

Verschiedene Kollektive aus Mexiko, Zentralamerika, Europa und den USA
haben sich zusammengeschlossen und organisieren von 2014 bis 2015 eine
Karawane von Mexiko nach Panama. Auf der Route geht es in Gemeinden, die
das Leben, das Land und die Freiheit verteidigen und sich gegen die
Ausbeutung der natuerlichen Reichtuemer durch transnationale Firmen zur
Wehr setzen.
Mit dem Ziel, den Widerstand zu staerken, sollen Wissen und Fertigkeiten
geteilt, die Kaempfe dokumentiert und verbreitet sowie Erfahrungen
ausgetauscht werden.
Aktuell haben sie eine internationale Spendenkampagne gestartet, um den
Bus kaufen zu können, der sie als MOBILES LABORATORIUM FÜR EIN GUTES
LEBEN zu den Gemeinden bringt und durch Werkzeuge und Materialien den
Wissens- und Erfahrungsaustausch ermoeglicht.

MEHR INFOS:
www.caravanaparaelbuenvivir.wordpress.com

VIDEO: https://www.youtube.com/watch?v=cl_rHhPTwW4&feature=youtu.be

LINK ZUR SPENDENKAMPAGNE:
https://goteo.org/project/laboratorio-ambulante-para-el-buen-vivir

(Hinweis: zum Spenden gelangt ihr auf der rechten Seite bei „CO-FINANCE
THIS PROJECT“ oder weiter unten auf der rechten Seite bei den möglichen
Summen bei „GET IN“)

MUCHAS GRACIAS fuer Deine Unterstuetzung!

PS: Leider gibt es nur die Option, per Kreditkarte und per PayPal-Konto
zu spenden. Lasst euch bitte davon nicht abhalten. Wenn wirklich gar nichts geht, meldet euch bei:
transgalaxia@riseup.net

 

News vom 4.11.2014

Unterschriftenaktion:

NEIN zum Abkommen zur Polizeizusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko!

 

In den nächsten Wochen soll im Bundestag über ein Abkommen zur Polizeizusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko abgestimmt werden.

Die derzeitige Medienaufmerksamkeit, die Mexiko aufgrund der tragischen und empörenden Ereignisse in Guerrero der letzten Wochen erlangt hat, bietet eine kleine Chance, die Pläne der deutschen Regierung zu durchkreuzen.

Denn eines ist klar: keinE Politiker_in kann jetzt länger behaupten, dass der mexikanische Staat bezüglich der Respektierung der Menschenrechte "auf dem Weg der Besserung" sei. Doch es muss klar gemacht werden, dass die Öffentlichkeit verfolgt, ob die deutsche Regierung willens ist, sich mit einem solchen Abkommen zur Komplizin zu machen.

Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko hat daher eine Unterschriftenaktion gegen dieses Abkommen gestartet:
Bitte beteiligt euch zahlreich an der Aktion und leitet die Aktion an Freund_innen, Verwandte, etc. weiter!

Aktion auf deutsch: http://www.kein-polizeiabkommen.de/

Aktion auf spanisch: http://www.no-alacuerdo.de

 

News vom 17.10.2014

Guerrero/Mexiko: Polizisten entführen, foltern und töten Studierende der pädagogischen Hochschule in Ayotzinapa

 43 Studierende nach Massaker weiterhin vermisst

 

In der Nacht vom 26. auf den 27. September 2014 griffen Polizisten im mexikanischen Bundesstaat Guerrero demonstrierende Lehramts-Studierende äußerst brutal an, als diese nach einer Spendensammelaktion Busse besetzt hatten, um nach Hause zu gelangen - eine durchaus gängige Protestform in Mexiko. Die traurige Bilanz: mindestens 6 Menschen werden getötet, mehrere z.T. lebensgefährlich verletzt und 43 Studierende werden entführt.
Auch Wochen danach fehlt jedes Lebenszeichen der Studierenden. Stattdessen wurden Massengräber in der Nähe des Unglücksortes entdeckt; die DNA-Untersuchungen halten noch an.
Von ortskundigen unabhängigen Beobachter*innen wird davon ausgegangen, dass neben Polizei und Militär auch lokale Politiker und die Drogenmafia am Geschehen beteiligt waren.


Angehörige, Kommiliton*innen und Tausende weitere Menschen bringen ihre Wut und Trauer in Form von Demonstrationen und Kundgebungen in ganz Mexiko auf die Straße. Zudem wurden aus Protest mehrere Rathäuser in Guerrero besetzt. In Chiapas demonstrierten Tausende Zapatistas und Studierende. Auch in Berlin gab es eine Protestaktion vor der mexikanischen Botschaft. Die mexikanische Regierung unternimmt wieder einmal viel zu wenig, um das Verbrechen aufzuklären - das Phänomen der Straflosigkeit geht weiter.


Wir sind empört angesichts dieser neuerlichen schweren Menschenrechtsverletzungen und fordern ein Ende der Straflosigkeit!

 

Einen ausführlichen Hintergrundartikel von Philipp Gerber findet ihr hier:
"Das Massaker von Iguala."

weitere Infos auch auf Amercia21

Eindrücke von der Demonstration in San Cristobal (mehrere Kurzvideos) gibt es auf der Seite von Koman Ilel:


Bitte beteiligt euch an den Urgent Actions!

1) von Amnesty International Deutschland

2) und des mexikanischen Menschenrechts-Netzwerkes ( Urgent Action auf Spanisch mit englischer Übersetzung)

 

 

News vom 4.8.2014

Die neue Tierra y Libertad (Nr. 74) ist erschienen!

"Adios Sub! Abschied vom Subcomandante Marcos"

 
Die Sommerausgabe der Tierra y Libertad, Zeitschrift mit Schwerpunkt auf die zapatistische Bewegung und Politik von links und unten, ist ab sofort erhältlich.  

Wir legen wieder ein Exemplar der aktuellen Ausgabe den Kaffeepaketen bei.
Falls du mehrere Exemplare haben möchtest und mithelfen kannst, diese unter die Leute zu bringen: wir können sie mit deiner Kaffeebestellung mitschicken. Sag einfach bescheid, wieviel du haben möchtest. Die Spende dafür überweist du dann bitte auf das Konto, welches wir dir mitschicken werden.
 
Da sich der Druck der Tierra y Libertad durch Spenden finanziert, freuen sich die Herausgeber*innen (=Redaktionskollektiv des Ya-Basta-Netzes) über deine Unterstützung und zahlreiche Bestellungen :-)
 
Inhalt Tierra y Libertad Nr 74:  
 
Tödliche Attacke in La Realidad / Ablösung bei der EZLN: der Subcomandante tritt zurück / Kommuniqués der Zapatistas / Rückblick auf die „Kleine zapatistische Schule" aus Sicht eines Lehrers / Solidarisch handeln und spenden / Selbstverteidigungsgruppen in Michoacan / Landbesetzung in Costa Rica / Mali: Gegen Landgrabbing und Uranabbau / FIFA go home! / "Entwicklungshilfe" für deutsche Unternehmen / Deutschland und die
Freihandelsabkommen
 
Spendenvorschlag bei Verschickung mit den Kaffeepaketen:
   1 Exemplar   1  Euro
  5 Exemplare  4  Euro
10 Exemplare  6  Euro
20 Exemplare 10 Euro
 
Ihr könnt die Tierra y Libertad auch über folgende Mailadresse bestellen (auch als Abo): abolandundfreiheit@riseup.net  
weitere Infos und alte Ausgaben: www.tierra-y-libertad.de

 

News vom 17.6.2014

Zitronengrastee wieder da!

 

Wir freuen uns euch mitzuteilen, dass die 2. Lieferung des zapatistischen Zitronengrastees aus Chiapas angekommen ist und wir ihn wieder ins Sortiment aufgenommen haben.

Da der getrocknete Tee für die Kooperativen ein neues Exportprodukt ist, befinden sie sich noch in der Übungsphase und es läuft noch nicht immer alles so wie gewünscht und geplant: Regen hat die Trockenzeit verzögert und deshalb haben mehrere Anbauenden das Zitronengras in der Sonne statt im Schatten getrocknet - mit dem Ergebnis, dass der in der Sonne getrocknete, dunklere Tee nicht so aromatisch ist wie der helle, im Schatten getrocknete Tee.

Wir haben uns nun entschieden, den hellen mit dem dunklen Tee zu mischen und finden den Geschmack gut , auch wenn wir einen Aufguss mit nur hellem Tee um einiges aromatischer finden.

Wir hoffen, dass ihr trotzdem den Tee bestellt und mögt. Wenn diese Lieferung verkauft ist, bestellen wir nur noch im Schatten getrockneten Tee!

 

Vielen Dank für euer Verständnis und eure Solidarität!

 

 

News vom 9.6.2014

Subcomandante Marcos, der Sprecher der Zapatistas, gibt sein "Verschwinden" bekannt

 

Am 25. Mai 2014 hat Subcomandante Marcos im Verwaltungsort La Realidad in einer Abschiedsrede sein "Verschwinden" bekannt gegeben. Marcos war über 20 Jahre Sprecher der Zapatistas und militärischer Leiter der EZLN. Anlass der Zusammenkunft zahlreicher Zapatistas war eine Trauerfeier für den Zapatisten "Galeano", der Anfang Mai in La Realidad von Paramilitäts ermordet wurde (vgl. Eintrag vom 19.5.2014).
Wir denken,“ sagte Marcos, „dass es notwendig ist, dass einer von uns stirbt, damit Galeano lebt. Daher haben wir entschieden, dass Marcos heute sterben muss.

In seinem Abschiedsbrief erläuterte Marcos, dass es heute eine neue Generation von Zapatistas gebe, die sehr wohl in der Lage sei, die Geschicke der Bewegung souverän in die Hand zu nehmen: „Es ist unsere Überzeugung und unsere Praxis, dass man für Rebellion und Kampf keine charismatischen Anführer oder Chefs braucht, keinen Messias und keinen Erlöser. Um zu kämpfen, braucht man nur ein wenig Anstand, etwas Würde und viel Organisation. Alles Weitere nutzt dem Kollektiv oder eben nicht.“

 

Ausführlichere Infos:

- Subcomandante Marcos gibt sein Verschwinden bekannt

- Sub Marcos "verschwindet"

- komplette Rede von Marcos (spanisch)

 

News für den 6.6.2014

Neueröffnung: Die Café Tanten im Pavillion am Sternschanzen-S- Bahnhof

Wir freuen uns sehr Euch die Eröffnung des Cafés "CAFÉTANTEN" im alten Kiosk am Sternschanzen-S-Bahnhof mitteilen zu können. Sie werden ab dem 6.6. täglich unseren leckeren Kaffee und Espresso ausschenken und viele leckere andere Sachen ebenfalls: Eis, Gebäck, Kaltgetränke, Tee, ...

Und am 6.6. ab 17 Uhr sind alle herzlich zu ihrer Eröffnungsfeier willkommen!

"Nach langem Auf und Ab ist es soweit: Ein Traum und Wagnis, dem überaus sympatischen Pavillion des SC Sternschanze von 1911 neues Leben einzuflößen, wird wahr."  Zitat der Cafétanten

 

News vom 19.5.2014

Angriff auf Zapatistas: Verwaltungssitz La Realidad attackiert

Anhänger der mexikanischen Regierung haben am 2. Mai den autonomen Verwaltungssitz »La Realidad« nahe der guatemaltekischen Grenze angegriffen. Ein Zapatist  wurde dabei erschossen, 15 weitere wurden mit Gewehren, Macheten, Knüppeln und Steinen zum Teil schwer verletzt.

Mehr Informationen auf Chiapas98:
Aktueller Artikel: Angriff auf Zapatistas - Mexiko: Verwaltungssitz der Rebellen attackiert.
und
Denuncia der Junta der Guten Regierung von la Realidad

News für den 8.5.2014

Neu: Oliven-Öl für das Getriebe der Bewegung

Wir verkaufen in unseren Räumen in Wilhelmsburg ab jetzt auch das Olivenöl "Öl für das Getriebe der Bewegung" von der Kooperative Becollective aus Kreta. Ihr Grundsatz ist zum Einen, dass sie mit ihrer Arbeit die Umwelt nicht verseuchen sondern respektieren wollen und zum Anderen, dass es in ihrem Kollektiv keine Art von Arbeitgeber-Angestellter Verhältnis gibt, sondern nur das von Mitarbeitern.

Der Preis für 1 Liter Extra Natives Olivenöl (Säuregrad 0,3 bis 0,9) beträgt 12 €. Vom Verkauf des Öls unterstützt Becollective mit 2,50 € pro Liter Alternative Medien, gefangene Kämpfer_innen, Voküs und anderes.

mehr Informationen über Becollective und ein Video über die Olivenernte findet ihr unter: http://becollective.espivblogs.net/

Demnächst wird das Öl auch im Webshop zu finden sein - wir überlegen momentan noch, welches die beste Möglichkeit für den Versand ist.

 

News für Mai 2014

20 + 2
20 Jahre Aufstand der Zapatistas
2 Jahre Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG

Da es 2 gute Gründe zum Feiern gibt, laden wir euch hiermit herzlich zu unserer kleinen Feier und zur Veranstaltungsreihe ein!

Sonntag, 4. Mai 2014:

15h: KAFFEE, KUCHEN & KLÖNSCHNACK

Feiert mit uns unser 2-jähriges Jubiläum mit lecker Kaffee, Kuchen & mehr!

18h: VERANSTALTUNG über 20 JAHRE ZAPATISTISCHE AUTONOMIE

Der zapatistische Widerstand gestern und heute

Warum begannen am 1. Januar 1994 Zehntausende indigene Kleinbäuer-
*innen im südmexikanischen Chiapas ihre Rebellion? Wie konnte es
gelingen autonome Parallelstrukturen zum repressiven mexikanischen
Staat aufzubauen? Wie ist der Alltag in den zapatistischen Gemeinden?
Wie funktionieren die (Kaffee-)Kooperativen, in denen sich
Menschen autonom organisieren? Welche Initiativen haben sie gestartet,
um ihre Rebellion unter dem Motto ’Alles für Alle!’ auszuweiten?
Und wieso erfahren sie so viel solidarische Unterstützung in Mexiko und
weltweit?
Aktivist*innen der Gruppe B.A.S.T.A. (Münster) und von Aroma Zapatista
werden den Themenkomplex in einem reich bebilderten Vortrag
vorstellen, danach ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Eintritt frei!

Ort: Kaffeekollektiv Aroma Zapatista, Am Veringhof 11, auf dem Gewerbehof, Hamburg-Wilhelmsburg  

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Montag, 5. Mai 2014, 19:30 Uhr

VERANSTALTUNG: FÜR DIE BEFREIUNG DER GESELLSCHAFT !

Das Massaker der mexikanischen Regierung an über 400 linksgerichteten Studierenden
vom 2. Oktober 1968 markierte eine Zäsur in der politischen Geschichte Mexiko. Viele
emanzipatorisch orientierte Oppositionelle sahen danach keine Möglichkeit mehr, auf
legalem Weg Einfluss auf die autoritäre Politik des Landes zu nehmen. Es gründeten sich
unterschiedliche klandestine Gruppen, darunter die „Kräfte zur landesweiten Befreiung“
(span.: Fuerzas de Liberación Nacional – FLN). Die 1969 gegründeten FLN setzten sich
mit vielfältigen Aktionen für die Emanzipation der Arbeiter_innenklasse, der Frauen und der indigenen Bevölkerungsgruppen ein und sind die „Mutterorganisation“ der Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN.
Die repressive Politik des mexikanischen Staates, der Widerstand dagegen und vor allem die Situation der politischen Gefangenen und Verschwundenen sind weitere Themen.
Aber auch die historischen und aktuellen Ideen, Visionen und
Vorschläge der FLN für eine gerechte, demokratische und unabhängige Gesellschaft
werden vorgestellt und diskutiert.
Referenten: ein Vertreter der FLN und ein Vertreter des Casa de Tod@s (www.casadetodasytodos.org)

Eintritt frei!

Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2, Hamburg

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Dienstag, 13. Mai 2014, 20 Uhr

VERANSTALTUNG: ¡RESISTENCIA!

Südmexiko: Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener
Widerstand.

Bildervortrag und Diskussion mit dem Autor Luz Kerkeling.

Luz Kerkeling beschreibt und analysiert in ¡RESISTENCIA! die sozialen Konsequenzen, die die herrschende Politik in Mexiko für die indigenen Widerstandsbewegungen in Chiapas, Oaxaca und Guerrero hat.
Im Zentrum der Studie, die auf über 110 Interviews basiert, stehen die Kritik an den Projekten von Wirtschaft und Regierung, die alternativen Vorschläge sowie die darüber hinausgehenden Zielvorstellungen der indigenen Organisationen, die sich im Widerstand gegen die mexikanischen Eliten und das globale kapitalistische System befinden.
Die von den indigenen Bewegungen praktizierten Autonomieprozesse bieten inspirierende Ansatzpunkte für eine radikaldemokratische und solidarische Neuorganisation der
gesellschaftlichen Verhältnisse, die weit über die Situation in Mexiko hinausgehen und somit von globaler Relevanz sind.

Eintritt frei!

Veranstalter*innen:  Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und Schanzenbuchladen
Ort: Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, Hamburg  

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Montag, 26. Mai 2014, 19:30h

VERANSTALTUNG: UNLIEBSAME AUGEN - INTERNATIONALE MENSCHENRECHTSBEOBACHTUNG IN CHIAPAS

Seit dem Aufstand der Zapatistas am 1.1.1994 in Chiapas (Mexiko), ist viel passiert: Auf die Forderung nach 'Land und Freiheit' antworteten der mexikanische Staat und die neoliberale Weltwirtschaftsordnung mit einem 'Krieg niederer Intensität'. Zugleich solidarisierten sich weltweit Zehntausende von Menschen mit dem Ausruf: 'otro mundo es posible'. Allen militärischen Angriffen und politischen Versuchen zum Trotz, die zapatistische Bewegung zu zerschlagen, schauen wir heute auf 20 Jahre autonome Verwaltung, und auf ein weiterhin widerständiges und starkes „Ya Basta!“ zurück.
An diesem Abend berichten Genoss*innen, die 2013/2014 als Menschenrechtsbeobachter*innen über die Organisation „Carea e.V.“ in Chiapas waren, von ihren Erfahrungen und der aktuellen Situation von Gemeinden im Widerstand. Wir laden zu einem persönlich-politischen Reisebericht ein, der über die Arbeit in den sog. zivilen Friedenscamps informiert und Carea e.V. vorstellt, der in Deutschland Menschenrechtsbeobachter*innen für Chiapas vorbereitet.
(http://carea-menschenrechte.de).

Eintritt frei!

Ort: Infoladen Wilhelmsburg, Fährstr. 48, Hamburg-Wilhelmsburg  

 

 

News für den 15.4.2014

Wir erhöhen die Kaffeepreise

Nach zwei Jahren erfolgreichen Verkauf von zapatistischen Kaffee müssen wir leider zum 15. April unsere Preise anheben.

„Leider“ sagen wir, da diese Preiserhöhung nur zu einem kleinen Teil zugunsten der zaptistischen Produzent_innen  stattfindet. Eine Erhöhung, die nur die Lebensbedingungen der Zapatist_innen auf der finanziellen Seite verbessern würde, wäre uns viel lieber.

Seit Anfang April 2014 verkaufen wir den ersten von uns selbst importierten Rohkaffee. Trotz stark gefallener Rohkaffeepreise auf dem Weltmarkt haben wir den Preis für die Produzent_innen auf dem Niveau der Vorjahre gehalten bzw. leicht erhöht.

Zum 15. April erhöhen sich unsere Kaffeepreise wie folgt: 

Bio-Fuego y Palabra gemahlen oder Bohne 500 g:   7,65 € (+ 15 cent)

Bio-Intergalactico gemahlen 250 g:   4,00 € (+ 5 cent)
Bio-Intergalactico Bohne 500g:   7,65 € (+ 15 cent)

Estrella Negra gemahlen 250 g:   3,85 € (+ 10 cent)
Estrella Negra Bohne 500 g:   7,50 € (+ 20 cent)

 

Und warum müssen wir die Preise erhöhen?

Diese Preiserhöhung ist vor allem  drei Faktoren geschuldet:

1) Währungsschwankungen
Wir bezahlen den Rohkaffee an die Kooperativen in mexikanischen Pesos. Während die Kooperativen dadurch mit einem festen Betrag von uns Importierenden rechnen können, übernehmen wir die Kursschwankungen.  So erhöhte sich für uns aufgrund solcher Schwankungen der Kilopreis für Rohkaffee. 80 Pesos für ein Kilo Rohkaffee bedeuteten 2012 einen Preis von 4,60 €. Wegen des schlechteren Wechselkurses waren es 2013 dann 4,84 €.

2) Erhöhte Transportkosten
Außerdem erhöhten sich auch die Transportkosten pro Kilo Rohkaffee, da wir als neuer, kleiner Importeur leider nur einen komplett gefüllten Container importieren konnten; zwei Container  waren nicht voll ausgelastet. So haben wir z.B. für den Container von SSIT LEQUIL LUM 1.683,78 € bezahlt. Dieser Preis ist unabhängig von der Inhaltsmenge. Das macht bei einem Import von 125 Säcken á  69 kg einen Preis pro kg von 0,20€ €. Da in einen Container 250 Kaffeesäcke  passen, würde sich bei gleichen Containerkosten der Preis pro kg bei einem vollem Container halbieren.

3) Erhöhung des Kaffeepreises an die Kooperative Ssit Lequil Lum
Der Grund, warum wir gerade bei dieser Kooperative den Kaffeepreis erhöht haben, liegt daran, dass wir damit angefangen haben, den Preis für den offiziell Bio-zertifizierten und den Preis für den von der Kooperative selbst-zertifizierten Kaffee anzugleichen. Ursprünglich gab es einen Unterschied von 5 Pesos pro Kilo zwischen offiziell zertifizierten und auto-zertifizierten Rohkaffee. Diesen haben wir in den letzten 2 Jahren auf 1,5 Pesos Unterschied verringert. Wir vertrauen vollkommen in die Bio-Autozertifizierung von Ssit Lequil Lum. Zudem lassen wir jeden Rohkaffee auf Pestizidrückstände im Labor untersuchen: alle Rohkaffees weisen - wie erwartet - keine Rückstände auf. Wir möchten die Bemühungen der Kooperative, aus eigenen Stücken einen umweltfreundlichen Kaffee anzubauen, und somit eine weitere Unabhängigkeit zu erlangen, unterstützen. Da der Rohkaffee von Ssit Lequil Lum für unseren Estrella Negra verröstet wird, macht sich dieses im Preis nun etwas mehr bemerkbar.

Und was bedeutet die Preiserhöhung für Eure Tasse Kaffee?

Umgerechnet für eine einzelne Tasse Kaffee macht sich die Preiserhöhung kaum bemerkbar: der Preis pro Tasse Fuego y Palabra steigt z.B. von ca. 10,56 Cent  auf 10,77 Cent.
Also kein ganzer Cent mehr - das klingt doch gar nicht so viel ;)

Wir hoffen, dass Euch die Unterstützung der Zapatist_innen und unseres Kollektivs diese Preiserhöhung Wert ist und wünschen Euch  weiterhin leckeren Genuss beim Kaffeetrinken!

Euer Kaffeekollektiv Aroma Zapatista

PS: Falls ihr weitere Fragen dazu habt, sprecht uns gerne an!

 

 

News vom 2.4.2014

Menschenrechtsbeobachter*innen für Chiapas gesucht!


Liebe Leute,
falls ihr schon immer mal vorhattet oder überlegt habt, als Menschenrechtsbeobachter*in nach Chiapas zu gehen, so habt ihr im Mai/Juni wieder die Gelegenheit, an einem der sehr guten Vorbereitungsseminare  von Carea e.V. teilzunehmen.
Die Situation in Chiapas ist angespannt - Eure Unterstützung gefragt und erwünscht!

Falls ihr Fragen zur Menschenrechtsbeobachtung habt, sprecht uns gerne an. Zwei aus unserem Kollektiv können von ihren Erfahrungen berichten.

und hier die Ankündigung von CAREA e.V.:

CAREA e.V. führt zweimal jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter/in in Chiapas/Mexiko durch. Das nächste Seminar findet vom 22.05. bis 25.05. und vom 19.06. bis 22.06. 2014 in der Nähe von Kassel statt. Im November/Dezember wird es ein weiteres Seminar geben - auch zur Vorbereitung auf die internationale Begleitarbeit in Guatemala.

In Vorträgen, Arbeitsgruppen und Rollenspielen werden grundlegende Kenntnisse und spezifische Themen vermittelt wie Geschichte und Politik Mexikos, Menschenrechte, aktuelle Situation in Chiapas, Aufgaben von Beobachter/innen, Verhalten in Konfliktsituationen.

Am Seminar können auch Leute teilnehmen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie als Beobachter/in nach Chiapas gehen wollen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.carea-menschenrechte.de, per Telefon: 030/42 80 5666 oder per Mail: info@carea-menschenrechte.de
 

 

News vom 19.3.2104

Neu im Sortiment: bedruckte Taschen

Ganz Neu! haben wir jetzt auch 2 Beutel im Sortiment. Beide sind aus
Biobaumwolle und wurden vom Druckereikollektiv Fairdruckt aus Münster bedruckt.

Hier gehts zu den Motiven



News vom 10.3.2014

 Bildervortrag und Diskussion am Mittwoch, 12. März 2014,  19 Uhr, Wiesbaden

20 Jahre Zapatistische Autonomie

Der zapatistische Widerstand gestern und heute


Warum begannen am 1. Januar 1994 Zehntausende indigene Kleinbäuer*innen, die sich nach dem Revolutionsgeneral Emiliano Zapata ’Zapatistas’ nennen, im südmexikanischen Chiapas ihre Rebellion? Wie konnte es gelingen autonome Parallelstrukturen zum repressiven mexikanischen Staat aufzubauen? Wie ist der Alltag in den zapatistischen Gemeinden? Wie funktionieren die autonomen (Kaffee-)Kooperativen, in denen sich Menschen autonom organisieren, die bis vor wenigen Jahren noch in sklavereiähnlichen Strukturen für Großgrundbesitzer schuften mussten? Welche Initiativen haben sie gestartet, um ihre Rebellion unter dem Motto ’Alles für Alle!’ auszuweiten? Und wieso erfahren sie so viel solidarische Unterstützung in Mexiko und auf globalem Niveau?

Die Info-Veranstaltung thematisiert die facettenreiche soziale Bewegung der Zapatistas. Der Aufstand von 1994 hatte zudem einen spürbaren Einfluss auf die europäische und deutsche Linke. Ebenso wie die Geschichte der zapatistischen Bewegung soll demnach auch deren Auswirkung und Inspiration auf emanzipatorische Bewegungen weltweit durch ihre undogmatische linke Politik aufgezeigt werden.

Aktivist*innen der Gruppe B.A.S.T.A. (Münster) und von Aroma Zapatista (Hamburg) werden den Themenkomplex in einem reich bebilderten Vortrag vorstellen, danach ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Veranstalter / Ort: Infoladen Linker Projekte, Werderstr. 8, 65195 Wiesbaden

 

 

News vom 7.3.2014

Solidarität der Zapitstas mit "Lampedusa in Hamburg"


Wir möchten euch ein Solidaritätsfoto nicht vorenthalten, welches im zapatistischen Verwaltungssitz Morelia mit dem "Rat der Guten Regierung" aufgenommen wurde. Aus der zu Morelia gehörigen Region kommt unser Kaffee von der Kooperative Yochin Tayel K'inal.
Die 350 Geflüchteten in Hamburg kämpfen für ihr Bleiberecht.

Wir freuen uns über die Soliaktion der Compañeros und Compañeras Zapatistas!
Hier gehts zum Foto.

 

News vom 21.1.2014

Die neue Tierra y Libertad ist erschienen!

 "20 Jahre Leben in Rebellion"

Wir legen wieder ein Exemplar der aktuellen und interessanten Ausgabe Nr. 73 den Kaffeepaketen bei.
Falls du mehrere Exemplare haben möchtest und mithelfen kannst, die Tierra y Libertad unter die Leute zu bringen: wir können sie mit deiner Kaffeebestellung mitschicken. Sag einfach bescheid, wieviel du haben möchtest. Die Spende dafür überweist du dann bitte auf das Konto, welches wir dir mitschicken werden.
 
Da sich der Druck der Tierra y Libertad durch Spenden finanziert, freuen sich die Herausgeber_innen über deine Unterstützung!
 
Inhalt Tierra y Libertad Nr 73: 
03 ¡Viva la Autonomía!
     "Land und Freiheit!" - 20 Jahre emanzipatorische Politik von links unten
05 Unsere Kräfte, unseren Schmerz und unsere Rebellion vereinen
      Rede von Comandanta Miriam, EZLN, August 2013
06 Eine Schule der Würde der Freiheit
07 La Escuelita Zapatistas - Ein persönlicher Bericht
08 Tio, wo bist Du?
     Gewaltsames Verschwindenlassen ist in Mexiko wieder eine zunehmend gängige Praxis
10 Alberto Patishtán ist frei!
11 Karawane für ein gutes Leben für die Gemeinden im Widerstand
12 Schweinemastfabriken in Mexiko und anderswo
14 Superwaffe für den Vierten Weltkrieg
      Das geplante Freihandelsabkommen zwischen USA und EU
16 Militär, Polizei und private Auftragsmörder wüten in Honduras
18 Menschenrechtsbeobachtung in Guatemala
19 Völkermordprozess Guatemala: Urteil gegen Rios Montt aufgehoben
20 Spanien: Die Solidarität in den Zeiten der Krise
21 Für Ann
22 Was ist Peoples Global Action?
23 Comunicado der EZLN: Sie und wir * V. La Sexta

Herausgeber*in: Redaktionskollektiv / Ya-Basta-Netz
 
Spendenvorschlag bei Verschickung mit den Kaffeepaketen:
          Einzelexemplar  1  Euro
          5 Exemplare       4  Euro
          10 Exemplare     6  Euro
          20 Exemplare    10 Euro
 
Ihr könnt die Tierra y Libertad auch über folgende Mailadresse bestellen: abolandundfreiheit@riseup.net  
weitere Infos und alte Ausgaben: www.tierra-y-libertad.de

 

News vom 21.1.2014

Zitronengrastee zur Zeit ausverkauft

Wir freuen uns, dass euch der Zitronengrastee gut schmeckt und ihr ihn viel bestellt. Daher ist unsere erste Lieferung aus Chiapas schon ausverkauft. Wir haben bereits nachbestellt und hoffen, euch den Tee schnell wieder anbieten zu können. Wenn alles nach Plan klappt, dann kommt die zweite Lieferung Mitte Februar in Hamburg an, so dass wir den Tee ab ca. Ende Ferbruar wieder verkaufen können (sobald das Ergebnis der Laboruntersuchung da ist).

 

News vom 19.12.2013

20 Jahre Aufstand der Zapatistas - Die Rebellion lebt!

 

Anlässlich des Jubiläums wird es 2014 eine Reihe an Veranstaltungen geben.
Hier eine kleine Auswahl erster Veranstaltungen in naher Zukunft.

 

Berlin:
Fr, 20.12., 20h: !resistencia! Südmexico: Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener Widerstand. Buchvorstellung & Diskussion mit dem Autor Luz Kerkeling.
Ort: New York im Bethanien

Sa, 21.12., 22h: Soli-Konzert & Party für zapatistische Autonomieprojekte mit Daddy Longleg (Punk/Münster) & Paul Geigerzähler & Mandoline Reloaded. Anschl. DJ Herr Mine! (80er,rmx,electro) & DJane la vaca loca.
Ort: New York im Bethanien

 

Mo, 23.12., 20h: Vokü, anschließend: Dokumentarfilm „Wenn das Land zur Ware wird“ – Die Zer­stö­rung der Le­bens­grund­la­gen der in­di­ge­nen Be­völ­ke­rung in Süd­me­xi­ko  (BRD/MEX 2013, 71 Mi­nu­ten).
Ort: New Yorck im Be­tha­ni­en/A-Ca­fe

 

Fr, 03.01., 20h: „Geschichten vom Alten Antonio“  aufgeschrieben von Subcomandante Marcos. Lesung (dt. und span.) mit Verpflegung.
Ort:  TheaterSpielRaum im Bethanien
 
Sa, 04.01., 22h: Fiesta Zapatista. Live: Daisy Chain (Arma Di Scelta) & Miss Zebra (Athen) rap militante internationale, Irie Révoltés Sound System, Lucha Amada & special guests
ab 20h: "Toda Musica es politica" - Musik und Zapatismus, Vortrag und Diskussion mit Gabriela Gorjon
Ort: Clash

jeweils veranstaltet von: Ya Basta Berlin, Lucha Amada, CAREA e.V., Öku-Büro München


Düsseldorf:
Do, 26. 12.2013, 20:30h:  Zapatistas – Chronik einer Rebellion
Film über die Entwicklungen der Bewegung zwischen 1994 und 2003.  

Di, 31. 12. 2013, 22h:  Happy Birthday, Zapatistischer Aufstand!
 Silvesterparty - Begrüßt mit uns das neue Jahr und feiert 20 Jahre Aufstand der Zapatistas.

So, 12. 01. 2014,  13-19h: ¡Otro Mundo es posible! / Eine andere Welt ist möglich!
Workshop mit Filmausschnitten, Geschichten, Texten, Inputs und Diskussionen über 20 Jahre zapatistischer Aufstand und Ideen für die eigenen Kämpfe hier.

jeweils veranstaltet von: Alerta!
Ort: Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108, Düsseldorf


Zürich
Mi, 1.1.2014, 19h: 20-Jahre-Aufstand-Fiesta
Vokü, Punk-Konzert mit Naive und Static Me, anschließend legt  Radio Rebelde Sound System Musik vom Plattenteller auf.
Ort: Autonomer Beauty Salon, Hohlstr. 482
Veranstaltet von: Direkte Solidarität mit Chiapas und Cafe RebelDia

Münster:
Do, 02. 01. 2014:  20-Jahre-Aufstand-Fiesta
19h: "Der Aufstand der Würde"- Film über die zapatistische Bewegung + Aktuelles aus Chiapas
21 h: Konzert mit Thee Evil Bad (Punkrock aus Münster)
Ort: Kulturelles Zentrum Baracke, Scharnhorststr. 100

Mi, 08.1.2014, 19:30h: "Toda Musica es politica" -
Musik und Zapatismus, Vortrag und Diskussion mit Gabriela Gorjon
Ort: Interkuluturelles Zentrum Don Quijote, Nieberdingstr. 8
jeweils veranstaltet von: Gruppe B.A.S.T.A.

Hamburg:
Fr, 03. 01. 2014:  20-Jahre-Aufstand-Fiesta mit Veranstaltung
19:30h: Film "Der Aufstand der Würde"  + Vortrag und Diskussion über Musik und Zapatismus mit Ga­brie­la Gor­jon
22 h: Konzert mit ARMA DI SCELTA feat. Daisy Chain & Miss Zebra
Rap militante - internationale aus Griechenland + radical - global - Mestizo Sounds - Dj-Sets
Veranstaltet von: Hafenklang , Lucha Amada und Kaffeekollektiv Aroma Zapatista
Ort: Hafenklang,  Große Elbstr. 84, Hamburg

 

News vom 11.12.2013

Aufnahme in den Weltladen-Lieferant_innenkatalog

 

Am 11. Dezember 2013 sind wir offiziell in den Lieferant_innenkatalog des Weltladen-Dachverbandes aufgenommen worden. Somit haben jetzt alle im Weltladen-Dachverband organisierten Weltläden die Möglichkeit, unseren Kaffee, Espresso und Tee in ihr Sortiment aufzunehmen. Wir freuen uns über Eure Bestellung :)

 

 

News vom 09.12.2013

Neue Geschenkpakete im Sortiment

Wir bieten euch ab sofort 3 neue Geschenkpakete an. Wenn ihr Interesse habt, dann guckt doch mal auf der Kennenlern- und Geschenkpaketseite vorbei.

 

News vom 09.12.2013

Aroma Zapatista-Videoclip

Wir haben einen kurzen Clip über Aroma Zapatista und den solidarischen Handel mit zapatistischen Kooperativen erstellt.

Falls ihr Interesse daran habt, woher unser/euer Kaffee kommt, ihr Interesse an Bildern über Kaffeeanbau und anderes aus Chiapas habt, dann schaut doch mal hier vorbei: Aroma Zapatista-Bilder-Clip

Viel Spaß beim Gucken!

Wenn ihr die Möglichkeit habt, das Video auf eurer Internetseite zu verlinken, macht es gerne - wir freuen uns darüber!

 

News vom 30.10.2013

NEU im Sortiment: zapatistischer Zitronengrastee »Muil Jovel« !

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass wir ein neues zapatistisches Produkt im Sortiment haben: natürlich angebauter Zitronengrastee aus dem Hochland von Oventic! :-)

Dieser leckere Zitronengrastee, den einige von euch sicherlich schon in Chiapas getrunken haben, wird von Kleinbäuer_innen der zapatistischen Kooperative Yachil Xojobal Chulchán in Kollektivarbeit angebaut, getrocknet und in 2-3cm lange Stücke geschnitten (mit der Machete!).
In Hamburg verpacken und bekleben wir den Tee schließlich in 50g-Beutel.

Er ist neben dem Rohkaffee das zweite Produkt dieser Kooperative für den Export. Den Namen »Muil Jovel« hat die Kooperative ausgewählt. Er stammt aus dem Tzotzil und bedeutet soviel wie »sehr schmackhaftes Gras«.

Wie auch den Rohkaffee importieren wir das Zitronengras nach den Prinzipien des solidarischen Handels: Die Absprache des Einkaufspreises erfolgte auf Basis von Kosten und Aufwand der Kleinbäuer_innen und unseren Möglichkeiten. Für 1kg getrocknetes und geschnittenes Zitronengras zahlen wir 250 Pesos.

Wir haben zunächst ein "Probepaket" von 20kg bestellt, um zu testen, ob euch der Tee schmeckt und wir ihn hier verkaufen können. Wenn er gut ankommt, werden wir ihn langfristig als neues Produkt aufnehmen können – Ihr seid also gefragt! :-)

Ihr werdet euch eventuell fragen, warum der Preis des Zitronengrastees im Vergleich zu anderen Anbietern höher ausfällt. Zum einen rührt es daher, dass die Transport- und Laborkosten für die kleine Menge im Verhältnis höher liegen und wir Kosten für Dokumente übernommen haben, was nicht unbedingt üblich ist. Darüber hinaus ist der Preis, den wir der Kooperative zahlen im Vergleich zu anderen Zitronengrastee-Anbietern recht hoch.

Wir bieten euch 50g Tee für 2,55€ - wir kaufen den Tee vor allem, um den Zapatistas eine neue Abnahme- und Einkommensquelle zu bieten und euch mit einem neuen zapatistischem Produkt zu versorgen; in diesem Preis ist nur ein sehr geringer Aufschlag für unsere Kosten und Aufwand enthalten (siehe Kalkulation weiter unten).

Da wir das erste Kollektiv sind, die diesen Tee von den Compañeras und Compañeros Zapatistas kaufen, sind sie schon neugierig, ob euch der Tee schmeckt und sie bald neuen Tee für uns "zubereiten" können.

Darum freuen wir uns und die Compas über eure Bestellungen und Meinungen zum Tee.
Wenn ihr mehr Fragen zu diesem Thema habt, sprecht uns gerne an!


Preiszusammensetzung Zitronengrastee

Der Verkaufspreis in Höhe von 2,55€ für 50g Tee setzt sich folgendermaßen zusammen:

Preis an die Kooperative:   0,74 €
Gesundheitszeugnis:           0,24 €
Versandkosten:                      0,81 €
Zollabfertigung:                   0,03 €
Laborkosten:                           0,29 €
Teetüte:                                     0,09 €
Aufkleber:                                0,17 €
unser Aufschlag:                  0,01 €
MwSt:                                         0,17 €
SUMME:                                    2,55 €

Hier kommst Du direkt zum Zitronengrastee im Webshop.

 

News für den 7. November 2013

"Rebel Soundtrack: Zapatista Music"

Buchvorstellung und Konzert

am Donnerstag 7.11.2013, 19 Uhr

im Rahmen des Punkcafés im Gängeviertel (Hamburg)

 

mit dem mexikanischen Autor, Fotographen und Liedermacher Benjamin Anaya, begleitet von Reu Bruhn (Bass), Rolf Pifnitzka (Saxophon), Klaus Nowakowski (Schlagzeug) und dem Butt Club Chor

Wir freuen uns sehr, die Veranstaltung von Benjamin im Rahmen seiner Europa-Tour in Hamburg organisieren zu können und sind schon sehr gespannt.

 

Zum Inhalt der Veranstaltung:

Der Kampf der Zapatistas in Chiapas/Mexiko hat nicht nur die neuen sozialen Bewegungen und die Literatur beeinflusst, sondern auch die Musik. Viele Unterstützer_innen und Künstler_innen auf der ganzen Welt haben die zapatistischen Visionen von Freiheit, Frieden, Würde und Gerechtigkeit durch Kunst und Musik weltweit verbreitet. Das Buch zeigt auf, wie der Kampf der Zapatistas in Songtexten, auf Festivals, bei direkten Aktionen und in Debatten um Autonomie, Solidarität, Selbstbestimmung und in den Kampf gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung eingegangen ist.

 

Benjamin Anaya - selbst Musiker, Fotograf und Autor - stellt sein Buch “Rebel Soundtrack: Zapatista Music” vor. Es handelt von der engen Verknüpfung der Musik des Widerstandes mit dem Zapatismus der EZLN und seinen Einflüssen auf die sozialen Bewegungen und Formen des Widerstandes gegen den Neoliberalismus - nicht nur in Mexiko, sondern auf der ganzen Welt. Neben Auszügen aus dem Buch wird es Fotografien des Autors u.a. von Manu Chao, Rage Against The Machine, Lila Downs und Panteón Rococó zu sehen geben.

 

In einem zweiten Teil wird Benjamin selbst einige Lieder spielen zusammen mit den Hamburgern Reu Bruhn, Rolf Pifnitzka und Klaus Nowakowski, die sich extra für diese Veranstaltung zusammengefunden haben und im Anschluss einige eigene Lieder spielen werden. Unterstützung für die zapatistische Hymne bekommen sie vom Butt Club Chor aus der Hafenstraße.

 

News vom 24.10.2013

Erhöhung der Versandkosten EU-Ausland

Leider mussten wir feststellen, das wir bei unseren Versandkosten ordentlich draufzahlen. Das liegt zum Einen an einer Preiserhöhung des Transportunternehmens DPD im Frühjahr 2013, zum anderen daran, das wir bisher den Maut- und Dieselzuschlag nicht mitberechnet haben. Leider sind unsere Umsatzzahlen noch nicht hoch genug, um diese Verluste durch den Rohgewinn abzudecken. Deshalb erhöhen wir die Versandkosten ins EU-Ausland um 1,60 € pro Paket (darin enthalten sind 0,23 € Mautgebühr und 1,37 Diesel-Zuschlag). Die Versandkosten innerhalb Deutschlands werden wir vorerst nicht erhöhen.

 

News vom 15. Oktober 2013

Vorbereitungsseminar von CAREA e.V.:

Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas/Mexiko und Internationale Begleitung in Guatemala


CAREA e.V. führt mehrmals jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter_in in Chiapas/Mexiko sowie zur Begleitung von Zeug_innen und Aktivist_innen in Guatemala durch. Das nächste Seminar findet vom 14. -  17. November 2013 und vom 5. -  8. Dezember 2013 in der Nähe von Kassel statt.

In Chiapas versuchen Menschenrechtsbeobachter_innen in indigenen Gemeinden, durch Präsenz und Öffentlichkeitsarbeit Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. In Guatemala werden Überlebende der während des Bürgerkrieges begangenen Massaker, die sich bereit erklärt haben in Prozessen gegen hochrangige Militärs auszusagen, sowie Menschenrechtsverteidiger_innen die aufgrund ihrer Arbeit bedroht werden, begleitet.


Das inhaltliche Programm der Vorbereitungsseminare ist länderspezifisch aufgeteilt, d.h. Interessierte für das Guatemala-Projekt und für das Chiapas-Projekt werden in getrennten Gruppen vorbereitet. Gemeinsame Pausen und Abendaktivitäten geben jedoch auch die Möglichkeit, sich gemeinsam auszutauschen.


In Vorträgen, Arbeitsgruppen und Rollenspielen werden grundlegende Kenntnisse und spezifische Themen vermittelt wie Geschichte und Politik
Guatemalas und Mexikos, Menschenrechte, aktuelle Situation in Chiapas und Guatemala, Aufgaben von Beobachter_innen und Begleiter_innen, Verhalten in Konfliktsituationen.

Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite von carea e.V.

 

News vom 1. Oktober 2013

Neu im Sortiment: Das umfangreiche Buch von Luz Kerkeling ist frisch erschienen und ab sofort auch bei uns erhältlich.

¡RESISTENCIA!
Südmexiko: Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener Widerstand

Luz Kerkeling beschreibt und analysiert in ¡RESISTENCIA! die sozialen Konsequenzen, die die herrschende Politik in Mexiko für die indigenen Widerstandsbewegungen in Chiapas, Oaxaca und Guerrero hat. In einer detaillierten und aktuellen Untersuchung werden die Interessen der jeweiligen Akteur_innen dargestellt; darunter unterschiedliche Regierungsebenen, lokale Machthaber_innen, Militärs, paramilitärische Verbände, mexikanische und transnationale Unternehmen, internationale Finanzorganisationen sowie regierungskritische Gruppierungen, indigene Zusammenschlüsse und Guerillaorganisationen.

Im Zentrum der Studie, die auf über 110 Interviews basiert, stehen die Kritik an den Projekten von Wirtschaft und Regierung, die alternativen Vorschläge sowie die darüber hinausgehenden Zielvorstellungen der indigenen Organisationen, die sich im Widerstand gegen die mexikanischen Eliten und das globale kapitalistische System befinden. Die von den indigenen Bewegungen praktizierten Autonomieprozesse bieten inspirierende Ansatzpunkte für eine radikaldemokratische und solidarische Neuorganisation der gesellschaftlichen Verhältnisse, die weit über die Situation in Mexiko hinausgehen und somit von globaler Relevanz sind.

Neben Angehörigen der Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN kommen Aktivist_innen diverser anderer indigener Organisationen aus dem Umfeld des Nationalen Indigenen Kongresses CNI sowie dem Netzwerk La Sexta zu Wort, einer horizontalen Mobilisierung, die danach strebt, mit friedlichen Mitteln eine linke Verfassung „von unten für unten“ durchzusetzen. Eingebettet werden die Analysen in eine soziologische Reflexion über Chancen und Grenzen der emanzipatorischen indigenen Bewegungen und Organisationen.

zum Buch in unserem Webshop

 

 

News vom 1. Oktober 2013

Veranstaltung: Es geht auch anders!

Alternativen weg von der parlamentarischen Demokratie hin zu einer direkt-demokratischen Gesellschaft

 Zapatistische Autonomie

Warum begannen am 1. Januar 1994 Zehntausende indigene Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die sich nach dem Revolutionsgeneral Emiliano Zapata ’Zapatistas’ nennen, im südmexikanischen Chiapas ihre Rebellion? Wie konnte es gelingen autonome Parallelstrukturen zum repressiven mexikanischen Staat aufzubauen? Wie ist der Alltag in den zapatistischen Gemeinden? Welche Initiativen haben sie gestartet, um ihre Rebellion unter dem Motto ’Alles für Alle!’ auszuweiten? Und wieso erfahren sie so viel solidarische Unterstützung in Mexiko und auf globalem Niveau? Die Info-Veranstaltung thematisiert die facettenreiche soziale Bewegung der Zapatistas.

Der Aufstand von 1994 hatte einen erheblichen Einfluss auf die europäische und deutsche Linke. Ebenso wie die Geschichte der zapatistischen Bewegung soll demnach auch deren Auswirkung und Inspiration auf emanzipatorische Bewegungen weltweit durch ihre undogmatische linke Politik aufgezeigt werden.

 

Mit Referent*innen von Aroma Zapatista und Gruppe B.A.S.T.A.

 

Mi. 9.10 * 19.00 Uhr: Zapatistische Autonomie - fau-hb.tk

Kulturzentrum Paradox (Bernhardstr. 10 - 12, 28203 Bremen)

 

 

News vom 20. August 2013

Artikel "Eine Schule der Würde und der Freiheit" - erschienen in "Neues Deutschland"

Eine Schule der Würde und der Freiheit

Zapatistas unterrichten über 1500 geladene Gäste in ihren Basisgemeinden in Chiapas

Die »Kleine Schule« der zapatistischen Bewegung im August 2013 ist von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern enthusiastisch aufgenommen worden. Ein weiteres Mal ist es der EZLN gelungen, Tausende engagierte Menschen aus Mexiko und dem Ausland für ihre Anliegen zu interessieren.

»Das hier ist keine richtige Reihe, das ist eine Schlange«, witzelt ein Zapatist kurz nach sechs Uhr morgens. Mehr als 300 übernächtigte Personen versuchen, sich am Rande des Regenwaldes im südmexikanischen Chiapas auf dem Basketballplatz des autonomen Verwaltungszentrums La Garrucha nach nur drei Stunden Schlaf einigermaßen geordnet aufzustellen. Sie alle nehmen ab dem 12. August an der »Kleinen zapatistischen Schule« teil, zu der die linksgerichtete Zapatistische Befreiungsarmee EZLN Anfang 2013 insgesamt über 1500 Personen aus aller Welt nach La Garrucha und in die anderen zapatistischen Zonen von La Realidad, Oventik, Morelia und Roberto Barrios eingeladen hatte.

Das Thema dieser besonderen Schulung ist »Die Freiheit laut den Zapatistas«. Die indigen geprägte Bewegung um die EZLN kämpft seit ihrem Aufstand vom 1. Januar 1994 für die 13 Forderungen Unterkunft, Land, Arbeit, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Information, Kultur, Unabhängigkeit, Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden.

Bevor die Abreise der Schülerinnen und Schüler von San Cristóbal ausgehend in die unterschiedlichen Zonen begann, hatten alle Teilnehmenden für nur fünf Euro vier Broschüren und zwei DVDs mit den Lehrinhalten erhalten. Die Materialien, die von der zapatistischen Basis auf rund 300 Textseiten zusammengestellt wurden, beschäftigen sich selbstkritisch mit der organisierten Selbstverwaltung der rund 1000 zapatistischen Gemeinden und bilden die inhaltliche Grundlage der »Kleinen zapatistischen Schule«.

Die Formierung von Reihen am frühen Morgen in La Garrucha hat ein klares Ziel: Jedem Schüler und jeder Schülerin wird ein zapatistischer Wächter beziehungsweise eine Wächterin zugeteilt. Sie kümmern sich wie in allen weiteren zapatistischen Regionen eine Woche lang um ihren Besuch und lassen die Personen buchstäblich keinen Moment aus den Augen. Sie werden ab sofort mit ihnen den Alltag in den zapatistischen Dörfern teilen, im selben Haus wohnen, im selben Raum schlafen und gemeinsam die lokale Badestelle besuchen.Die Offenheit, im Rahmen der »Escuelita Zapatista« (Zapatistischen Schule) am Alltagsleben der Zapatistas teilzuhaben, stellt ein Novum dar: Die eingeladenen Personen konnten die Tätigkeiten auf den Mais- und Bohnenfeldern miterleben und die Alltagsrealität auf den Ländereien der betroffenen Gemeinden kennenlernen.

Das paternalistische Konzept von »Entwicklungshilfe« wird radikal negiert: Hier lehren nicht vermeintlich schlaue Köpfe aus dem globalen Norden oder den Hauptstädten den Menschen in ärmeren Ländern, wie sie ihre Grundversorgung verbessern können. Hier unterrichten aktive Menschen aus den Reihen der EZLN mit viel Kampferfahrung, wie sie ihre Autonomie in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Justiz, Produktion und Medien trotz Militarisierung, paramilitärischem Terror, Falschinformationen und Bestechungsgeldern seitens der Regierung im Alltag verwirklichen.Unser Wächter Grabiel berichtet: »Der Kampf begann am 17. November 1983. Damals haben drei Mestizen und drei Indigene die EZLN gegründet. In der Klandestinität haben wir sehr gelitten. Die Frauen mussten uns zehn Jahre lang nachts das Essen bringen. Alles war sehr gefährlich«.Durch den Aufstand von 1994 konnte sich die EZLN viele Ländereien aneignen. Es wird von bis zu 250 000 Hektar gesprochen. »Nach vielen Jahren im Untergrund konnten wir Land an Tausende Familien verteilen«, so Grabiel.

Alle im Rahmen der »Kleinen Schule« besuchten Gemeinden sind von kleinbäuerlicher Selbstversorgungswirtschaft geprägt. »Wir als Zapatistas in unserer Gemeinde haben beschlossen, keine Chemikalien mehr zu nutzen. So wird unsere Erde geschützt und wir sind unabhängig von den Chemiekonzernen«, berichtet Grabiel. Er lässt aber durchblicken, dass auch die eigenen Compañeros widersprüchlich handeln und teilweise »zu faul« seien, komplett auf eine ökologische Anbauweise umzustellen.Viele Menschen in Chiapas haben nach dem Aufstand der EZLN von 1994 Ländereien erhalten, auf denen nicht selten zuvor ihre Eltern als entrechtete Knechte schuften mussten. Ein zentraler Aspekt des Alltagswiderstandes der Zapatistas ist daher auch die Bewirtschaftung der Felder, die den Großgrundbesitzern abgetrotzt wurden.Pancho, ein junger Zapatist, der nach Rücksprache mit der Gemeinde für zwei Jahre in die USA migrieren durfte, um Geld für ein Haus aus Stein zu verdienen, äußert sich empört über die Arbeitsbedingungen auf den dortigen Gemüseplantagen: »Die Arbeit war völlig anders als hier. Es gab immer einen Chef, der uns ständig befohlen hat, was wir tun müssen.« Aktivisten wie Pancho gehören zur zweiten Generation der zapatistischen Bewegung, die außer der Dorfversammlung keine Autorität kennen, die ihnen befehlen würde.

Mit der »Kleinen Schule« ist es der zapatistischen Bewegung im August 2013 ein weiteres Mal gelungen, Tausende engagierte Menschen aus Mexiko und dem Ausland für ihre Anliegen zu interessieren. Am Ende formulierte jede besuchte Gemeinde die zentrale Botschaft fast wortgleich: »Organisiert Euch dort, wo Ihr lebt, gegen jede Form von Ausbeutung und Unterdrückung und baut Alternativen auf.«

Luz Kerkeling, Chiapas

Artikel lesen in "Neues Deutschland"

 

News vom 16. August 2013

Neu im Sortiment: "Wenn das Land zur Ware wird" (Dokumentarfilm)

Der neue Dokumentarfilm von Zwischenzeit e.V. "Wenn das Land zur Ware wird" problematisiert die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Chiapas/Südmexiko durch Monokulturen, Umsiedlungsprogramme, Tourismusprojekte und Repression. Der friedliche Widerstand dagegen und mögliche Alternativen werden aufgezeigt.. D/Mexiko 2013, 71 Minuten,

Mehr Infos: Zwischenzeit e.V.

 

News vom 09. August 2013

10-jähriges Bestehen der „Caracoles“

 

Heute genau vor 10 Jahren wurden offiziell die sogenannten „Caracoles“ gegründet – ein wichtiges Ereignis für die zapatistische Bewegung.. Caracoles sind die regionalen zapatistischen Verwaltungszentren, in denen die „Juntas de Buen Gobierno“ (Räte der guten Regierung) ihren Sitz haben – es gibt 5 insgesamt. Die Juntas der Guten Regierung verstehen sich als rotierende, basisdemokratische Regierung, die aus Vertreter_innen der zu dem jeweiligen Verwaltungszentrum angeschlossenen autonomen, zapatistischen Gemeinden zusammengesetzt ist.

Die Feierlichkeiten dauern 3 Tage: 9. - 11. August. Wenn es die Zeit erlaubt, wird unsere Kollegin, die sich dieser Tage in Chiapas zum Besuch der Kooperativen aufhält, von den Feierlichkeiten berichten.

 

News vom 17. Mai 2013

Wir haben eine neue Kontoverbindung!

Wir haben eine neue Bankverbindung: Wir bitten dich, ab dem 21. Mai 2013 deine Zahlungen auf folgendes Konto zu überweisen:

 

GLS-Bank

Bankleitzahl: 430 609 67

Kontonummer: 2039 287 300

 

Vielen dank und weiterhin guten Kaffeegenuss!!

 

News vom 16. Mai 2013

Atenco Veranstaltung am 29.5.2013 im Centro Sociale - Hamburg

Im Rahmen einer Rundreise von Ignacio del Valle organisieren wir eine Veranstaltung, welche über die erfolgreichen Proteste gegen das Flughafenprojekt in Atenco, sowie die erlebte Repression berichtet. Ignacio del Valle ist einer der zentralen Figuren in diesem Protest. Zusammen mit der Latino-Ska-Punkt-Band "La Resistencia de México" laden wir euch zu einem spannenden und anregenden Abend ein. Mehr Informationen findet ihr unter den beiden folgenden Links:

Flyer Veranstaltung

Mehr Infos zu Atenco

 

News vom 15. April 2013

CAREA-Vorbereitungsseminar zur Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas/Mexiko

 

CAREA e.V. führt zweimal jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter/in in Chiapas/Mexiko durch. Das nächste Seminar findet vom 23.05. bis 26.05. und vom 13.6. bis 16.6. 2013 in der Nähe von Kassel statt. Im November/Dezember wird es ein weiteres Seminar geben - auch zur Vorbereitung auf die internationale Begleitarbeit in Guatemala. Mehr Infos dazu gibt es hier

 

News vom 05.04.2013

Neuerscheinung: Das Buch "gehorchend befehlen"

Über das Buch: "Viele und sehr verschiedenartig sind die tiefgreifenden politischen Lektionen, die die mexikanische indigene neozapatistische Bewegung hervorgebracht hat. Ausgehend von einer radikalen, neuartigen politischen Praxis hat der mexikanische Neo-Zapatismus zahlreiche Elemente beigesteuert, die es ermöglichen sollen, die korrupte Welt der herrschenden aktuellen Politik sowie die immer noch dominierenden, hinfälligen politischen Theorien radikal zu hinterfragen und zu überwinden. Durch eine andere Art, das „Politische“ zu denken und zu praktizieren, legt die Bewegung die Fundamente einer möglichen „anderen“ politischen Theorie. Beispiele sind die Neuschaffung von Strukturen der Selbstregierung,  der "anderen" Demokratie und ein radikales Verständnis von Autonomie als politische und globale Autonomie."

 

News vom 01.03.2013

Neu im Sortiment: der Dokumentarfilm "Die Kraft der Schmetterlinge"

Ein beeindruckender und wichtiger Dokumentarfilm über Selbstbestimmung und Selbstverwaltung in mittelamerikanischen Ländern:

Im Rahmen der Chaostheorie spricht man vom „Schmetterlingseffekt“, was bedeutet, dass kleinste Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig und unvorhersagbar verändern können... Politiker_innen verschiedener Länder betonen immer wieder, dass es derzeit keine Alternativen zum neoliberalen Wirtschafts- und Lebenskonzept gibt. “Die Kraft der Schmetterlinge” ist 2011 auf einer Reise von Mexiko nach Panama entstanden und handelt von Menschen in Mittelamerika, die statt auf Lösungen seitens ihrer Regierungen zu hoffen – sich zusammentun, sich organisieren und so eigene Lösungen und Alternativen schaffen.

 

News vom 28.02.2013

Bedrohung einer zapatistischen Gemeinde - Urgent action

Laut Informationen vom Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (San Cristóbal / Chiapas) besteht im Ejido San Marcos Avilés, Landkreis Chilón, das unmittelbare Risiko eines einer gewaltsamen Vertreibung der zapatistischen Unterstützungsbasis der EZLN (BAEZLN) durch Teile der Bewohner_innen der selben Gemeinde (Angehörige der Partei der Institutionellen Revolution (PRI), Partei der Demokratischen Revolution (PRD) und der Grünen Ökologischen Partei Mexikos (PVEM)).

Dies wäre der zweite Übergriff innerhalb von knapp drei Jahren, denn bereits im Jahr 2010 wurde die Gemeinde angegriffen: Am 9. September 2010 erhielt dieses Menschenrechtszentrum einen Bericht des Rates der Guten Regierung des Caracols II mit Sitz in der Gemeinde Oventic / Chiapas. Es wurde berichtet über Bedrohungen, Übergriffe und von der gewaltsamen Vertreibung von 170 Personen, darunter Männer, Frauen und Kinder, der BAEZLN des Ejido San Marcos Avilés, im Bezirk Chilón / Chiapas. Dies geschah, nachdem im August 2012 die BAEZLN die erste autonome Schule in diesenm Ejido gebaut hatten.

An diesem Tag haben sich 30 Personen des Ejidos (Anhänger_innen der Parteien PRI, PRD und PVEM) gewaltsam mit Stöcken, Macheten und Feuerwaffen Zugang zu den Häusern der Mitglieder der BAEZLN verschafft und versucht zwei Frauen zu vergewaltigen, die glücklicherweise entkommen konnten. Die BAEZLN verließen ihre Häuser und suchten Zuflucht in den Bergen. Nach 33 Tagen der Vertreibung, ohne Nahrung und ohne jeglichen Schutz, kehrten die 27 Familien der BAEZLN (170 Personen, Männer, Frauen und Kinder) am 12. Oktober in ihre Gemeinde zurück. Derzeit leben sie immer noch in einer prekären Situation durch die anhaltenden Versuche, sie von ihren existenzsichernden Ländereien zu verdrängen und durch die kontinuierliche Bedrohung ihrer Gesundheit und Sicherheit.

Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas betont seine Sorge über das akute Risiko welchem die Einwohner_innen des Ejido San Marcos Avilés, ausgesetzt sind, da in den letzten Wochen Morddrohungen und Androhungen von Übergriffen zugenommen haben.

 

Nehmt zahlreich an der Urgent Action für die bedrohte Gemeinde teil. Du findest sie auf der Seite von Chiapas 98

 

News vom 15.02.2013

Mehrfachbestellungen der Zeitschrift Tierra y Libertad

Bei jeder Kaffeebestellung legen wir ein Exemplar der aktuellen Tierra y Libertad Ausgabe bei. Solltest Du mehrere Exemplare haben wollen, kannst Du das auch bei uns machen. Wir versenden sie mit Deinem Paket. Gib einfach im Kommentarfeld der Webshop-Bestellung die Anzahl an oder schick uns eine E-Mail. Die Spende dafür überweise bitte auf das Konto, welches auf der Tierra y Libertad-Webseite angegeben ist: "Unterstützung T y L"

Da sich der Druck der Tierra y Libertad durch Spenden finanziert, freuen sich die Herausgeber_innen über deine Unterstützung!

 

News vom 06.02.2013

Weitere Kommuniques der Zapatistas

Lange Zeit war es medial relativ ruhig gewesen um die Zapatistas. Im Januar wurden nach dem Kommunique vom 31.12.2012 weitere Kommuniques veröffentlicht, unter anderem ein gezeichnetes, sowie eine Reihe von Briefen vom Subcomandante Marcos mit dem Titel "Sie und Wir". Zu finden sind diese auf Deutsch auf Chiapas98 – auf Spanisch auf Enlace Zapatista.

 

News vom 06.02.2013

Prostete gegen IBA und igs

Am 22.03.2013 startet die „Internationale Bau Ausstellung“ (IBA) in ihr Präsentationsjahr - am 26.04.2013 öffnet die „internationale gartenschau“ (igs) für ein halbes Jahr ihre Tore in Hamburg Wilhelmsburg.

IBA und igs sind langjährig geplante, großangelegte "Vorzeigeprojekte" der Hamburger Stadtentwicklungspolitik. Als „Meilensteine“ des sogenannten „Sprung über die Elbe“ folgen beide einer klaren Agenda: „Die Elbinseln und die südlichen Stadtviertel […] werden gezielt aufgewertet“. Eingebettet in das Programm einer „Wachsenden Stadt“ versucht Hamburg sich so weiter als „grüne Metropole“ zu profilieren, um damit im globalen Standort-Wettlauf der Metropolen zu punkten.

Die Kampagne “IBA? Nigs DA! – Für eine soziale und selbstbestimmte Stadt” hat es sich zum Ziel gemacht, gegen gegen die Internationale Bauausstellung und die Internationale Gartenschau 2013 zu protestieren und diesen sichtbar zu machen. Der Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg (AKU) arbeitet seit Jahren kritisch zur Umstrukturierungspolitik in Wilhelmsburg. Mit einer Veranstaltungsreihe, zahlreichen Aktionen wird der Protest laut, sichtbar und bunt sein.

Für ein Recht auf Stadt!

Mehr zu dem Thema:

Kampagne IBA? Nigs DA!

Arbeitskreises Umstrukturierung Wilhelmsburg (AKU)

Erste Termine:

10. Februar 2013: Stadtteilspaziergang + Veranstaltung im Bürgerhaus Wilhelmsburg von

14:00 – 18:00 Uhr

 

News vom 17. Januar 2013

Tierra y Libertad Nr. 72 ist erschienen!

Ab sofort gibt es die neuste Ausgabe der Tierra y Libertad.Neben der Situation in Mexiko nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Enrique Peña Nieto, sowie des neuen Gouverneurs im mexikanischen Bundestaat Chiapas, geht es ebenso um den Schweigemarsch der Zapatistas vom 21. Dezember und um viele andere interessante Themen. Das Inhaltsverzeichnis findest Du hier.

Die Tierra y Libertad berichtet seit vielen Jahren über die Entwicklungen rund um die zapatistische Bewegung, in Chiapas, in Mexiko und der Welt. Es geht dabei in erster Linie um die Informationsverbreitung über emanzipative Bewegungen, aber auch um staatliche Repression.

Die Tierra y Libertad wurde seit dem Aufstand der Zapatistas 1994 von verschiedenen Redaktionen bearbeitet. Seit der Nummer 61 wird die Tierra y Libertad vom Ya-Basta-Netzherausgegeben. Das Ya-Basta-Netz besteht seit über 10 Jahren als bundesweiter Zusammenschluss von Einzelpersonen, Soli- und Aktionsgruppen, die solidarisch mit dem zapatistischen Aufstand sind.

Solange der Vorrat reicht, legen wir jedem Paket ein Exemplar der Tierra y Libertad bei. Wenn Du weitere Exemplare bestellen oder im Archiv recherchieren willst, kannst Du dies auf der Tierra y Libertad Webseite tun.

Für Druck- und Portokosten ist die Tierra y Libertad auf Spendengelder angewiesen. Wenn Du die Tierra y Libertad unterstützen möchtest, sind Spenden sehr willkommen. Und empfehle sie gern weiter!

 

 

News vom 31. Dezember 2012

Neues Kommunique der Zapatistas:

"Wir brauchen sie nicht, um zu überleben"

In ihrem neuen Kommunique vom 31.12.2012  berichten die Zapatistas zum einen von ihren Erfolgen seit Beginn des Aufstands 1994. Sie verbesserten z.B. die Bildung, die Unterkünfte, die medizinische Versorgung, die Ernährung und die Situation

der Frauen in den zapatistischen Gemeinden. Auch wenn die Medien  in den letzten Jahren weniger über die Zapatistas berichtet haben,  sind sie nach wie vor präsent und bauen ihre selbstverwalteten und autonomen Strukturen weiter auf und aus. Trotz der anhaltenden Repression durch Regierung und Paramilitärs werden die Zapatistas weiter für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen. In dem Kommunique rechnen sie mit der politischen Klasse Mexikos ab und stellen dabei klar: "Sie brauchen uns nicht, um zu scheitern" und "Wir brauchen sie nicht, um zu überleben".

Für 2013 kündigt die EZLN eine verstärkte Kontaktaufnahme und Vernetzung zu sozialen Bewegungen in Mexiko und der Welt an.

Das Kommunique findet ihr hier: www.chiapas.eu
Einen Zeitungsartikel findet ihr hier



News vom 21. Dezember 2012

40.000 Zapatistas demonstrieren in 5 Städten in Chiapas

Am 21.12.2012, dem angeblichen Tag des "Weltuntergangs", besetzten 40.000 Zapatistas, die zu den heutigen Mayas zählen, schweigend die zentralen Plätze der Städte San Cristobal, Palenque, Altamirano, Ocosingo und Las Margaritas. Diese friedliche und beeindruckende Aktion ist die größte Mobilisierung seit dem Aufstand am 1. Januar 1994.  Sie macht deutlich, dass die zapatistische Bewegung weiterhin stark und groß ist - entgegen der Aussagen der Regierung und der mexikanischen Massenmedien, welche die Bewegung fälschlicherweise schon mehrfach für unbedeutend  und "tot" erklärt hat.

Weitere Infos auf: www.gruppe-basta.de und www.chiapas.eu

Ein Video über die Aktion gibt es hier

 

 

News vom 23. November 2012

Kennenlern- und Geschenkaktion

Ab sofort findest Du in unserem Webshop unsere Schnupperangebote und Geschenkaktionen. Wenn Du unseren Kaffee noch nicht kennst oder ihn verschenken möchtest, ist es genau das Richtige für Dich. Gern stellen wir Geschenkpakete nach Deinen Wünschen zusammen! Es wird in bunten Papiertüten verschickt.

 

 

News vom 20. November 2012

Einweihungsfeier

Nach neun arbeitsintensiven und schönen Monaten in unserem Kaffeekollektiv Aroma Zapatista holen wir am Samstag, 1. Dezember 2012 unsere Einweihungsfeier nach:

 

Das Programm

 

Tagsüber

16 Uhr Kaffee, Kuchen & Klönschnack

18 Uhr Veranstaltung mit vielen Bildern über die zapatistischen Kaffeekooperativen, solidarischen Handel, über unser Kaffeekollektiv, Aktuelles aus Chiapas und natürlich mit euren Fragen

 

Abends

20:30 Leibliches Wohl: Vegane Burger und Getränke

21:30 Uhr Konzert mit:

Daddy Longleg (melodischer Punk aus Münster und Berlin)

Die Bilanz (Zeigefingerpunk aus Hannover)

Anschließend: Musik vom Plattenteller “Cumbia & Tropikal Bass“ mit DJ Bombombum

 

Das ganze veranstalten wir zusammen mit dem Infoladen Wilhelmsburg. Das Abendprogramm findet in den Veranstaltungsräumen vom Wohnprojekt Fährstr 105 "Im lustigen Äffchen" statt. Tagsüber erwarten wir euch bei uns im Veringhof 11 - Hamburg / Wilhelmsburg. Eine Wegbeschreibung zum Veringhof findet ihr hier: https://www.aroma-zapatista.de/kontakt

 

Kommt gerne vorbei und feiert mit! Wir würden uns freuen!

 

 

News vom 20. November 2012

Unser 1. Newsletter

Hallo liebe Leute,

hiermit schicken wir euch viele Grüße aus aus Hamburg mit einigen Infos!

Vor 6 Monaten haben wir angefangen, zapatistischen Kaffee zu verkaufen, seitdem ist einiges passiert.

Ein riesiges Dankeschön erst mal an Alle, die uns durch den Kauf unseres Kaffees, private Darlehen, Weiterempfehlen, beim Renovieren, Beraten, mit Sachspenden usw. unterstützt haben. Das gibt uns bis heute viel Motivation weiter zu machen!

und nun einige Neuigkeiten...

 

1) Unser Webshop ist online

Wir freuen uns, dass unsere ausführlichere Internetseite online ist und ihr seit einigen Wochen über unseren Webshop bestellen könnt. Neben Kaffee bekommt ihr Bücher und DVDs zu verschiedenen Themen rund um Mexiko und Mittelamerika.

Die Webseite ist weiterhin in Arbeit und wird nach und nach mit mehr Infos gefüllt. Auch jetzt schon gibt es das eine und andere für euch zum Lesen. Schaut einfach vorbei auf: www.aroma-zapatista.de

Auch wenn wir vor dem Onlinegehen zahlreiche Testbestellungen vorgenommen haben, kann es sein, dass im Webshop noch nicht alles so rund läuft. Falls Probleme beim Bestellvorgang auftreten, sagt uns bitte Bescheid, damit wir die Fehler beheben lassen können. Vielen Dank!

 

2) Ernte 2012/2013 und private Darlehen

In den ersten Monaten unseres Bestehens bekamen wir Privatdarlehn in Höhe von ca. 215.000€, mit denen wir den Großteil des Rohkaffees kaufen konnten - das ist fantastisch. Ein ganz großes Dankeschön möchten wir hiermit noch mal an alle sagen, die uns mit ihrem Geld unterstützt haben!!

Die neue Kaffeeernte steht kurz bevor. Oktober / November sind die Monate, während derer die konkreten Absprachen mit den zapatistischen Kaffeekooperativen bezüglich der Mengen und Kaffeepreise getroffen werden.

In diesem Herbst werden wir zum ersten Mal die Verträge für Rohkaffee direkt mit den drei zapatistischen Kaffeekooperativen (Yachil Xojobal Chulchán, Yochin Tayel K'inal und Ssit Lequil Lum) abschließen. Insgesamt planen wir den Kauf von 499 Sack Rohkaffee. Nach dem Unterschreiben der Verträge stehen, wie im solidarischen Handel üblich, die Vorfinanzierungen an die Kooperativen an. Unser großes Ziel ist es, den Kooperativen eine Vorfinanzierung von 60% des Gesamtpreises des Rohkaffees im November / Dezember 2012 zu zahlen, was ca. 100.000 € sein werden.

Um die Vorfinanzierung leisten zu können, haben wir einen Kredit bei der Bank beantragt. Wir sind aber auch weiterhin auf der Suche nach privaten Direktkrediten. Allen denjenigen, die es sich vorstellen können, uns mit einem Privatdarlehn zu unterstützen, sind wir sehr dankbar. FallsihrGeld auf der BankoderuntermKopfkissenliegenhabtundesunsleihenmöchtet,wäre es einewichtige und tolle Unterstützungfüruns. Mehr Infos dazu findet ihr unter: https://www.aroma-zapatista.de/faq – „Wie kannst du uns unterstützen“. Oder ihr schreibt uns eine E-Mail oder ruft uns an.

 

3) Kaffeepreis

Ein paar einführende Worte zum aktuellen Rohkaffeepreis: Der Preis des Rohkaffees auf dem Weltmarkt war in den Jahren nach der Kaffeekrise (2000-2003) langsam, aber stetig gestiegen. Ab Herbst 2010 zog der Preis an, bis er im Frühjahr 2011 ein historisches Hoch erreichte – der Preis wurde künstlich in die Höhe gedrückt, vor allen Dingen durch Spekulationsgeschäfte. Danach fiel der Preis wieder. Nach 1 ½ Jahren ist er um ca. 40% gesunken. Dies macht deutlich, wie massiv die Schwankungen für die Kaffeebäuer_innen sind, wie wenig sie sich auf den Kaffeepreis verlassen können. Trotz sinkender Preise haben wir entschieden, die Preise auf dem gleichen Niveau zu halten, da es für uns wichtig ist, dass die Kooperativen einen Preis bekommen, der stabil ist und mit dem sie planen können. Denn die Lebenshaltungskosten der Kaffeebäuer_innen steigen, anstatt das sie sinken. Sehr häufig ist der Kaffeeanbau das einzige Einkommen einer Familie, mit denen sie Kleidung, Arztbesuche und Medikamente, Schulmaterialien und anderes bezahlen müssen. Die Kaffeebäuer_innen erhalten leider immer noch nicht den Preis für ihren Rohkaffee, der angesichts des arbeitsintensiven Anbaus angemessen wäre, aber es ist ein richtiger Schritt in die Richtung.

Was bedeutet das für euch, die Kaffeetrinker_innen: Wenn ihr Röstkaffeepreise vergleicht mag es sein, dass unser Kaffee ein wenig teurer ist. Aber dafür wisst ihr, dass der Mehrpreis den Kaffeebäuer_innen zu Gute kommt.

 

4) Newsletter

Nachdem die anfänglichen Monate mit Gründungsarbeit sehr voll waren, möchten wir euch zukünftig 4-6 mal im Jahr mit einem Newsletter auf dem Laufenden halten. Wir möchten euch darin z.B. über Aktuelles von den Kooperativen, dem Kaffee und unserem Kollektiv Aroma Zapatista informieren. Aber auch über wichtige Geschehnisse in Chiapas und hierzulande berichten. Wir möchten betonen, dass wir euch kurze und knappe Infos auf ca. 1-2 DIN A4 Seiten schicken werden. Wenn ihr an dem Newsletter interessiert seid, schickt uns doch bitte eine kurze Mail, dann nehmen wir euch beim Versand des nächsten auf. Der Newsletter kann natürlich jederzeit wieder abbestellt werden!

 

5) Kaffeereise nach Chiapas

Im September hat eine unserer Kollektivist_innen die erste Reise für unser Kaffeekollektiv nach Chiapas zu den zapatistischen Kaffeekooperativen gemacht. Es ging darum, unser neues Kollektiv bekannt zu machen, indem wir an die bereits bestehenden Kontakte anknüpften. An erster Stelle stand der Wissens- und Erfahrungsaustausch. An zweiter Stelle alles Wichtige rund um die Kaffeeernte 2012 / 2013. In Kürze werden wir auf unserer Internetseite detaillierter über die Kaffeereise berichten.

 

 

News vom 01. November 2012

Das Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG sucht Privatdarlehensgeber_innen!

Wie viele schon wissen, haben wir uns Anfang März zu viert auf den Weg gemacht, eine Genossenschaft zu gründen, die zapatistischen Kaffee vertreibt: die Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG.

Nach vielen kleinen Zwischensprints, konnten wir am 2. Mai mit dem Verkauf unseres Röstkaffees starten. Wir fanden einen schönen Raum in Wilhelmsburg im Süden von Hamburg, der uns als Büro-und Lagerfläche dient. In den ersten 5 Monaten haben wir durch die Unterstützung vieler toller Menschen so viel Geld zusammen bekommen - ca. 150.000 € Privatdarlehen - dass wir in diesem Sommer 499 Sack Rohkaffee aus der Ernte 2011 / 2012 kaufen konnten. Das war ein ganz wichtiger Schritt!

Wie arbeiten wir..

In diesem Herbst werden wir den Rohkaffee der Ernte 2012/2013, wie im solidarischen Handel üblich, direkt von den drei zapatistischen Kaffeekooperativen Yachil Xojobal Chulchán, Yochin Tayel K'inal und Ssit Lequil Lum kaufen – insgesamt 499 Sack. Der Preis für den Rohkaffee wird im Oktober / November mit dem Vorstand der jeweiligen Kooperativen festgelegt und im Anschluss die Vorverträge abgeschlossen. Im Dezember beginnen die Kooperativen, den Rohkaffee ihrer Mitglieder anzukaufen. Dies ist der Zeitpunkt, wo die Kooperativen am meisten Gelder benötigen. Unsere großes Ziel ist es, den Kooperativen eine Vorfinanzierung von 60% des Gesamtpreises des Rohkaffees im Dezember zu zahlen, was ca. 100.000 € sein werden.

..und deswegen brauchen wir Deine Unterstützung:

Bankkredite sind im Handel mit Rohkaffee nicht üblich, aber möglich. Ein Bankkredit wird sehr wahrscheinlich, eines unserer Standbeine für die Finanzierung der nächsten Rohkaffee-Einkäufe sein. Zusätzlich sind wir auf der Suche nach Menschen, die uns mit Direktkrediten helfen, das Geld für die Zahlung der Vorfinanzierung aufzubringen. Falls Du Geld auf der Bank oder unterm Kopfkissen liegen hast und es uns leihen möchtest, wäre es eine wichtige und tolle Unterstützung für uns.

Heutzutage arbeiten zahlreiche Projekte, indem sie sich über viele kleine + größere Direktkredite eine Finanzierungsbasis schaffen. Dein Kredit dient uns, den Rohkaffee-Einkauf zu finanzieren und zu sichern. Gleichzeitig aber bieten sie uns eine höhere Erfolgschance, einen Bankkredit zu erhalten, da Dein Darlehen als Eigenkapital gewertet wird.

Wir würden uns enorm freuen über Kredite ab 1.000 €. Dieses Geld ist für die ersten 12 Monate festgelegt, danach kannst Du das Darlehen mit einer Frist von 4 Monaten kündigen. Grundsätzlich ist es so: je länger Du uns Dein Geld zur Verfügung stellt, desto hilfreicher ist es für uns, da es unsere Planungssicherheit erhöht. Für Deinen Kredit bekommst Du einen Jahreszins auf die Darlehenssumme von bis zu 3,5%. Sei vergewissert: Wir werden sehr gewissenhaft mit Deinem Geld umgehen. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass wir mit unserem Projekt nicht den gewünschten Erfolg haben, sollte es wider aller Erwartungen zur Zahlungsunfähigkeit kommen, tritt die gesetzlich verankerte Rangrücktrittsregelung ein: Sie ist eine gesetzlich festgelegte Abfolge der Vergabe des verbleibenden Geschäftsvermögens: An erster Stelle werden die Bank, die Gläubiger und zuletzt Dein Direktkredit sowie auch unsere privaten Genossenschaftseinlagen berücksichtigt. Das ist ein gewisses Risiko, über welches wir Dich natürlich informieren wollen.

Sicherlich gibt es noch viele offene Fragen. Per E-Mail, am Telefon oder bei einem leckeren Kaffee können wir diese beantworten und Dir den Darlehensvertrag vorstellen. Vielen Dank schon mal!

Kerstin, Doro, Hans-Martin + Dorit

vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG

 

Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG

Am Veringhof 11 - 21107 Hamburg-Wilhelmsburg

Telefon: 040 - 28 78 00 15

E-Mail: kaffeekollektiv@aroma-zapatista.de

Webseite: www.aroma-zapatista.de


 

News vom 12. Oktober 2012

Unsere Webseite geht online

Wir freuen uns, dass unsere ausführlichere Internetseite und unser Webshop nun online sind. Auf unserer Seite habt Ihr die Möglichkeit, mehr über unser Kollektiv, den zapatistischen Aufstand und den solidarischen Handel zu erfahren. Außerdem könnt Ihr nun über den Webshop bequem eure Bestellung aufgeben. Die Rubrik "Aktuelles" werden wir mit aktuellen Infos bezüglich unseres Kollektivs und Sortiments, aber auch mit wichtigen Neuigkeiten aus Chiapas und darüber hinaus bestücken. In "Rund um den Kaffee" könnt Ihr euch darüber informieren, was über's Jahr im Kaffeeanbau passiert, wie die Importe laufen, was bei den Kooperativen für Tätigkeiten anstehen  und vieles mehr.

Unsere Internetseite befindet sich nach wie vor im Aufbau. Wir haben noch nicht alle Themenbereiche mit Inhalt gefüllt, das kommt nach und nach – also immer mal wieder reinschnuppern. Beim Webshop könnte es sein, dass nicht alles rund läuft - falls Euch Fehler im Webshop auffallen, Ihr Anmerkungen oder Kritik habt, meldet Euch gerne bei uns.

Ein großes Dankeschön an das Team koop - Bürogemeinschaft für Gestaltung aus Bremen, die das Layout für diese Seite gemacht und technisch umgesetzt hat.

Viel Spaß beim rumstöbern!

Euer Kaffeekollektiv Aroma Zapatista